27. Februar 2020, 07:00 Uhr

Handball-Bundesliga / HSG Wetzlar

Wiedersehen mit Klesniks

Mit TBV Lemgo-Lippe und der HSG Wetzlar treffen heute zwei Bundesliga-Teams aus dem Mittelfeld aufeinander. Wobei die Gastgeber momentan den besseren Lauf vorweisen können.
27. Februar 2020, 07:00 Uhr
Die HSG Wetzlar feiert ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Spieler Evars Klesniks, der 2018 Wetzlar verließ und inzwischen beim heutigen Gastgeber TBV Lemgo angeheuert hat. FOTO: VOGLER

HSG Wetzlar


Spiel zwei innerhalb von fünf Tagen steht für Handball-Bundesligist HSG Wetzlar auf dem Programm. Heute Abend um 19 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider beim TBV Lemgo-Lippe gefordert. Die Sonntagspartie in Flensburg mit einer engagierten zweiten Halbzeit dürfte trotz der 28:21-Niederlage Körner gekostet haben.

Wie ist die Form? In Flensburg war den Wetzlarer Spielern in der ersten Halbzeit anzumerken, dass die Diskussionen um ihren Trainer, dessen auslaufender Vertrag 2021 nicht verlängert wird, Spuren hinterlassen hatten. Es dauerte bis in die zweite Halbzeit, ehe sich die HSG so weit fokussiert hatte, um eine hohe Niederlage bei der SG zu vermeiden - nach zwischenzeitlichen Rückständen von bis zu neun Toren. Doch die Wetzlarer gaben sich nie auf und zeigten, was sie als Mannschaft ausmacht: Zusammenhalt, Körpersprache und der absolute Wille. So hat die HSG Wetzlar die Niederlage beim 28:31 im Rahmen gehalten und kann erhobenen Hauptes nach Lemgo fahren.

Was macht Lemgo-Lippe aus? Aus einer starken Mannschaft ragt der Schwede Jonathan Carlsbogard heraus. Der Rückraumlinke hat sich in Lemgo unter Coach Florian Kehrmann stetig weiterentwickelt. Der Gastgeber stellt mit Isaias Guardiola, Christoph Theuerkauf und Christian Klimek einen sehr erfahrenen Kader auf das Parkett, der mit jungen Spielern wie Fynn Hangstein oder Lukas Zerbe ergänzt wurde. Im Tor hat der Pole Piotr Wyszomirski den Wetzlarern im Hinspiel den Schneid abgekauft, momentan schwimmt Peter Johannesson zwischen den Pfosten auf einer Erfolgswelle. Bjarki Mar Elisson spielt die Bundesligasaison seines Lebens und führt die Torschützenliste an. Andreas Cederholm, Andrej Kogut und Carlsbogard wirbeln im Rückraum und stellen jede Abwehr vor Herausforderungen. Und dann ist da ja noch Neuzugang Evars Klesniks, der von 2013 bis 2018 das grün-weiße Trikot getragen hat. Der Lette vertritt Fabian van Olphen und hält nun die Abwehr des TBV zusammen.

Das sagen die Trainer: »Lemgo hat einen super Lauf, einen besseren als wir. Sie hatten einen durch Verletzungspech verursachten Fehlstart, jetzt einen Lauf von 17:9. In der Geschichte von Wetzlar gab es in 22 Jahren noch nie einen Sieg. Unter meiner Regie haben wir zweimal ein Unentschieden in den letzten acht Jahren geschafft. Es wird ein schwerer Gang, aber wir wollen etwas mitnehmen.« Auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Schützling Evars Klesniks freut sich Wandschneider besonders. »Das muss dann aber für die 60 Minuten ruhen. Ebbe und ich haben immer Kontakt. Er ist in meiner Karriere einer meiner Lieblingsmenschen und -spieler. Ein überragender Charakter, und es freut mich sehr, dass er jetzt noch mal so eine Gelegenheit bekommen hat, in der ersten Liga sein großartiges Können zu zeigen. Solche Menschen sind immer eine Bereicherung.«

»Die Vorzeichen sprechen dafür, dass es ein spannendes Spiel wird«, schaut Kehrmann voraus. »Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zurzeit einen ganz guten Lauf haben, die gute Leistungen bringen. Wir haben Systeme, die ähnlich sind, von den Deckungsvarianten und von der Spielweise. Deswegen wird es ein Spiel auf Augenhöhe und es werden Kleinigkeiten entscheiden«, erwartet Kehrmann und verweist auf die unterschiedlichen Spielmachertypen bei Wetzlar: »Filip Mirkulovski, der die großen Rückraumschützen ins Spiel bringt, und Alexander Feld, der selbst sehr torgefährlich ist.«

Die personelle Lage: Die Wetzlarer müssen weiterhin ohne Stefan Kneer auskommen, der Einsatz von Kreisläufer Nils Torbrügge steht wegen Schulterproblemen auf der Kippe. Olle Forsell Schefvert war am Dienstag wegen Schmerzen im Knie im MRT, sein Einsatz ist fraglich.

Bei den Lemgoer Gastgebern hat sich zu den Langzeitverletzten Fabian van Olphen, Tim Suton und Jari Lemke noch Dani Baijens zur Ausfallliste gesellt, der sich im vorletzten Spiel gegen Minden verletzt hat.

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