10. Januar 2020, 07:15 Uhr

Jugendfußball

Wiesecker Modell mit Zukunft

Die TSG Wieseck geht mit dem Jugendfußball-Hallenmasters auf Kunstrasen erfolgreich neue Wege - die Zwischenbilanz fällt positiv aus.
10. Januar 2020, 07:15 Uhr

Das Wiesecker Hallenmasters mit Kunstrasen in der Halle entpuppt sich als willkommene Abwechslung im heimischen Fußball-Winter - die Verantwortlichen der TSG Wieseck haben ein gut organisiertes Turnier mit viel Prominenz auf die Beine gestellt. Wir ziehen Zwischenbilanz vor dem Abschluss-Highlight am Sonntag (ab 10 Uhr), an dem u. a. Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim, VfL Bochum und Alemannia Aachen in die Sporthalle Am Ried kommen.

Wieseck geht erfolgreich andere Wege: Das sich über zehn Tage erstreckende Hallenturnier, das alle Altersklassen von der G-Jugend bis zur U19 abdeckt, ist bewusst anders gestrickt. Auf dem Kunstrasen dürfen sich die Torhüter frei bewegen, Tore können vom gesamten Spielfeld aus erzielt werden. Die Ergebnisse können direkt am Handy über das Scannen eines QR-Codes verfolgt werden, aktuelle Tabellen-/Zwischenstände angeschaut werden.

Positive Reaktionen: »Das Turnier ist schön aufgezogen, die Organisation wirklich gut«, lobt Andre Weinecker, dessen Sohn Noah in der E-Jugend der JSG Heuchelheim/Kinzenbach mitwirkt. Der zehnjährige Yanis Moundreas aus Fernwald meint: »Es ist halt ein bisschen geiler als auf Hallenboden. Bloß kann man ab und zu am Kunstrasen hängen bleiben.« Die Tribünen sind voll, vor allem am Wochenende herrscht großer Andrang. »Bei einem Freistoß wurde der Schiedsrichter von Zuschauern ausgebuht«, erinnert sich der E-Jugend-Kicker. »Das muss man einfach ignorieren.« Der Kunstrasen sorgt, wie Wiesecks Abteilungsleiter Deniz Solmaz registriert, dafür, »dass es ruhiger ist und weniger schallt«. Und der 16-jährige Schiedsrichter Benjamin Hanna aus Pohlheim erklärt: »Hier zieht sich von der Organisation her nichts in die Länge.«

Highlight steht am Sonntag bevor: Das Beste kommt zum Schluss. Die U14 schließt das Hallenmasters am Sonntag ab 10 Uhr ab: In zwei Siebener-Gruppen treten zahlreiche prominente Teams an, darunter die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und TSG Hoffenheim. »Die Halle war schon am ersten Wochenende rappelvoll«, weiß Solmaz. Diese Prominenz lockt zahlreiche Scouts an. »Die ganze Republik war da«, meint Solmaz. Ein Bundesligist habe sogar den Anspruch, an jedem der zehn Turniertage auf der Tribüne vertreten zu sein. Am Samstag ab 9 Uhr spielt die U11 (u. a. mit Eintracht Frankfurt und Wehen Wiesbaden), ab 13.30 Uhr die U15 mit Eintracht, Mönchengladbach, Ingolstadt und Sandhausen. Heute steigt ab 10.30 Uhr die Quali für die U14 und ab 16.30 Uhr das Turnier der U17.

Prominenz, aber wenig heimische Beteiligung: Nur vier heimische Mannschaften findet man beim Großevent der TSG: Die eigenen Teams des Veranstalters sowie JFV Mittelhessen, JSG Heuchelheim/Kinzenbach und SC Dutenhofen/Münchholzhausen. Da herrscht Verbesserungspotenzial für das kommende Jahr. Weiß auch Dennis Schmidt von der Turnierleitung: »Wir hoffen auf mehr Anmeldungen für die Qualifikation beim nächsten Turnier.«

Viele helfende Hände: Jeder Jugendtrainer der TSG Wieseck beteiligt sich und hilft, das Turnier zu stemmen. Zu den rund 50 Helfern kommen die Eltern der TSG-Spieler hinzu. »Ohne sie würde es nicht gehen, das ist ein toller Beitrag«, weiß Solmaz. Neben Rinds- und Bratwurst gibt’s Brezeln, Riegel, Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke. Auch die Footballer der Gießen Golden Dragons, im Wiescker Stadion beheimatet, beteiligten sich, stellten die Musikanlage und installierten sie. Ein Dutzend Teams übernachtete in Mittelhessen, rund 60 Prozent bei Gasteltern, 40 Prozent im Wiesecker Residenzhotel.

Ein Modell mit Zukunft: Die Bemühungen der TSG Wieseck mit Kunstrasen, Service und Co. sorgten auch bei Zuschauer Andre Weinecker für Phantasien: »Vielleicht würde so ein Turnier in der Region auf Kunstrasen ja auch bei den Senioren ziehen - erst ein Tag mit den Alten Herren, mit Teams wie der Eintracht-Traditionself und der SG Gießen/Großen-Linden und dann als Highlight ein Aktiventurnier mit Teams wie FC Gießen oder Eintracht Stadtallendorf.« Fest steht: Das Jugendturnier soll auch 2020/21, dann wohl über zwölf Tage, auf Kunstrasen steigen. Solmaz: »Die finalen Verhandlungen mit der Stadt laufen bereits.«

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