15. Mai 2020, 07:00 Uhr

Fußball

Zieht TuBa Pohlheim an die Neumühle?

Fußball-Verbandsligist TuBa Pohlheim hat in den letzten Wochen Gespräche mit dem FC Gießen geführt - über eine Nutzung der Neumühle in Watzenborn-Steinberg.
15. Mai 2020, 07:00 Uhr
An der Neumühle in Watzenborn-Steinberg trainieren zweite Mannschaft und Jugend des FC Gießen. FOTO: FRO (Foto: NORDMANN_S)

Fußball-Verbandsligist FC Turabdin/Babylon Pohlheim sucht eine langfristige Lösung für seine Spielstätte - und hat im Zuge dieser Überlegungen auch Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen des FC Gießen über eine mögliche Nutzung des Geländes »An der Neumühle« in Watzenborn-Steinberg geführt.

Der Verein hat aufgrund vielschichtiger infrastruktureller Probleme für die noch laufende Saison bereits eine Ausnahmegenehmigung für den Sportplatz in Holzheim erhalten, klopfte in dieser Spielzeit auf dem Relegationsrang stehend an der Tür zur Hessenliga.

Um die Spielstätte künftig den sportlichen Ambitionen anzupassen, sollen die Verantwortlichen um Vereinsvorsitzenden Aziz Kartal drei Varianten durchgespielt haben. 1. Eine Erneuerung der Anlage in Holzheim mit der Unterstützung von Fördergeldern vom Land Hessen und der Stadt Pohlheim. 2. Eine gemeinsame Nutzung der Anlage in Watzenborn-Steinberg mit dem federführenden FC Gießen. 3. Eine Komplettübernahme der Neumühle mit dem Platzhirschen TuBa Pohlheim.

»Der Prozess läuft schon seit geraumer Zeit. Der Sportkreis Gießen ist involviert«, erklärt Prof. Dr. Heinz Zielinski. So hat es nach Aussage des Sportkreis-Vorsitzenden bereits Gespräche mit Jörg Fischer (zurückgetretener Geschäftsführer FC Gießen), Dominik Fischer (Vorsitzender FC Gießen), Markus Haupt (kommissarischer Geschäftsführer FC Gießen) und Aziz Kartal (Vorsitzender TuBa Pohlheim) gegeben. Grundsätzliche Bedingung: Die Vorlage eines schlüssigen, förderungsfähigen Nutzungskonzepts.

Die aktuelle TuBa-Anlage mit dem Rasenplatz in Holzheim bietet aufgrund der Platzqualität, der Weitläufigkeit, der Parkplatzsituation und dem Weg zur Umkleidekabine viele kleine oder größere Probleme. Zielinski begutachtete sogar bereits vor Wochen mit Ministerpräsident Volker Bouffier den Platz in Holzheim.

Für die Schaffung eines Kunstrasenplatzes könnten Land, Kommune und Landessportbund finanzielle Zuschüsse gewähren - ein schlüssiges Nutzungskonzept vorausgesetzt. »Das müssen wir vorlegen und das Gespräch mit der Stadt Pohlheim suchen«, sagt Kartal. Noch gäbe es keine konkreten Pläne. Zwar betont Kartal, dass »Holzheim unser erstes Ziel ist«, gleichzeitig aber wurden in den letzten Wochen Gespräche mit den Verantwortlichen des FC Gießen geführt. Die Anlage »An der Neumühle« ist Heimat des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, der seit dem Zusammenschluss mit dem VfB 1900 Gießen seit Sommer 2018 als FC Gießen firmiert.

Die Idee dahinter: TuBa Pohlheim könnte die Anlage in Stadtnähe nutzen und zu einem späteren Zeitpunkt einen Förderantrag stellen, der finanziell klamme FC Gießen für das (Teil-) Abtreten eine Gegenleistung erhalten. Markus Haupt wollte sich auf Nachfrage zum Thema nicht äußern. Kartal sagt: »Es ist noch viel zu früh, darüber öffentlich zu diskutieren. Vielleicht wird das in zwei, drei Jahren ein Thema - nicht mehr und nicht weniger.« In Fußballerkreisen aber sorgen die Gespräche zweier sich in der Öffentlichkeit befindlichen Vereine für großes Aufsehen.

Die betroffenen Verantwortlichen suchen im Hintergrund nach einer für alle Seiten befriedigenden Lösung - im Wissen, dass eine in der Diskussion befindliche Übernahme in Watzenborn-Steinberg viel Konfliktpotenzial mit sich bringen könnte. Dort trainiert und spielt in der Regel die zweite Mannschaft des FC Gießen 1927 Teutonia/1900 VfB e.V., auch ein Großteil des Jugendtrainings vom FC wird dort abgehalten.

Zudem wäre den Traditionalisten in Watzenborn-Steinberg ein Abtreten der Anlage an TuBa schwer zu vermitteln. Reinhard Schmandt, ehemaliger Spieler, Trainer und Jugendleiter im Verein, sagte erst im Mai 2018: »Die Heimat der Teutonia wird immer die Neumühle bleiben.«

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