17. Oktober 2021, 21:02 Uhr

Am Ende fehlt das Quäntchen Glück

17. Oktober 2021, 21:02 Uhr
OPK
Ole Klimpke (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II) steigt bei der knappen Heimniederlage im Drittliga-Spitzenspiel gegen die HSG Hanau hoch, Malvin Werth (Nr. 19) und Luca Braun (l.) sowie Jannik Ruppert (r.) beobachten die Aktion. FOTO: FRIEDRICH

»Trotz aufopferungsvollem Kampf und starker Spielweise in den letzten Wochen, fehlte uns am Ende das Quäntchen Glück«, so das Fazit des HSG-Trainers Michael Ferber im Anschluss an die Spitzenpartie am Samstagabend, die die Wetzlarer denkbar knapp mit 25:26 (12:13) zu Hause gegen die HSG Hanau verloren. Über die gesamte Handball-Drittliga-Begegnung war das Ergebnis ausgeglichen, letztlich endete die Serie der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II im sechsten Saisonspiel. Der Gast aus Südhessen übernahm mit dem Auswärtssieg die Tabellenführung.

Die erste Niederlage der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zeichnete sich erst kurz vor Schluss ab. Yaron Pillmann traf knapp zwei Minuten vor Ende zum 26:24 aus Sicht der Gäste, was letztlich ein Tor zu viel für die Wetzlarer war. Zwar kam Rechtsaußen Tristan Kirschner noch zum Anschlusstreffer, der Ausgleich gelang jedoch nicht.

Dennoch war Ferber mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: »Wir wollten uns auf Augenhöhe zeigen und die Performance aus Nieder-Roden bestätigen. Dies ist uns absolut gelungen - und wir werden daher mit breiter Brust in die nächsten Spiele gehen.« Das Match war von Beginn an sehr ausgeglichen. Zwar erwischten die Gäste den besseren Start und konnten schnell mit 4:1 in Führung gehen (9.), nach 20 Minuten aber fanden auch die Mittelhessen in die Partie. Gerade die Tore von Mittelmann Lukas Gümbel halfen dabei, »die Nervosität abzulegen«« Der Ausgleich aber gelang erst nach 40 Minuten, als ebenjener zum 19:19 traf. Das Unentschieden hielt bis fünf Minuten vor Abpfiff, immer wieder gingen die Hanauer mit einem Treffer in Führung, welche jedoch stets egalisiert wurde. Zum Schluss lag das Glück doch aufseiten der Gäste.

»Es war unsere Aufgabe, über die komplette Spielzeit, die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen und uns damit Vorteile zu erspielen. Auch mussten wir uns auf die körperliche Präsenz des Gegners einstellen, um in unserem Abwehrspiel die Zweikämpfe zu gewinnen. Dies ist uns ab der 20. Minute gelungen, auch Lorenz Rinn im Tor hat dazu beigetragen«, so Ferber. Der Schlussmann stand anstelle von Neuzugang Marcel Kokoszka zwischen den Pfosten, der für den erkranken Till Klimpke im Erstliga-Kader stand.

Nach dem ersten Dämpfer der noch jungen Saison gilt es für die HSG nun, die erste Niederlage abzuschütteln. Nächstes Wochenende steht ein weiteres Heimspiel an, zu Gast ist dann der HC Erlangen II.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II: Rinn, Jakob; Gümbel (7), Kirschner (6), Boczkowski (1), Opitz (2), Lindenstruth (1), Belter, Bremond (4/2), Lauer, Werth (1), Klimpke, Steinmüller, Okpara, Geffert (3).

HSG Hanau: Schermuly, Tomm; Ritter, Gerst (1), Ahrensmeier, Strohl (3), Braun (4/1), Marquardt (2), Rivic (2), Bergold (1/1), Brüggemann (3), Horn, Pillmann (4), Ruppert (2), Christoffel (2), Lorenz (2).

Im Stenogramm: Zuschauer: 427 - SR: Becker/Nickel - Zeitstrafen : 10:2 in Minuten - Strafwürfe: 2/2:5/2.



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