20. November 2021, 16:00 Uhr

Basketball

Eine coole »Kinzenbacher« Truppe

Bei der SG Kinzenbach läuft es. Platz zwei in der Basketball-Bezirksliga - als Aufsteiger. Im Team von Spielertrainer Marc Schuhmacher stehen das Miteinander und der Spaß im Vordergrund.
20. November 2021, 16:00 Uhr
gaertner_gae
Von Wolfgang Gärtner
Freude bei der SG Kinzenbach: Die Basketballer, die erst seit 2013 am Ligabetrieb teilnehmen, sind mittlerweile auf Platz zwei in der Bezirksliga. FOTO: PRIVAT

Die Basketballer von der SG Kinzenbach sorgen für positive Schlagzeilen - und eilen in den Jahren nach ihrer Gründung von Aufstieg zu Aufstieg. 2012 wurde die Basketball-Abteilung in dem fußballorientierten Club gegründet - als Idee von Simon Schulze und Niklas Licher. Stand in den ersten Monaten nur lockeres Gezocke an, beschloss man in der Spielzeit 2013/14 erstmals eine Mannschaft zu melden, die am regulären Spielbetrieb teilnehmen sollte. Von da an ging es fast Jahr für Jahr eine Liga höher.

Licher, der gebürtige Heuchelheimer und jetzige Abteilungsleiter und Spieler, erinnert sich gerne an die Anfangsjahre. »In Heuchelheim wird fast jede Sportart angeboten, aber Basketball hat gefehlt«, erklärt der 27-Jährige. Sein Freund Simon Schulze, der Sohn des verstorbenen und ehemaligen Vorsitzenden der SG Kinzenbach, Michael Schulze, und Licher nahmen das Heft in die Hand. Aufgrund der Nähe zum Kinzenbacher Club von Simons Vater wurde die Abteilung bei der Sportgemeinschaft ins Leben gerufen.

Die Aufstiege von der C-Liga, »damals war der Großteil blutige Basketball-Anfänger« (O-Ton Licher), in die Bezirksklasse sind eng mit dem Namen Dominik Freitag verbunden. Den Bruder von Dennis, der im Team stand, konnte die Mannschaft als Trainer gewinnen. Die Ausbeute in der ersten Saison war mager - vier Siege. Aber in der Spielzeit 2014/15 stieg Dominik Freitag mit der jungen Kreisliga-C-Truppe in die Kreisliga B auf. Danach fungierte er sogar als Spielertrainer und schaffte eine Saison später den Sprung in die Kreisliga A - und schließlich als Aktiver mit der Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. Von 2016 bis 2018 coachte Martin Pohl die »Kinzenbacher«.

Mittlerweile ist Dominik Freitag »nur« noch aktiver Spieler - aber immer noch schnell, erfahren, der Ideengeber im Angriff, in der Verteidigung ein Terrier, der Dauerbrenner auf dem Feld - und der Kapitän. »Dominik hat großen Anteil an unserem Erfolg«, sagt Licher.

Die SGK verstärkte sich im Laufe der Zeit. Mit Marc Schuhmacher und Rene Arabin schlossen sich zwei Oberliga-Spieler von den Gießen Pointers II der SG an, die mit ihren Körpergrößen von zwei Metern eine große Bereicherung unter den Brettern waren und sind. Schuhmacher nimmt zudem die Rolle als Spielertrainer ein. Zudem stießen mit Tim Arabin und Bernhard Jahn zwei bezirksligaerfahrene Akteure dazu, die auf den Flügelpositionen mit gutem Tempo und starkem Zug zum Korb agieren. Insgesamt sieht Licher das große Plus der Mannschaft auf dem Feld in der Abwehrarbeit. »Wir sind defenseorientiert.«

Zweimal in der Woche bittet Schuhmacher zum Training, einmal in die große Halle in Heuchelheim in der Schwimmbadstraße und einmal in die Schulturnhalle der Wilhelm-Leuschner-Schule. Die Verantworlichen um Licher sind froh, dass sie Hallenzeiten bekommen, denn die seien begehrt. Die Übungseinheiten sind personell immer gut besucht, nie weniger als zehn Spieler würden daran teilnehmen. »Es läuft besser als erwartet«, gibt Licher einen Einblick in die aktuelle Situation des Teams, das am vergangenen Wochenende am sechsten Spieltag die erste Niederlage erhielt - und liefert die Gründe gleich mit: »Uns zeichnet schon immer der Teamspirit und das ganze Drumherum aus.« Das sei die DNA der SGK, so Licher.

Events wie Weihnachtsfeier, Abschlussfahrt, Tanzgruppen und DJ bei speziellen Heimspielen - wobei am 4. Dezember um 18.30 Uhr wieder mal so ein besonderes gegen den Lokalrivalen Atzbach Storks ansteht - zählen zum Außergewöhnlichen, was nach Licher durchaus ein Anreiz für neue Spieler aus höheren Ligen sein kann. Licher machte dies am Beispiel Schuhmacher fest. »Es gibt Spieler, die lieber ein, zwei Ligen weiter unten spielen, aber dafür eine coole Truppe um sich herum haben, die nach dem Training auch mal ein Bier trinkt.« Und in der Bezirksliga vor rund 50 Zuschauern die Heimspiele zu absolvieren, dürfte ein weiterer Anstoß sein.

Einen großen Teil der aktuellen Bezirksliga-Manschaft bilden immer noch die Einheimischen aus Kinzenbach und Heuchelheim, die auch noch genügend Einsatzzeiten erhalten. Es sind noch viele Spieler aus der ersten Stunde mit dabei. »Anders würde es auch nicht laufen: Sie halten den ganzen Laden zusammen«, betont Licher.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos