06. November 2022, 19:18 Uhr

Fußball

FC Gießen distanziert Eintracht Stadtallendorf auf satte zehn Zähler

Es läuft in der Hessenliga für den FC Gießen: Mit dem achten Dreier in Folge distanziert das Team von Trainer Daniyel Cimen Konkurrent Eintracht Stadtallendorf. Gorbunow und Maingad treffen.
06. November 2022, 19:18 Uhr
TSU
Der sitzt: Gießens Yassine Maingad (l.) trifft zum 2:0 gegen Stadtallendorfs Tolga Sahin. VOGLER

Der FC Gießen hat sich in der Fußball-Hessenliga erfolgreich für das Aus im Achtelfinale des Landespokals revanchiert. Zehn Tage nach dem 0:1 bei Eintracht Stadtallendorf gewannen die Rot-Weißen diesmal im Herrenwaldstadion vor 461 Zuschauern mit 2:1 (1:0) und bauten ihre Siegesserie in der Meisterschaft auf acht Dreier in Folge aus.

Ungeschlagen ist der Tabellenführer gar seit Mitte August (0:5 bei der U21 der Frankfurter Eintracht). Kleine Randnotiz: »Richtiger« Herbstmeister kann die Truppe von Trainer Daniyel Cimen zwar nicht werden, weil die Hinrunde nicht komplett von Spieltag eins bis 19 an einem Stück absolviert wird. Aber der inoffizielle Titel als quasi »Halbzeit« -Meister ist dem FCG schon vor dem Match gegen den FC Erlensee am Samstag nicht mehr zu nehmen.

»Ich denke, der Sieg ist völlig verdient, allein wenn man das Chancenverhältnis betrachtet. Nach dem Stadtallendorfer Anschlusstor haben wir gefightet und wenig zugelassen«, zeigte sich Coach Cimen zufrieden. Mit den Gießenern setzte sich im Duell zweier Ex-Regionalligisten die Mannschaft mit der reiferen Spielanlage und der besseren Struktur durch.

Während Gießen es mit Kombinationsfußball versuchte und damit das Geschehen über weite Strecken im Griff hatte, probierte es die Eintracht häufig ziemlich erfolglos über lange Bälle. Der spätere Torschütze Michael Gorbunow erlief in der 14. Minute einen zu kurz geratenen Rückpass von Joshua Enobore und scheiterte an Keeper Tolga Sahin, neben Christopher Schadeberg, Andrej Markovic und Ryunosuke Takehara einer von vier Ex-Gießener bei Stadtallendorf.

In Minute 43 schienen die Hausherren die Situation im Strafraum bereits bereingt zu haben, doch Matheus de Moura Beal eroberte die Kugel und zog ab, Sahin konnte sie nicht festhalten. Gorbunow bewies seinen Torriecher und staubte zum 1:0 ab.

Beim 2:0 in der 52. Minute zog sich Schiedsrichter Radl den Unmut der Stadtallendorfer zu. Radl stand im Zentrum vor dem Sechzehner ungünstig und den Eintracht-Verteidigern im Weg, sodass Gießens Keanu Hagley leichter als gedacht an den Ball kam und auf Maingad ablegte, der den Zwei-Treffer-Vorsprung sicherstellte.

Auf Vorarbeit von Beal versäumte Filsinger frei vor Sahin die Vorentscheidung (60.), ehe die Gießener Defensive den schon geschlagen scheinenden Gegner zurück in die Partie holte. Außerhalb des Strafraums brachte Schlussmann Aleksa Lapcic Kapitän Deniz Vural mit seinem Kurzpass in arge Bedrängnis. Vural verlor das Leder, Del Angelo Williams überwand Lapcic mit einem Heber aus fast 40 Metern zum 1:2 (66.). »Zu dem Zeitpunkt hatten wir das Spiel total unter Kontrolle und haben zu viel hinten rum gespielt«, analysierte Cimen.

Stadtallendorf rannte nun an, aber Stockfehler, Abspielfehler und einige Bälle ins Nichts waren nicht dazu angetan, die Gießener Führung wirklich ernsthaft zu gefährden. Mit dem Sieg hat der FC Gießen die mit großen Ambitionen in die Runde gestarteten Stadtallendorfer auf satte zehn Zähler im Klassement distanziert.

Stadtallendorf: Sahin - Enobore, Schadeberg, Ofori, Markovic - Heuser, Schütze (66. Bremer), Geisler, Takehara - Sattorov (66. Jura), Williams.

Gießen: Lapcic - Pekesen, Kireski, Fink, Mangafic - Hagley, Vural - Filsinger (83. Gärtner), Beal (88. Mahmuti), Maingad - Gorbunow (90.+2 Besso).

Im Stenogramm: Tore: 0:1 Gorbunow (43.), 0:2 Maingad (52.), 1:2 Williams (66.). - Z.: 461. - SR.: Radl (Biebesheim).



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