Lokalsport

Hessenliga: FSV Fernwald und SC Waldgirmes vom Jäger zum Gejagten

Beide heimischen Fußball-Hessenligisten stehen vor dem Jahresfinale über dem Strich und wollen dort auch bleiben. SCW-Trainer Mario Schappert: »Nun gibt es kein Zurück mehr.«
26. November 2021, 21:41 Uhr
Peter Froese
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Kevin Kaguah könnte heute wieder in die Innenverteidigung des FSV Fernwald rücken. FOTO: FRIEDRICH

In der Gruppe A hat der FSV Fernwald dabei am Samstag die Hürde beim 1. Hanauer FC 93 aus dem Weg zu räumen, während sich der SC Waldgirmes am Sonntag beim VfB Ginsheim keinen Ausrutscher wie im Hinspiel leisten sollte.

1. Hanauer FC 93 - FSV Fernwald (Samstag, 14.30 Uhr): Mit einem »Finale furiose« hatte die Elf von FSV-Trainer Daniyel Bulut am vergangenen Samstag durch das 3:2 von Patrick Markiewicz in der 95. Minute den vierten Saisonsieg erkämpft und ist damit auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt. Die Moral des FSV-Teams, den späten 2:2-Ausgleich des FC Bayern Alzenau aus der 94. Minute zu kontern, sollte Auftrieb für die nun anstehenden finalen Aufgaben im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde geben. »Es ist ein gutes Gefühl, über dem Strich zu stehen. Wir sind nun die Gejagten. Daher sollten wir die Tabelle ausblenden. Die Wahrheit liegt immer auf dem Platz«, sagt Trainer Bulut.

»Hanau hat eine Elf mit einer hohen individuellen Klasse. Wir dürfen dem Gegner keine Eins-gegen-Eins-Gelegenheiten anbieten und müssen hinter dem Ball stets gut organisiert und gestaffelt stehen«, wünscht sich Bulut. Die Hanauer sind mit hohen Zielen in diese Saison gestartet und haben nach schwachem Saisonstart und einem Zwischenhoch mittlerweile seit vier Spielen nicht mehr gewonnen.

Für die Hausherren ist es bei vier Punkten Rückstand auf den FSV und noch drei ausstehenden Spielen quasi die letzte Chance, nochmals in den Kampf um Platz fünf einzugreifen. »Der Druck liegt beim Gegner, was uns im Laufe der Partie sicher Räume eröffnen wird. Wir wollen unsere Chancen nach vorne mutig suchen. Meine Jungs müssen von der ersten bis zur letzten Sekunde konzentriert bei der Sache sein und sich gegenseitig helfen«, meint Bulut.

Personelles: Mit Samuel Sesay (Booster-Impfung) und Deniz Vural (erkältet) droht die Stamminnenverteidigung auszufallen. Hier wäre Kevin Kaguah wie bereits gegen Alzenau eine Alternative. Auch der Einsatz von Tim Richter (Magen-Darm-Probleme) und Hoang-Nam Luc (erkältet) ist fraglich. Pierre Kleinheider, Fabian Grutza und Agon Dervishi (alle langzeitverletzt) fallen weiter aus. Mithat Sahin steht neben dem zuletzt überzeugenden Joao Gabriel Borgert als Alternative für den Platz zwischen den Pfosten bereit.

VfB Ginsheim - SC Waldgirmes (Sonntag, 14.30 Uhr): Mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen hat sich die Elf von SC-Trainer Mario Schappert auf den vierten Tabellenplatz vorgearbeitet. Im Falle eines Sieges in Ginsheim könnten die Lahnauer, die aktuell zwei Punkte Vorsprung auf Rang sechs aufweisen, am spielfreien SV Rot-Weiß Hadamar auf Platz drei vorrücken. »Wir haben zwar noch nichts erreicht, aber die Chance genutzt, um die Ausgangslage vor den letzten drei Spielen für uns positiv zu gestalten. Der Schritt in die richtige Richtung war auch möglich, weil uns die Ergebnisse der Konkurrenz in die Karten gespielt haben«, sagt Schappert. Auch wenn beim Tabellenletzten der Gruppe B in Ginsheim eine vermeintlich leichte Aufgabe wartet, hebt der SC-Trainer mahnend den Finger. »Im Hinspiel haben wir aufgrund unserer schwächsten Saisonleistung völlig verdient mit 3:0 verloren. Damals hatte jegliche Konterabsicherung gefehlt. Hieraus haben wir unsere Lehren gezogen«, sagt Schappert. Der frühere Ausnahmespieler hat die Aufstiegsrunde fest im Blick. »Nun gibt es kein Zurück mehr. Wir wollen weiter punkten, um dieses vor der Saison nicht für möglich gehaltene Ziel nun aus eigener Kraft zu erreichen«, meint Schappert.

Personelles: Natnael Tega hat nach der roten Karte in Dietkirchen eine Sperre von vier Spielen erhalten und steht in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung. Mit Felix Erben, Lucas Hartmann und Barbaros Koyuncu will SC-Trainer wie zuletzt dennoch drei Offensivkräfte auf den Platz bringen. Karl Cost und Robin Fürbeth (beide verletzt) fallen weiterhin aus. Hinter dem Einsatz von Mert Ciraci (krank) steht ein Fragezeichen.

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