12. Dezember 2022, 22:06 Uhr

Handball

Hrvoje Horvat jr. neuer Trainer der HSG Wetzlar

Es ist bestätigt: Der neue Trainer der HSG Wetzlar heißt Hrvoje Horvat. Der 45-Jährige übernimmt den Handball-Bundesligisten als Nachfolger von Benjamin Matschke sofort.
12. Dezember 2022, 22:06 Uhr
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Von Ralf Waldschmidt
Vorstellung von Hrvoje Horvat als neuen Cheftrainer der HSG Wetzlar (v. l.) Geschäftsführer Björn Seipp, Neu-Trainer Hrvoje Horvat Sportlicher Leiter Jasmin Camdzic. FOTO: VOGLER

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar haben auf der Trainerposition einen Nachfolger für Benjamin Matschke gefunden. Der Kroate Hrvoje Horvat wird - wie bereits in unserer Samstagausgabe berichtet - bis zum Saisonende das Amt des Cheftrainers übernehmen und soll den Mittelhessen maßgeblich dabei helfen, die derzeit sportlich angespannte Situation zu meistern. Die HSG Wetzlar steht aktuell auf Platz 15 der Tabelle und muss erstmals seit über einem Jahrzhent wieder ernsthaft um den Ligaerhalt bangen.

Horvat ist aktuell Cheftrainer der kroatischen Handball-Nationalmannschaft, mit der der 45-Jährige im Januar an der Weltmeisterschaft in Polen und Schweden teilnehmen wird. Unterstützt wird er dabei von Handball-Ikone Ivano Balic. Der ehemalige Wetzlarer Spielmacher fungiert dabei als Co-Trainer. Vom kroatischen Verband hat Horvat die Freigabe erhalten, ab sofort im Hauptjob für die HSG Wetzlar tätig zu werden.

Beim Heimspiel der HSG Wetzlar gegen die Rhein-Neckar Löwen wird Horvat erstmals auf der Bank der Grün-Weißen sitzen und gemeinsam mit Assistenztrainer Filip Mirkulovski die Mannschaft betreuen. Interimscoach Jasmin Camdzic kann sich dann wieder vollumfänglich um seine eigentlichen Aufgaben als Sportlicher Leiter kümmern.

Einen Namen hat sich Hrovje Horvat in der Handballszene durch seine Trainertätigkeit beim kroatischen Erstligisten RK Nexe Nasice gemacht, wo der zweifache Familienvater von November 2016 an tätig war und die mit jungen Talenten gespickte Mannschaft in den darauffolgenden Jahren zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für den Abonnement-Titelträger RK Zagreb formte. Die erfolgreiche Tätigkeit endete nach der Handball-WM 2021 mit Berufung des studierten Sportwissenschaftlers zum Nationaltrainer.

Für Horvat ist Deutschland kein Neuland. Er ist der Sohn der gleichnamigen kroatischen Spieler- und Trainerlegende Hrvoje »Cveba« Horvat (u.a. Olympiasieger 1972 mit Jugoslawien), der hierzulande ab 1991 für über 20 Jahre als Trainer tätig war, unter anderem in Eitra, Gummersbach und Melsungen. Dementsprechend ist auch der neue Wetzlarer Coach der deutschen Sprache sehr gut mächtig.

»Wir sind sehr froh darüber, dass wir Hrvoje als neuen Cheftrainer für die HSG Wetzlar gewinnen konnten, denn er steht für akribische, konsequente und erfolgsorientierte Arbeit. Hrvoje hat uns in den Kennenlerngesprächen mit seiner sportlichen Ist-Analyse und den notwendigen Ansätzen überzeugt. In den langen Gesprächen war spürbar, dass er für die Aufgabe brennt und es auf beiden Seiten eine sehr ähnliche Auffassung in Sachen Spiel- und Arbeitsweise gibt«, so der Sportliche Leiter Jasmin Camdzic. »Alle Beteiligten waren sich einig, jetzt sofort mit der gemeinsamen Arbeit zu beginnen, auch damit Hrvoje mehr Zeit bekommt, um die Mannschaft vor der WM-Pause besser kennenzulernen und umgekehrt.«

»Ich bin glücklich und den Verantwortlichen der HSG Wetzlar sehr dankbar, dass sie mir die Möglichkeit geben, einen Club mit einer sehr langen Tradition und einem tollen Umfeld zu trainieren«, so Hrvoje Horvat. »Gleichzeitig danke ich dem kroatischen Handballverband für die Möglichkeit, neben dem Nationaltraineramt auch eine Vereinsmannschaft trainieren zu dürfen. So, wie es mein Traum war, eines Tages einmal die kroatische Mannschaft zu führen, war es auch ein großes Ziel von mir, Cheftrainer in der Bundesliga sein zu dürfen. Als Spieler habe ich bereits die Erfahrung gemacht, in der stärksten Liga der Welt zu spielen, und ich weiß, wie schwierig der Wettbewerb und wie verantwortungsvoll meine Aufgabe ist. Ich bin voller Lust und Überzeugung, dass wir die sportlich schwierige Situation gemeinsam meistern und noch viel erreichen können. Ich versichere allen Grün-Weißen, dass ich all meine Energie, mein Wissen und meine Erfahrung in den Dienst des Clubs für Erfolg und Fortschritt stellen werde.«



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