18. Juni 2021, 12:00 Uhr

Basketball

Licher »Mission« Aufstieg in 1. Regionalliga

Die Licher Basketballer haben ihr großes Ziel nie aus den Augen verloren - trotz Corona. Am Wochenende kann die Mannschaft den ersten Schritt für den Aufstieg in die 1. Regionalliga machen.
18. Juni 2021, 12:00 Uhr
Vorfreude bei Lichs Aufbauspieler Nils Pompalla auf die Aufstiegsspiele. FOTO: VOGLER

Die Jungs brennen!« Christian Knaus gibt einen Einblick in die Gefühlswelt der Licher Basketballer im Vorfeld des Final Four. Der Sportdirektor ist davon überzeugt, dass das Team von Trainer Viktor Klassen die anstehenden Spiele um den Aufstieg in die 1. Regionalliga meistert.

Am Samstag erwartet der hiesige ambitionierte Zweitregionalligist um 16 Uhr Makkabi Frankfurt in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle (Zuschauer sind nicht erlaubt), einen Tag später müssen die Licher bei den Frankfurtern antreten (Sprungball 18 Uhr). Parallel spielen der VfL Bensheim und die DJK Nieder-Olm den Finalisten untereinander aus. Ende Juni wird es dann richtig spannend, wenn die Sieger der beiden Partien am 26. und 27. Juni in Hin- und Rückspiel den Aufsteiger unter sich ausspielen.

Dass es letztlich noch zu einem »Finale« in der 2. Basketball-Regionalliga kam, obwohl die Liga aufgrund von Corona monatelang pausieren musste, lag an der Entscheidung aller Klubs. »Wir gucken, was wann möglich ist und geben nicht zu früh auf«, erklärt Lichs Vorstandsvorsitzende Annette Gümbel, wie sich die Vereine untereinander verständigt haben. »Für das Final Four konnte man sich selbst melden«, sagt Gümbel weiter und betont, dass die Bedingung war, dass man dann aber auch den Aufstieg wahrnehmen müsse. Das war für Lich Basketball von Beginn an das Saisonziel.

»Es war eine sehr lange Pause«, berichtet Lichs Cheftrainer Viktor Klassen. Es sei nicht leicht gewesen, die »Jungs« bei der Stange zu halten. Aber sie haben sich während des Lockdowns fitgehalten. »Vor allem das Hochhalten der Motivation war eine große Herausforderung und nicht einfach«, so Klassen weiter. Gegen den Frust und für den Zusammenhalt wurde viel online trainiert und der Fitnessbereich intensiviert. Auch der US-Amerikaner Scottie Stone sei in der Zeit in Deutschland geblieben und habe sich fit gehalten.

Seit rund vier Wochen trainieren die Licher Basketballer mit komplettem Kontakt - das heißt Fünf gegen Fünf. »Wir sind auf einem guten Weg, zwar nicht bei hundert Prozent, wie es vor sieben Monaten war, aber wir sind sehr gut aufgestellt«, konstatiert Klassen, der sich gute Chancen auf den Aufstieg ausrechnet. Er gibt zu verstehen, dass er nicht weiß, in welchem Leistungszustand sich der Gegner aus Frankfurt präsentieren wird. Das sei auch nicht wichtig. »Wir sind nur auf uns fokussiert und wollen unsere Leistung abrufen - vor allem zu Hause.« Bei dem Format Hin- und Rückspiel zählt in der Addition beider Spiele jeder Punkt.

Klassen muss bei der »Mission« Erstregionalliga-Aufstieg krankheitsbedingt auf seinen Co-Trainer Oleg Rachmakow verzichten. Spordirektor Knaus, der auch in früheren Zeiten die Licher coachte, wird Rachmakows Part übernehmen. Verletzte sind keine zu beklagen. »Alle sind fit«, sagt Knaus. Ihm ist in Zusammenarbeit mit dem Klub noch ein genialer Schachzug gelungen - die Rückholaktion von Felix Schweizer. Der 1,94m große Flügelspieler spielte die letzten beiden Jahre bei den Gießen 46ers Rackelos in der Pro B. Dass er sogar nun mit seinem alten Team aktuell ins Geschehen eingreifen kann, lag an der veränderten Meldefrist des Deutschen Basketball Bundes. Bis zum 31. Mai diesen Jahres durften noch zwei Spieler nachgemeldet werden, um am Final Four teilnehmen zu können. »Wir haben so den Felix zurückbekommen, der auch in der nächsten Saison für uns spielt. Und mit ihm haben wir einen Spieler bekommen, der glücklicherweise die ganze Saison bei den Rackelos über trainieren konnte«, erklärt Knaus den Vorgang. Schweizer hebt natürlich die Qualität des Licher Kaders an.

Spordirektor Knaus betont nochmals die Besonderheit Hin- und Rückspiel innerhalb von zwei Tagen, was für alle Basketballer eine ungewohnte Situation sei. Diesbezüglich, auch mit Hinblick der langen Pause, müsse man mit den Kräften gut haushalten. »Es ist ein schmaler Grat zwischen Vollgas geben und dennoch sein Energielevel zu managen. Das wird eine große Herausforderungen sein«, so Knaus.

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