20. April 2021, 22:45 Uhr

Tennis

Mit Steven Moneke: Das ist Busecks neue Tennis-Akademie

Zwei junge Gießener wagen den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit und gründen mit der »Tennisbase Mittelhessen« in Alten-Buseck eine künftige Anlaufstelle für alle Tennisliebhaber.
20. April 2021, 22:45 Uhr
Bieten mit ihrer Tennisbase Mittelhessen auch Athletiktraining (unten) an: Timo Dittmann (l.) und Steven Moneke. FOTO: SNO

Eine Akademie aufzubauen«, sagt Ex-Profi Steven Moneke, »war immer ein Traum von uns.« Gemeinsam mit dem 26-jährigen studierten Sportwissenschaftler Timo Dittmann bietet der 34-jährige Moneke ab Ende April gebündeltes Tennistraining samt Fitness- und Athletikeinheiten im Gießener Land an.

Es herrscht Aufbruchstimmung am Flößerweg in Alten-Buseck: Die beiden jungen Tennistrainer sitzen im runderneurten und modernisierten TopSportPark, der während der Corona-Auszeit um 180 Grad gedreht und neu ausgestattet wurde - der Sportpark ist in neuem Glanz kaum wiederzuerkennen. Genau das soll der »Tennisbase Mittelhessen« zugutekommen.

Beiden schwebt eine Art Campus vor. »Wir haben hier die perfekte Infrastruktur, um so etwas aufzubauen«, sagt Dittmann und spielt dabei neben den drei Sand- und zwei Hallenplätzen auf das Fitness-, Athletik- und Wellness-Areal an.

Alle Altersgruppen können das Trainerangebot nutzen, vom ambitionierten Kind über den Anfänger bis hin zum langjährigen Tennisspieler, der sich entwickeln möchte.

»Es ist jetzt so, wie ich es mir früher als Kind gewünscht hätte«, sagt Dittmann, heute LK3-Spieler. »Eine Tennisbase, in der ganz viele Jugendliche trainieren und ihre Freizeit verbringen können: Viele Angebote, zwei Trainer, die immer da sind.«

»So«, sagt Moneke, ehemalige Nummer 309 der Weltrangliste, »habe ich es früher gelernt: Nach dem Tennis machst du noch Fitness- und Athletikübungen.«

Für 45 Euro Mitgliedschaftsgebühr im Monat kann das gesamte Areal durchgehend genutzt, die Tennisplätze außerhalb der fixen Abo-Zeiten bespielt werden.

Dittmann und Moneke ergänzen sich als Duo: Während der in Trohe lebende Ex-Profi als A-Trainer die große Tenniswelt kennengelernt hat, gibt der in Gießen wohnende Dittmann als B-Trainer seit etlichen Jahren Kinder- und Jugendtraining, auch beim TC Wettenberg, hat Erfahrung in der Vereinsarbeit.

»Er findet einen guten Zugang zu Menschen und kann sie auf dem Platz abholen«, lobt Moneke. Beide machen den Stützpunkt zu ihrem Hauptberuf.

»Wir sind positive Typen, die die Chance und die Herausforderung sehen. Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, was wäre, wenn der vierte oder fünfte Lockdown kommt«, meint Timo Dittmann. Sein Partner meint: »Wir werfen alles in die Waagschale.«

Derzeit ist Tennistraining in Hessen für zwei gleichzeitig auf dem Platz stehende Schüler/innen erlaubt.

Das Trainingsangebot gliedert sich in vier verschiedene Bereiche: Die Ballschule für Drei- bis Sechsjährige, das Kinder- und Jugendtraining, das Erwachsenentraining auf breiter Ebene und das Fördern von potenziellen Profis.

Mit gutem Training Dienstleister für die Vereine werden

Der Fitness -und Athletikbereich soll dabei eine große Rolle spielen: »Es ist verblüffend«, meint Moneke, »wie stark du es auf dem Platz spürst, wenn du etwas im Athletikbereich gemacht hast. Es beginnt immer bei der Verletzungsprophylaxe und setzt sich im Muskelaufbau, der Explosivkraft, Schnelligkeit und dem Rumpfbereich fort. Du kannst viel mehr Energie auf dem Tennisplatz haben.«

Moneke empfehle »jedem Kind, mit zwölf, 13 Jahren eine andere Sportart neben Tennis zu machen: Damit du koordinativ und konditionell breit aufgestellt bist.«

Die Kinder und Jugendlichen sollen sich in der Vorstellung beider durch die Tennisbase miteinander vernetzen und zum privaten Spielen verabreden.

»Wir verstehen uns als Dienstleister der Tennisvereine und sind nicht gebunden an einen Verein«, erklärt Dittmann. »Wir wollen einfach gutes, qualitativ hochwertiges Training ergänzend zum Verein anbieten.«

Gleichzeitig kann jeder nach wie vor unabhängige Einzelstunden buchen - ob Anfänger oder Fortgeschrittener. »Es ist schön und spannend, ambitionierte Tennisspieler zu entwickeln«, weiß Moneke. »Aber das ist ja ein ganz kleiner Prozentsatz. Wir wollen für alle da sein und einfach Spaß bereiten.«

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