Lokalsport

Nur Lich Basketball II holt sich den Sieg

Drei Siege für die BCs, ein Erfolg für die Teams aus dem Landkreis Gießen. Die Bilanz am vierten Spieltag der Basketball-Oberliga ist aus heimischer Sicht durchwachsen. Der einzige Sieg geht auf die Kappe von Lich Basketball II, die mit einer ausgeglichenen Bilanz auch in der Tabelle die beste Platzierung innehaben.
01. November 2021, 19:56 Uhr
JSG
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Christoph Horstmann vom TSV Krofdorf-Gleiberg setzt sich bei der Oberliga-Heimniederlage unter dem Korb gegen Amir Elbehi (BC Neu-Isenburg) durch. FOTO: FRIEDRICH

Drei Siege für die BCs, ein Erfolg für die Teams aus dem Landkreis Gießen. Die Bilanz am vierten Spieltag der Basketball-Oberliga ist aus heimischer Sicht durchwachsen. Der einzige Sieg geht auf die Kappe von Lich Basketball II, die mit einer ausgeglichenen Bilanz auch in der Tabelle die beste Platzierung innehaben.

TSV Krofdorf-Gleiberg - BC Neu-Isenburg 68:94 (34:40): Sebastian Popovic musste sein Debüt als Krofdorf-Coach mit nur sieben Spielern geben. Verletzte und Quarantäne-Fälle machten die Rückkehr in den Spielbetrieb für die Wettenberger schwierig. Dennoch schlugen sie sich über weite Strecken gegen Neu-Isenburg wacker. Die Gastgeber legten gut los, doch Neu-Isenburg sicherte sich knapp das erste Viertel mit 19:17. In der Folge versenkte der TSV drei Dreier und übernahm noch mal die Führung. Die letzten zwei Minuten vor der Pause gehörten aber dem BC. Neun Punkte in Serie bedeuteten das 34:40 zum Seitenwechsel. Doch der Lauf sollte im dritten Viertel erst mit dem 35:53 enden. Die Gäste wurden in dieser Phase ihrer Favoritenrolle gerecht und gingen mit 67:41 in den Schlussabschnitt. Dort trafen die Krofdorfer zwar wieder gut, das Spiel war aber entschieden. Trotz des 68:94 zeigte sich Popovic hoffnungsvoll: »Bis auf die Schwächephase um die Halbzeit haben wir gut gespielt. Mit den schlechten Bedingungen macht mich das Spiel hoffnungsvoll.« Beste Werfer Krofdorf-Gleiberg: Oppenländer (16/4), Rink (14/2), Müsse (12).

Gießen Pointers II - BC Gelnhausen 76:85 (39:49): Mit 15 Minuten Verspätung begann das Spiel, da ein Schiedsrichter im Stau stand. Den Mannschaften machte dies jedoch nicht allzu viel aus, beide kamen gut aus den Startblöcken und scorten mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Nach dem 21:17 im ersten Viertel erspielten sie aus agiler Verteidigung eine 35:24-Führung. In den letzten fünf Minuten leisteten sie sich dann einige Ballverluste und der Tabellenführer drehte das Spiel zum 49:39-Halbzeitstand. Nach der Pause streute Gießen mal eine Zonenpresse ein, doch aus eigenen offensiven Fehlern kassierten sie einige Punkte. So ging es mit 60:70 in den Schlussabschnitt, in dem es noch mal spannend wurde. Vier Punkte Rückstand waren es, doch die abgezockten Gäste machten per Dreipunktspiel den entscheidenden Schritt zum 85:76-Auswärtssieg. »Man merkte unsere Unerfahrenheit in den wichtigen Phasen. Dass Corey Lewis angeschlagen ausgefallen ist, half uns natürlich nicht«, bilanziert Coach Sherman Lockhart, der hofft, dass die jungen Spieler aus solchen Spielen lernen. Beste Werfer Gießen: Volkert (31/4), Seibert (13), Mihoubi (9/1).

Lich Basketball II - BC Marburg 59:52 (31:24): In einer Nervenpartie sicherte sich die Licher Zweite den zweiten Saisonsieg. Die Wetterstädter wurden im ersten Viertel von ihren neuen, aber altbekannten Spielern Felix Rotaru und Gregor Gümbel getragen. Zehn Punkte steuerten sie zum 14:13 bei. Defensiv agierten die Gastgeber gut, vergaben aber offensiv auch im zweiten Abschnitt zu viele Korbleger. Dennoch setzten sie sich weiter ab und gingen mit 31:24 in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel gaben sie den Ton an und erspielten sich eine deutliche 46:28-Führung kurz vor Ende des dritten Viertels. Doch dann stellte Marburg auf Zonenverteidigung um. »Sie haben uns mit der Zone eiskalt erwischt, dafür waren wir nicht bereit«, gab Trainer Felix Schweizer zu. Marburg gelang ein 20:3-Lauf, den Paul Hungenberg nach sieben punktlosen Minuten im Schlussviertel stoppte. Die letzten Minuten brachte die Zweite den 59:52-Sieg dann jedoch souverän nach Hause. »Am Ende stehen bei uns mehr Punkte als beim Gegner, das ist alles, was zählt. Auch wenn es zwischenzeitlich nicht schön war«, so Schweizers versöhnliches Fazit. Beste Werfer Lich: P. Hungenberg (16/2), Rotaru (10), Ohly (9).

BC Wiesbaden - MTV 1846 Gießen 77:66 (34:35): Der MTV Gießen bleibt ohne einen sportlich errungenen Saisonsieg. Trotz gewonnener erster Halbzeit unterlagen die Männerturner in Wiesbaden. Nachdem zu Saisonbeginn die erste Halbzeit die Achillesverse des Teams von Filip Piljanovic war, überstanden sie diese in der Landeshauptstadt diesmal gut. Dabei konnten sie nach der Herbstpause wieder auf Onur Mehmed zurückgreifen, und Spieler wie Till Scheld, Dominick Turudic oder Nicolas Schäfer standen im Kader. So ging es auch mit der knappen Führung von 35:34 in die Pause. Doch nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel. Die Gastgeber zeigten keine gute Leistung, aber waren das weniger fehlerbehaftete Team. Die Gießener kamen zwar an die Freiwurflinie, trafen aber nur viermal aus der Distanz. Am Ende stand die bittere 66:77-Niederlage. »Wir haben uns selbst sowohl in der Offensive als auch der Defensive ein Bein gestellt. Jetzt müssen wir weiter daran arbeiten, dass so was nicht wieder vorkommt«, gab Team-Sprecher Orkun Mehmed zu Protokoll. Beste Werfer Gießen: Orkun Mehmed (16/1), Onur Mehmed (13/2), Turudic (9).

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