30. September 2021, 21:16 Uhr

Rackelos vor Derby

30. September 2021, 21:16 Uhr
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Von Sebastian Kilsbach
Derby-Zeit in der Pro B: Die Gießen 46ers Rackelos um Johannes Lischka (mit Ball) erwarten am Samstag um 19.30 Uhr in der Osthalle die Frankfurt Skyliners II. FOTO: FRIEDRICH

Nach der Auftaktniederlage gegen Coburg wollen die Gießen 46ers Rackelos am Samstag (19.30 Uhr) zu Hause den ersten Sieg in der Pro B einfahren. Zu Gast ist der hessische Rivale aus Frankfurt.

Es ist das Duell zweier junger Farmteams, bei dem die Zukunft des deutschen Basketballs auf dem Parkett bewundert werden kann. Ohne den verletzten Kienan Walter, hinter dessen Einsatz auch am Wochenende ein Fragezeichen steht, fehlten in einer hochdramatischen Schlussphase gegen Coburg am Ende die letzten Prozente. Dennoch knüpften die Rackelos nahtlos an ihren aggressiven Spielstil der vergangenen Jahre an.

Der Fokus von Trainer Patrick Unger »liegt auf dem Zusammenspiel. Wir müssen unsere Ballverluste minimieren«, von denen es gerade zu Beginn des Spiels gegen Coburg zu viele gab. Ein wenig anfängliche Nervosität war dem jungen Team dabei anzumerken. Schnell fuchsten sich Tim Uhlemann und Co. dann aber in die Partie und boten den knapp 100 Zuschauern eine gute Leistung, die nur nicht in zwei Punkte umgemünzt werden konnte.

Gegen Frankfurt zu spielen, gleicht einer Wundertüte. 22 Spieler stehen im Kader von Coach Sepehr Tarrah, allesamt ausgestattet mit Doppellizenzen für die anderen Frankfurter Teams. Den Altersschnitt nach oben versetzt allein Marco Völler. Der 32-Jährige gehörte vor einigen Jahren zum Team der Mittelhessen, bevor es den gebürtigen Offenbacher nach Frankfurt verschlug. Mit Niklas Bilski können sich die Fans auf ein weiteres Wiedersehen freuen. Der Guard ging zu ProA-Zeiten für die 46ers auf Korbjagd.

Topscorer der Juniors in der noch jungen Saison waren bislang Philipp Hadenfeldt, Felix Hecker und Innenspieler Konstantin Schubert. Gegen Oberhaching konnten die Skyliners II bereits einen Sieg einfahren. Im Gegensatz zu Gießen hat Frankfurt schon zwei Partien absolviert. Gegen den großen Favoriten um die Meisterschaft aus Koblenz unterlagen die Mainstädter aber deutlich.

Mit Spannung wird zu sehen sein, wie sich die Zuschauerzahl der Gießener Teams in den nächsten Wochen einpendelt. Im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten war nicht mal die Hälfte an Zuschauern in der Osthalle, ganz ähnlich wie bei den großen Gießen 46ers. Dieser Trend ist allerdings im gesamten Profisport zu beobachten.

Mehr Aufmerksamkeit bekam dafür der Stream, den der Verein auch in diesem Jahr kostenlos auf YouTube anbietet. 200 bis 300 Zuschauer zogen die Liveübertragung aus der Halle ins Wohnzimmer vor. Auch am Wochenende wird es einen Stream geben.



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