06. Oktober 2021, 23:06 Uhr

TV Hüttenberg

Sensation bleibt aus

Top-Erstligist Göppingen ist in der zweiten Runde des DHB-Pokals eine nicht zu überwindende Hürde für Hüttenberg. Der Zweitligist muss sich mit 26:40 geschlagen geben.
06. Oktober 2021, 23:06 Uhr
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Von Markus Röhrsheim
Simon Böhne im Hüttenberger Tor sah sich beim Pokal-26:40 immer wieder der Göppinger Übermacht um Kevin Gulliksen gegenüber. JENNIVER_FOTOGRAFIE

Am Ende kam es so, wie man es - trotz aller Euphorie und bei nüchterner Betrachtung - erwarten musste. Top-Erstligist Frisch Auf Göppingen war in der 2. Pokalrunde eine nicht zu überwindende Hürde für den TV 05/07 Hüttenberg, der sich mit 26:40 (11:20) geschlagen geben musste.

TVH-Coach Johannes Wohlrab hatte im Vorfeld schon davon gesprochen, dass man gegen den haushohen Favoriten alles versuchen würde. Und so ging er auch bis zur 22. Minute konsequent mit dem siebten Feldspieler ins Wagnis. Der Underdog hielt anfangs gut mit und verzeichnete durch einen Doppelschlag von Youngster Tristan Kirschner in der sechsten Minute sogar eine 3:2-Führung. Bis zum 6:7 von Hendrik Schreiber (12.) blieben die Blau-Weiß-Roten dran. Danach setzten sich die Gäste aber durch ihre individuelle Klasse nach und nach ab. Speziell Nationalspieler Sebastian Heymann, in Abschnitt eins bereits sechsmal erfolgreich, war nicht zu halten und zeigte eindrucksvoll seine Körperlichkeit und seine Wurfgewalt, so zum Beispiel zum 9:6.

In dieser Phase Mitte der ersten Hälfte kam der TVH zwar weiterhin zu guten Torchancen, ließ aber zu viele aus. Diese Einladungen nahm Göppingen mit aller Seriosität an und erhöhte nach dem 11:18 von Philipp Schwarz durch National-Linksaußen Marcel Schiller zur klaren 20:11-Pausenführung.

FA-Trainer Hartmut Mayerhoffer ließ zwar nach Wiederanpfiff seine Flügelzange Schiller und Gulliksen auf der Bank. Doch der klare Favorit ließ keine Zweifel aufkommen und erhöhte in der 42. Minute durch einen Doppelschlag von Heymann auf 27:16. »Wir haben anfangs versucht, ob sich eine Chance ergibt. Aber nach einer Viertelstunde war uns bewusst, dass es nichts wird«, hatte Wohlrab erkannt.

So entwickelte sich weiterhin eine torreiche Partie, in der die Gäste die sich mehrenden Fehler der Hausherren zu Tempogegenstößen nutzten. Hier tat sich besonders Till Hermann hervor, der alle seine sieben Treffer in der zweiten Hälfte erzielte. Doch auch die Hausherren hatten durchaus gute Szenen. Wie beim 16:25, welches Dominik Mappes in Bedrängnis mit links erzielte, oder dem 18:30, als sich Johannes Klein schön durchsetzte,

In den letzten zehn Minuten konnten die doch etwas enttäuschenden nur 462 Zuschauer vielleicht die TVH-Mannschaft der Zukunft sehen, als nur Akteure, die ab 2000 geboren wurden, auf der Platte standen. »Die Erfahrungen von heute sind für die Jungs Gold wert. Sie haben das phasenweise auch gut gemacht. Aber auch gemerkt, was es heißt, den Weg dorthin zu gehen. Und was noch für Arbeit auf uns zukommt. Ich glaube, sie konnten etwas mitnehmen von diesem Spiel«, erklärte Wohlrab. »Wir konnten die Belastung gut verteilen, denn wir spielen ja am Samstag schon wieder in Coburg, die keine englische Woche hatten.«

Hüttenberg: Plaue, Böhne; Schwarz (3), Kirschner (4), Opitz (3), Theiß (2), Fujita, Weber (7/1), Rompf, Zörb, Reichl, Mappes (2), Hahn, Klein (3), Jockel, Schreiber (2).

Göppingen: Rebmann, Kastelic (1); Neudeck, Smarason (2), Kneule (2), Lindenchrone Andersen (3), Hejny (1), Heymann (8), Bagersted, Schiller (6/2), Goller (5/1), Gulliksen (3), Hermann (7), Zelenovic, Kozina (2).

Stenogramm / SR: Hannes/Hannes (Reichshof). - Siebenmeter: 2/1:3/3 - Zeitstrafen: 6:12 Minuten. - Zus.: 462.



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