02. November 2021, 21:33 Uhr

Starke Leistung reicht USC nicht

02. November 2021, 21:33 Uhr
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Von Richard Albrecht
Momentaufnahme vom Mittelhessen-Derby der Oberliga: Der Gießener Johannes Lottner (r.) geht zum Block gegen den Waldgirmeser Angreifer Johannes Siebelt. FOTO: NAL

Die Volleyballerinnen des USC Gießen empfingen zu ihrem ersten Oberliga-Heimspiel die ebenfalls noch punktlose Vertretung aus Naurod und verbuchten mit einem Fünfsatzsieg die ersten beiden Zähler der Saison. Die USC-Männer empfingen den Tabellenführer aus Waldgirmes zum Mittelhessen-Duell und mussten sich nach vier Sätzen geschlagen geben.

Männer / USC Gießen - TV Waldgirmes II 1:3 (25:21; 20:25; 19:25; 19:25): Der Tabellenführer, die Reserve des Drittligisten aus Lahnau, hatte den zweitligaerfahrenen Peter Schlecht mitgebracht und damit gleich signalisiert, dass er diese Partie unbedingt gewinnen wollte. Doch zunächst setzten die Gastgeber die Akzente. Die Annahme war stabil, Zuspieler Johannes Lottner setzte seine Angreifer gut in Szene, und Laurenz Heikaus und Marcel Drößler über Außen sowie Philipp Kunze über die Diagonalposition schlossen die Angriffe zumeist erfolgreich ab, während der Gießener Druck bei den Gästen Wirkung zeigte und diese im Abschluss schwächelten. Über 15:12 und 22:18 setzte sich der USC ab und gewann den ersten Satz. Im zweiten Satz fruchteten bei den Gästen die taktischen Änderungen. Schlecht sorgte für mehr Ordnung im Spiel, und der 2,04 m große Julius Braun, von Diagonal auf die Mitte beordert, bereitete den Gießener Angreifern zunehmend Probleme. Beide Teams waren über weite Strecken ebenbürtig, aber die Gäste entschieden nun die meist längeren Ballwechsel für sich und erkämpften den Satzausgleich. Daran hatte der USC zu knabbern, der Spielaufbau wurde ungenauer und Aufschlagfehler verschafften den Gästen leichte Punkte und eine 2:1-Satzführung. Auch im vierten Satz konnte der USC-Block seiner Feldabwehr zu wenig Hilfe leisten, die Gäste setzten sich auf 14:8 ab. Doch der USC kämpfte sich zurück - 17:17. Aber wieder hatten die Gäste den längeren Atem und holten in ihrer vierten Partie den vierten Sieg.

Dass der USC für den ersten Satzverlust des Spitzenreiters sorgte, war nur ein schwacher Trost, dennoch war Coach Stefan Eder mit dem Auftritt seiner Truppe nicht unzufrieden: »Gegen einen starken Gegner haben wir ein starkes Spiel gezeigt und hatten sogar einen Punktgewinn in Reichweite. Es fehlen eben noch Erfahrung und Kaltschnäutzigkeit, aber auf dem Gezeigten können wir aufbauen.« Der USC hat damit auch sein zweites Spiel gegen ein Top-3-Teams verloren, und entsprechend schwer wird es werden, der Abstiegsrunde zu entgehen, wozu man mindestens Dritter werden muss. - USC: Aden, Budzinsky, Drößler, Erber, Geier, Heikaus, Kunze, Lottner, Schulz, Schwab, Strömer, Worster.

USC-Frauen mit Moral zum Erfolg

Frauen / USC Gießen - TG Naurod 3:2 (21:25; 25:10; 25:18; 18:25; 15:6): Die USC-Annahme war stabil, und auch in der Feldabwehr gab es gute Aktionen, doch Schwächen im Angriff verhinderten einen erfolgreichen Start in die Partie. Naurod macht mit guter Blockarbeit den Gastgeberinnen das Leben schwer und verteidigte seinen Vorsprung zum Satzgewinn. Im zweiten Satz gewannen die Gießener Angreiferinnen an Durchschlagskraft, der Spielaufbau wurde variabler und der Gästeblock ein ums andere mal erfolgreich passiert. Der Schwung aus dem glatten Satzgewinn setzte sich auch in Durchgang drei fort. Die Angreiferinnen fanden die Lücken bei den Gästen, die Feldabwehr grub die gegnerischen Angriffe aus - der USC ging mit 2:1 nach Sätzen in Führung. Dieses engagierte Spiel hatte allerdings Kraft gekostet, die Konzentration ließ nach und die Eigenfehlerquote stieg in allen Mannschaftsteilen. Die Gäste nutzten dies zum Satzausgleich. Doch die Gießenerinnen wollten dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Entschlossen knüpften sie an die Sätze zwei und drei an und ließen schnell keinen Zweifel aufkommen, wer nach dem Tiebreak das Feld als Sieger verlassen würde. »Wir haben unser Können unter Beweis gestellt«, freut sich Kapitänin Maria Klapczynski nach dem ersten Saisonsieg. »Jetzt gilt es, dieses mit mehr Konstanz auf das Feld zu bringen, damit es beim nächsten Mal die volle Punktzahl wird.« Auf dieses Vorhaben wartet in 14 Tagen mit dem Tabellenzweiten Kriftel allerdings ein echter Prüfstein. - USC: Klein, Kämmerling, Smareglia, Koopmann, Starck, Wienand, M. Schmidt, C. Schmidt, Zielinski.



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