04. Oktober 2021, 17:41 Uhr

TSV bereit für das Derby

04. Oktober 2021, 17:41 Uhr
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Von Richard Albrecht
Der TV Großen-Linden um Matas Vilkas behauptet sich locker mit 9:1 gegen Lieblos. FOTO: NAL

In der Tischtennis-Hessenliga geben die hiesigen Teams weiterhin den Ton an. Der Gießener SV II war an diesem Wochenende zweimal in fremder Halle siegreich und hat damit ebenso vier Siege auf dem Konto wie der TV Großen-Linden, der sein Heimspiel ebenfalls deutlich gewann. Beide Teams führen als einzig verlustpunktfreie Mannschaften die Tabelle an, auf Platz drei folgt der TSV Allendorf/Lumda, der an diesem Wochenende spielfrei war.

TTC Lieblos - Gießener SV II 2:9: Ohne Dennis Tschunichin und Christian Löffler, dafür erstmals in dieser Saison mit Igor Maruk gab sich die Regionalligareserve in Lieblos keine Blöße. Maruk gab mit Cyrill Menner dem Liebloser Doppel eins in vier Sätzen das Nachsehen. Da sich die Nummer zwei der Gastgeber gleich zu Beginn der Partie verletzte, kamen Michael Fuchs/Timo Geier kampflos zu ihrem Punkt und Jürgen Boldt/Luis Frettlöh siegten in drei hart umkämpften Sätzen. Nach verlorenem Auftaktsatz hatte Michael Fuchs sein erstes Einzel im Griff, dann kam der zweite kampflose Zähler dazu. Frettlöh behauptete sich in vier Sätzen, Menner ließ bei seinem Dreisatzsieg seinem Kontrahenten keine Chance, ehe Boldt seinen Schulterproblemen Tribut zollen musste und in drei Sätzen unterlag. Geier holte den achten Zähler und Maruk steuerte zwei Sätze lang auf den Siegpunkt zu, doch dann hatte sich sein Gegner auf das Defensivspiel des Gießener Routiniers eingestellt und drehte die Partie noch zum zweiten Ehrenpunkt der Gastgeber. Fuchs hatte da seine Sachen bereits gepackt, der Siegpunkt aus seinem zweiten Einzel wanderte kampflos auf die Anzeigetafel. »Das war wieder eine starke Mannschaftsleistung. Wir hatten es schwerer erwartet, aber die Jungs hängen sich im Training rein und liefern bei den Spieltagen ab«, freute sich Boldt über den dritten Saisonsieg.

TV Großen-Linden - TTC Lieblos 9:1: »Wenn es läuft, dann läuft’s, aber wir sind momentan selber überrascht, dass es so gut läuft«, ist sich Uwe Schreiber noch nicht sicher, wie er die Tabellenführung nach vier Siegen in Folge einschätzen soll. Die Gäste halfen noch ein wenig nach und reisten nur zu fünft an, nachdem sich ihre Nummer zwei am Vortag gegen Gießen verletzt hatte.

Bei den Doppeln pokerten beide Teams und so bekamen es Carsten Jung/Philipp Horvath mit dem Doppel eins der Gäste zu tun, das in vier Sätzen den Ehrenpunkt gleich zu Beginn holte. Andrius Preidzius/Matas Vilkas gewannen in drei Sätzen, Doppel drei punktete kampflos.

Das erste Paarkreuz bot dann sehr interessante Matches, in denen sich Preidzius und Vilkas in vier Sätzen behaupteten. Jung machte es in zwei seiner drei Sätze »unnötig spannend«, wie Schreiber befand (12:10 in den Sätzen eins und drei nach klarer Führung), Horvath gewann ebenfalls in drei Sätzen und Simon Frodl-Dietschmann musste erneut nicht zum Schläger greifen. Schreiber, als Ersatz für Roland Fritsch an der Platte, ließ in seiner Partie ebenfalls nichts anbrennen.

Das Spitzeneinzel wurde zu einem sehr ansehnlichen Abschluss der weitgehend einseitigen Partie. Preidzius rang den Linkshänder Christian Träger in fünf Sätzen nieder. »Im ersten Paarkreuz ging es heiß her, unsere beiden Jungs sind jetzt richtig heiß auf ihre Matches im Derby nächste Woche in Allendorf«, richtete Schreiber den Blick bereits nach vorne.

SC Niestetal - Gießener SV II 3:9: Bei ihrem zweiten Spiel des Wochenendes bissen sich die Gießener zwar an der Niestetaler Nummer eins, einem Abwehrspezialisten mit Offensivqualitäten, die Zähne aus, doch mehr als die drei Matchpunkte, die Johan Klee in seinen Einzeln und im Doppel erkämpfte, ließen die Gäste nicht zu.

Igor Maruk/Cyrill Menner blieben im Doppel erneut glücklos, Dennis Tschunichin/Michael Fuchs behaupteten sich in fünf Sätzen und Luis Frettlöh/Timo Geier brachten mit ihrem Viersatzerfolg ihr Team in Führung. Tschunichin schien seine Partie nach dem vierten Satz im Griff zu haben (11:13, 9:11, 11:3, 11:5), unterlag dann aber im Entscheidungssatz 10:12.

Dann gewannen die Gäste die Oberhand. Maruk und Menner in drei Sätzen, Fuchs und Geier mussten jeweils einen Satz knapp abgeben und Frettlöh erhöhte nach vier Sätzen auf 7:2. Das Spitzeneinzel verlor Maruk in drei Sätzen, dann machten Tschunichin und Fuchs in jeweils vier Sätzen den vierten Saisonsieg perfekt. »Wir haben das Spiel gestreamt und über 1000 Zugriffe«, freute sich Boldt und hofft auf einen Popularitätsschub, denn »uns fehlt in unserer Sportart der Nachwuchs«. Umso mehr freut es ihn, dass der GSV zurzeit nicht nur in der Hessenliga, sondern auch in der Bezirksoberliga ganz vorne zu finden ist. »Die Jungs haben einen tollen Teamgeist und es ist schon fast sensationell, wie stabil sie in ihren Spielen bereits agieren«.



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