27. Oktober 2021, 07:15 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg

Zurück in die Erfolgsspur

Der TV 05/07 Hüttenberg will im Mittwoch-Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen den ThSV Eisenach zurück in die Erfolgsspur und das Freitag-34:40 beim VfL Gummersbach vergessen lassen.
27. Oktober 2021, 07:15 Uhr
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Von Markus Röhrsheim
Die Gegenstöße - wie hier von Tristan Kirschner (6) - müssen sitzen, wenn der TV 05/07 Hüttenberg heute Abend sein Zweitliga-Heimspiel gegen den ThSV Eisenach erfolgreich gestalten will. JENNIVER_FOTOGRAFIE

Bereits die zweite englische Woche steht in der sich noch im ersten Viertel befindenden Saison der 2. Handball-Bundesliga an. Dabei empfängt der TV 05/07 Hüttenberg heute Abend um 19.30 Uhr den ThSV Eisenach zum ewig jungen Derby und will die Freitags-Niederlage in Gummersbach vergessen machen.

Das Spiel in Gummersbach : »Vielleicht hatten wir doch etwas zu viel Respekt«, versucht THV-Trainer Johannes Wohlrab eine Erklärung zu finden, warum die ansonsten so starke Abwehr beim Spitzenspiel in Gummersbach nicht funktionierte. »Aber im Angriff hat meine Mannschaft ziemlich viel richtig gemacht«, verweist er zu Recht auf immerhin auch 34 erzielte Tore. Und Ian Weber räumt ein. »Wir haben gegen die bessere Mannschaft verloren.«

Kapitän Dominik Mappes gibt sich aber schon wieder kämpferisch. »Wir waren in der Defensive von der Tagesform her einfach zu schwach. Das wird uns aber nicht aus dem Konzept bringen. Wir werden weiter hart arbeiten. Am Mittwoch versuchen wir, die zwei Punkte gegen Eisenach zu holen.«

Die Blau-Weiß-Roten haben hoffentlich ihre Lehren aus der Niederlage gezogen. »Wir haben einen Tag mehr zum Regenerieren als Eisenach. Wir brauchen definitiv eine mannschaftliche Geschlossenheit und eine stabile Abwehr, die die Torhüter besser unterstützt, um dann unser Tempospiel aufziehen zu können«, lautet die Ansage von Wohlrab. Besonders achten muss seine Defensive dabei auf Eisenachs Mittelmann Fynn Hangstein, mit bisher 50/17 Toren der absolute Topschütze der Gäste.

Trainerwechsel in Eisenach : Die Wartburgstädter sind, trotz Auftaktsieg in Bietigheim, gar nicht gut in die Saison gestartet. Nach vier folgenden Niederlagen musste Trainer Markus Murfuni nach etwas mehr als einer Saison vor zwei Wochen seinen Hut nehmen. »Wir sehen unsere Saisonziele gefährdet. Wir haben einen jungen Kader aufgebaut, der in der Breite qualitativ besser ist, mit sehr viel Flexibilität. Wir glaubten uns einen Schritt weiter, beobachten keine Aufwärtsentwicklung, sehen uns zum Handeln veranlasst«, begründete Manager Rene Witte diesen Schritt.

Murfuni-Nachfolger, der Schweizer Misha Kaufmann, den man nach fünfeinhalb Jahren als Cheftrainer vom HSC Suhr Aarau loseisen konnte, feierte mit dem 27:26-Heimsieg am Wochenende gegen den HC Empor Rostock einen Einstand nach Maß. Ein erster Schritt, um bei aktuell 4:10 Punkten schnellstens den Tabellenkeller zu verlassen.

»Der kurzzeitige Eindruck von der Tabelle soll nicht verfälschen. Eisenach gehört definitiv in höhere Tabellenregionen«, warnt aber der TVH-Coach. »So ein Trainerwechsel kann zu einer kurzfristigen Euphorie führen, wo Spieler dann über sich hinauswachsen. Bei so etwas kann man sich nie so richtig vorbereiten, sodass wir gut daran tun, dass wir uns ganz auf unsere Stärken fokussieren.«

Vergangenheit : Der TVH absolvierte sein Vorbereitungs-Trainingslager im August in Eisenach. In dessen Rahmen setzte es eine empfindliche 23:34-Niederlage. Dass dieses Ergebnis der Belastung und dem Fehlen von Hendrik Schreiber und Niklas Theiß geschuldet war und nicht die wahren Kräfteverhältnisse wiedergab, wollen die Blau-Weiß-Roten heute beweisen. Co-Trainer und Stand-by-Spieler Stefan Kneer hat selbst seine ersten Schritte im Aktivenbereich in Eisenach gemacht und dort vier Jahre bis 2006 gespielt. Dass er dann 15 Jahre später bei der Anfahrt zum Trainingslager den installierten Blitzer noch nicht kannte, verwundert nicht.



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