04. Juni 2019, 22:36 Uhr

Abele und Hasselhorst ragen heraus

04. Juni 2019, 22:36 Uhr
Zweifache hessische Meisterin: Mia Hasselhorst.

Die hessischen Leichtathletik-Meisterschaften der U16 und U20 fanden in Gelnhausen statt. Marius Abele gewann die Titel über 1500 und 3000 Meter. Der Friedbergerin Mia Hasselhorst gelang dies im Hammerwurf und Kugelstoßen. Malin Stavenow von der TG Groß-Karben holte den Titel im Weitsprung. Jan Dillemuth (TV Assenheim) fährt den vierten hessischen Titel in diesem Jahr ein. Langstreckenläuferin Eva Sulzer (LSV Bad Nauheim) feierte den ersten hessischen Titel ihrer Laufbahn. Noel Freder (LG Altenstadt) und Johanna Ebert (TV Rendel) setzen ihre Erfolgsserie im Mittelstreckenlauf fort.

LG Friedberg-Fauerbach

In der U20 überzeugte Tim Dillemuth mit Bronze über 400 Meter. Seine Zeit im Ziel: 52,70 Sekunden. Auch über die halbe Distanz stellte er eine Bestzeit auf. Nach 24,31 Sekunden im Vorlauf ging es im B-Finale dann noch etwas schneller: 24,24 Sekunden - Rang drei. Alexander Decher hatte über 100 Meter Pech. Nach 11,38 Sekunde im Vor- und 11,41 Sekunden im Zwischenlauf scheiterte er nur knapp am B-Finale.

Bei den Mädels der U20 feierte Karolin Leiacker die Silbermedaille im Stabhochsprung. Mit 3,40 Meter schraubte sie ihre Saisonbestmarke nach oben, hatte am Ende aber mehr Fehlversuche als die Baunatalerin Charlotte Alsmann. Im Sprint über 100 Meter kam Annalena Krüger nach 12,61 Sekunden im Vorlauf eine Runde weiter. Hier war mit 12,91 Sekunden dann Endstation. Ähnlich lief es für Anne Schröder, die im Vorlauf 12,69 Sekunden hinlegte. Chiara Neeb kam auf 13,03 Sekunden, Elena Rieschel auf 13,49 Sekunden. Über die doppelte Distanz kamen alle LG-Athletinnen ins B-Finale. Dieses Rennen konnte Laura Schien dann in 26,22 Sekunden für sich entscheiden. Sayana Wilhelm folgte mit 26,71 Sekunden, Chiara Neeb mit 26,77 Sekunden, und Anne Schröder finishte in 27,04 Sekunden. Über 400 Meter Hürden lief Lilli Thomalla Saisonbestzeit in 66,86 Sekunden, wurde damit Sechste. Eva Harr hingegen fand nicht in den Rhythmus. 68,73 Sekunden bedeuteten Rang zehn.

Einen großen Erfolg feierte Ben Gerlach im Speerwurf der Altersklasse M14. Das Nachwuchstalent in den Reihen des TSV Friedberg-Fauerbach kam auf 42,40 Meter und wurde Zweiter. Eine weitere Speerwurf-Medaille machte Helena Schneeberger in der W14 klar. Sie warf den Speer auf 31,64 Meter und wurde Dritte. Über 100 Meter sprintete Schneeberger im Zwischenlauf 13,04 Sekunden - eine Bestzeit, die sie bereits im Vorlauf aufgestellt hatte. Julia Odermatt rannte im Vorlauf in 13,66 Sekunden und stellte damit eine Bestmarke auf. Einen spannenden Kampf um die Goldmedaille hat Wurftalent Benedict Michel verpasst. Nach drei ungültigen Versuchen im Diskuswurf der M15 musste er sich vom Medaillentraum verabschieden. Johan Natalio stellte als Fünfter über 300 Meter in 38,51 Sekunden eine Bestzeit auf und qualifizierte sich mit dieser Zeit auch für die Süddeutschen Meisterschaften. Im Kugelstoßen kam er auf 11,78 Meter - und Rang sieben. Bei den Mädels der W15 sprintete Mara Bodenröder die 100 Meter im Vorlauf in 13,36 Sekunden. Teamkollegin Klara Beims kam in 13,63 Sekunden ins Ziel, Nele Eckart lief in 13,92 Sekunden zum ersten Mal unter 14 Sekunden.

TG Groß-Karben

Für die TG Groß-Karben waren Speerwerfer Lasse Borgerding (M15) und Weitspringerin Malin Stavenow (U20) am Start. Mit einer Weite von 47,68 Meter sicherte sich Borgerding den zweiten Platz. Ganz oben aufs Treppchen und damit zum Hessenmeistertitel - der dritte in Folge - schaffte es Stavenow mit einer Weite von 5,78 Meter. Damit fehlen ihr zwei Zentimeter zur Quali für die Deutschen Meisterschaften in Ulm.

TV Assenheim

Eine feine taktische Meisterleistung lieferte Jan Dillemuth (M15) über seine Hausstrecke bei den 800 Metern in Gelnhausen ab. Galt es doch hauptsächlich den hessischen Titel zu verteidigen, wobei die Zeit nur eine Nebenrolle spielte. Von Anfang an beobachtete Dillemuth das sehr langsam beginnende Rennen an Position drei liegend. Durch die Verschleppung des Tempos durch die führenden Konkurrenten lief er die ersten 400 Meter in 68 Sekunden. Nach einem beherzten Antritt konnte nur noch Lucas Schiefer/ LAZ Gießen folgen. Mit einer Zeit von 2:05,54 Minuten sicherte sich Dillemuth im Schlussspurt seinen vierten hessischen Titel in diesem Jahr.

Mit Velaya Cansiz und Sophie Roth (beide Jg.06) wurden zwei Athletinnen in der W14 hochgemeldet. Den Anfang machte Cansiz über die 100 Meter, die sie im Vorlauf mit Bestleistung in 13,03 Sekunden in den Zwischenlauf brachte. In ihrem starken Zwischenlauf konnte sie zwar mit einer guten Zeit (13,13 Sek.) bestätigen, was aber dennoch nicht mehr für den Endlauf reichte. Letztlich erreichte sie von 41 Teilnehmerinnen den 14. Rang. Sophie Roth konnte im Kugelstoßen mit persönlicher Bestleistung von 9,29 Metern den Endkampf erreichen und wurde Siebte.

TV Rendel

Johanna Ebert hat souverän den 800 Meterlauf der W15 gewonnen (2:18,11 Minuten). Sechster U20-Athlet wurde Florian Kanert im Hochsprung: 1,78 Meter seine Höhe. Ein Top-Five-Ergebnis erzielte Jonas Kilian über zwei Stadionrunden: Die Uhr blieb für den 18-Jährigen bei 2:02,60 Minuten stehen. Fyn Aurand rannte mit 2:10,76 Minuten auf Platz zwölf durch das Ziel.

LSC Bad Nauheim

Die Steinfurther LSC-Athletin Eva Sulzer startete in der höheren Altersklasse U20. Denn der Start in Kassel war eine Woche zuvor wegen Klassenfahrt nicht möglich; auch wegen der letzten Schul-Abschlussprüfungen war sie nicht besonders vorbereitet in den Wettkampf am Samstag gegangen. Einkalkuliert war ein Platz auf dem Treppchen bei den älteren Läuferinnen als noch U18-Athletin. Deshalb hielt sich Eva Sulzer in den ersten der siebeneinhalb Runden zurück, konnte das Tempo aber immer kontrollieren. In der vorletzten Runde ergriff die LSC-Athletin beherzt die Initiative. Mit der Glocke zur letzten Runde setzte Eva Sulzer ihren unvergleichlichen langen Spurt fort; schnell war klar, dass sie dieses Rennen für sich entschied. Mit 15 Sekunden Vorsprung kam sie in 10:57,62 Minuten ins Ziel und holte damit den ersten hessischen Meistertitel in ihrer noch jungen Bahnlaufbahn als Volkslauf-Vielstarterin.

LG Altenstadt

Noel Freder setzte in der M14 seine Erfolgsserie fort. Über 800 Meter lief er in einem kontrollierten Lauf von der Spitze zum Titel in neuer Bestzeit von 2:12,23 Minuten. Am zweiten Tag trat er im Weitsprung an. Der erste Sprung reichte mit 5,27 Metern zum Erreichen des Finales als Dritter. Während die anderen Athleten aufholten, gelangen Noel die nächsten Sprünge nicht, sodass er vor dem letzten Durchgang auf Rang vier platziert war. Der letzte Sprung musste also die Entscheidung bringen, und tatsächlich gelang ihm ein Satz auf seine bisherige Bestweite von 5,46m, die am Ende die Bronzemedaille bedeuteten. Niclas Gottschalk war in der U20 über 800 Meter am Start und wurde Siebter (2:03,98 min.)

In der W14 waren Mathilda Kaufmann und Antonia Oppermann am Start, die sich mit 2:39,27 Minuten und 2:42,99 Minuten auf den Plätzen zwölf und 17 einsortieren konnten. Oppermann lief dabei Bestzeit.

Andere Vereine

Die Friedbergerin Mia Hasselhorst (Eintracht Frankfurt) holte gleich viermal Edelmetall in der W15. Im ersten Versuch des Hammerwurfs schockte sie mit Bestleistung von 49,39 m die Konkurrenz und damit auch die höher eingestufte Merle Tetem (ESV Jahn Treysa), die mit 47,27 m Zweite wurde. Der erste Hessentitel für die von Wolfgang Scheunemann trainierte Athletin stand fest. Das anschließende Kugelstoßen war bis zum letzten Durchgang eine nervenzehrende Angelegenheit. Mit einer Weite von 12,79 Metern im sechsten Versuch beseitigte Mia Hasselhorst alle Zweifel und erzielte ihren zweiten Hessentitel. Im Diskuswerfen musste sie trotz erreichter Bestleistung von 36,68 Metern der Hanauerin Lena Weinrauch (37,62m) den Vortritt lassen. Über die 80m Hürden qualifizierte sie sich im Vorlauf (12,35s) für das Finale knapp als Schnellste vor Amelie Wachsmut (Bad Sooden-Allendorf) mit 12,36 Sekunden. 1/100 Sekunde Unterschied ließ einen spannenden Endkampf erwarten. Im A-Endlauf dominierte dann Amelie Wachsmut mit 11,93 Sekunden und verwies Hasselhorst um 3/100 Sekunden auf den zweiten Rang (11,96 Sekunden).

Für den Dauernheimer Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) stand die Doppelbelastung als Test im Vordergrund. So konnte er sich am Samstag über 3000 Meter mit einer Zeit von 8:55,87 Minuten in der U20 den ersten Hessentitel sichern. Am Sonntag trotzte er über 1500 Meter den hohen Temperaturen und gewann nach einer deutlichen Tempoverschärfung auf den letzten 500 Metern souverän in 3:58,88 Minuten den zweiten Hessentitel. »Ich habe mich super gut gefühlt und es hat so richtig Spaß gemacht«, freut sich der talentierte Läufer im Ziel.

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