13. November 2019, 12:00 Uhr

Ende der Hinrunde

Abgerechnet: Das ist die Vorrundenbilanz im Fußballkreis Friedberg

Die Hinrunde ist vorbei, die »Halbzeit« ist Grund genug auf die wichtigsten Ereignisse der ersten Hälfte im Wetterauer Amateurfußball zu schauen - mit teils erstaunlichen Ergebnissen.
13. November 2019, 12:00 Uhr
Das Runde muss ins Eckige - das gilt noch bis Anfang Dezember auch für den Amateurfußball im Kreis Friedberg. (Symbolfoto: Nici Merz) (Foto: Nici Merz)

Wer ist der beste Torschütze, welche Mannschaft hat den höchsten Sieg errungen, wie viele Tore fallen im Durchschnitt pro Spiel? Fußball ist nicht erst seit der Erfindung der »Laptop-Trainer« ein El Dorado für Zahlen-Junkies - selbst im Amateurbereich. Grund genug neben den wichtigsten Ereignissen auch auf die wichtigsten Kennzahlen der am Wochenende abgelaufenen Hinrunde der heimischen Kicker zu blicken.

Der höchste Sieg, die meisten Tore: Das sind die wichtigsten Zahlen nach der Vorrunde

Der höchste Sieg: Gleich zwei Mannschaften im Fußballkreis Friedberg dürfen sich rühmen, über alle Spielklassen hinweg den bislang höchsten Sieg gefeiert zu haben: Der SV Teutonia Staden II feierte in der Kreisliga C Friedberg, Gruppe 1, ebenso ein 15:0 (über den TSV Rödgen) wie der Spitzenreiter der Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2, der FSV Kloppenheim, der Aufsteiger SV Reichelsheim deutlich vom Platz fegte. Auch auf Platz drei finden sich zwei hohe Siege - je ein 13:0 des FC Karben II in Reichelsheim und des FC Hessen Massenheim II gegen den VfB Friedberg II.

Die beste Serie: Dieser Preis geht wohl zweifellos an den SV Ober-Mörlen - nicht, weil das Team von Spielertrainer Niels Arne Wielpütz die meisten Spiele hintereinander gewonnen oder ungeschlagen gewesen wäre, sondern weil der Aufstiegsfavorit zwischen dem 25. September und dem 13. Oktober drei Spiele hintereinander zweistellig gewonnen hat: Einem 10:0 in Rödgen folgte ein 11:0 gegen Wisselsheim und abermals ein 11:0 beim SV Hoch-Weisel II - rekordverdächtig.

Der beste Torschütze: Schaut man - im Gegensatz zum »Wetterauer Torjäger-Cup« (siehe Artikel auf dieser Seite) - rein auf die Anzahl der Tore ist Gino Wirth vom SSV Heilsberg der treffsicherste Schütze des Wetteraukreises. 24 »Buden« hat er in Diensten des B-Ligisten bereits auf seinem Konto. Es folgen dicht dahinter mit 23 Toren Jeton Visoka von der neugegründeten SKG Albanischer Verein Wetterau Friedberg sowie auf einem geteilten dritten Rang A-Liga-Scharfschütze Christian Teschner (TFV Ober-Hörgern) und Yalcin Atay (SV Teutonia Staden II). Beim »Wetterauer Torjäger-Cup« führen übrigens Andrei Dogot von Gruppenligist SC Dortelweil und Manuel Volp von Kreisoberligist SV Nieder-Weisel mit je 45 Wertungspunkten gemeinsam das Klassement an.

Je tiefer, desto torreicher: Die alte Weisheit gilt: Je tiefer die Spielklasse, desto mehr Tore fallen. Die Kreisliga C Friedberg, Gruppe 2, führt diese Kategorie mit einem Schnitt von 5,9 Tore pro Partie an, gefolgt von der C-Liga 1 und der B-Liga 2 (je 5,6) und der B-Liga 1 (5,1). Ausrutscher in der ansonst perfekt aufsteigenden Pyramide sind die A-Klasse mit 4,5 Treffern pro Spiel und die Kreisoberliga mit 4,6 Toren. Die Gruppenliga Frankfurt-West mit sechs Wetterau Klubs (4,4) sowie die Hessenliga mit zwei Vertretern aus dem Fußballkreis Friedberg (3,6) sind da fast sparsam in Sachen Toren.

Sportwetten im Stadtpokal, »Norweger Modell« in der C-Liga - Was sonst noch alles geschah

Wett-Irrsinn zu Saisonstart: Für Aufregung sorgte noch vor Start der Punktspielrunde die Tatsache, dass auf Freundschaftsspiele und Partien im Friedberger Stadtpokal online und live gewettet werden konnte. Partien wie SV Bruchenbrücken - VfB Friedberg waren plötzlich beim Anbieter bet365 gelistet. Die Vereine wurden vor und während den Spielen über Soziale Medien mit Nachrichten aus ganz Europa überflutet, ein sich verdächtig verhaltender Mann soll auf dem Sportplatz gestanden und intensiv mit seinem Handy beschäftigt gewesen sein - war der Live-Berichterstatter vor Ort? Die Vereine waren vor allem ratlos, wie sich damit nun umgehen sollen und verunsichert ob der möglichen negativen Folgen - Stichwort: Match-Fixing, also das bewusste Beeinflussen von Spielen. Das Gute: Nachdem die Partien aus dem Programm genommen wurden, sind neue Fälle bislang nicht bekannt.

«Norweger-Modell« als Ausweg? Vor der Saison war die Einführung des sogenannten »Norweger Modells«, also das Spielen mit verminderter Spielerzahl, in der untersten Spielklasse mit breiter Mehrheit der Vereine eingeführt worden - offenbar zurecht. Denn bislang wurden bereits 15 Partien in den beiden C-Ligen entweder im Modus Zehn-gegen-zehn oder Neun-gegen-neun ausgetragen. Die Regel sieht unter anderem vor, dass der betroffene Verein dem Klassenleiter mindestens 48 Stunden vorher Bescheid geben muss. Wer mehr als drei Spiele mit weniger Personal absolviert, fliegt aus der Wertung. Hiervon ist bislang niemand gefährdet.

Lange Verhandlung: Das B-Liga-Spiel zwischen dem SV Schwalheim II und der TSG Wölfersheim zu Beginn der Runde hatte gleich eine 210-minütige »Verlängerung«. Vor dem Kreissportgericht gab es Vorwürfe wie Unsportlichkeiten, Tätlichkeiten - und zum ersten Mal vor dem Friedberg Kreissportgericht auch Rassismus. Die Folge waren ein Punktabzug für die frisch aufgestiegene Schwalheimer »Zweite«, Geldstrafen für beide Vereine sowie Sperren zwischen zwei und fünf Partien für gleich drei Spieler . Für das Rückspiel am 24. November (14.45 Uhr) wurde übrigens Verbandsaufsicht angeordnet.

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