08. März 2017, 16:00 Uhr

DM-Ticket

Bad Vilbel süddeutscher Meister

Die C-Juniorinnen haben die süddeutsche Futsal-Meisterschaft gewonnen. Im Fußballkreis Friedberg hat Özcan Can vom FC Ober-Rosbach mit fünf Treffer in der Kreisoberliga beeindruckt.
08. März 2017, 16:00 Uhr
Die C-Juniorinnen der MSG Bad Vilbel haben die süddeutschen Futsal-Meisterschaften gewonnen und spielen am Wochenende in Wuppertal um den nationalen Titel. (Foto: pv)

Das war er also, der Start in die Restrückrunde der heimischen Fußball-Kreisligen. Doch trotz aller Erfolge und Enttäuschungen, die den Klubs am letzten Wochenende draußen vergönnt waren, vollzog sich das spektakulärste Ereignis mit Beteiligung eines Wetterau-Teams unterm Hallendach. In Lahr-Sulz, mitten im Schwarzwald, gingen die Süddeutschen Futsal-Meisterschaften der C-Juniorinnen über die Bühne. Als Hessenmeister hatten auch die Mädchen der MSG Bad Vilbel Startrecht. Die sensationelle Ausbeute: Gegen starke Konkurrenz blieb die von Peter Springer gecoachte Mannschaft cool, besiegte nach Toren von Lilly Wagner, Anna Tabea Petruch und Lilly Reichert zunächst den SC Sand mit 3:0, gewann das Halbfinale gegen den SC Freiburg durch einen Treffer von Leonie Springer mit 1:0 und landete schließlich im Endspiel durch Goals von Lilly Reichert und Jamie Oehler einen 2:1-Triumph über Greuther Fürth.

Verdienter Lohn ist die Teilnahme an der Deutschen Futsal-Meisterschaft für C-Juniorinnen am kommenden Samstag in Wuppertal. Rüdiger Köhler, Abteilungsleiter der MSG Bad Vilbel, traut den Nachwuchsspielerinnen aus der Brunnenstadt erneut Großes zu, »obwohl unsere Mädchen in der Vorrunde angesichts prominenter Vertreter mit heftigem Gegenwind rechnen müssen.« Eine Prognose, die einleuchtet, denn die Gegner heißen Werder Bremen, 1. FC Köln und SC 13 Bad Neuenahr.

Beschränkt man sich auf jene Ereignisse, die im Seniorenfußball für Gesprächsstoff sorgten, hielten freilich andere Dinge die Gemüter in Wallung.

Schiedsrichtersoll: Vereine, die die Vorgaben des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) nicht erfüllen, müssen bekanntlich mit Punktabzügen und (oder) Geldstrafen rechnen. »Schwarze Listen« dieser Art sollten eigentlich Ende Januar, spätestens mit Beginn der Rückrundenfortsetzung, auf dem Tisch liegen. Dieses Jahr sind die dafür Verantwortlichen außerordentlich spät dran. Das nervt, denn die Klubs wollen rechtzeitig wissen, was sie erwartet. Ursachen des Verzugs sind vermutlich strukturelle Probleme und personelle Engpässe. »Mir gefällt das auch nicht. Ich gehe davon aus, dass die Prüfungsergebnisse etwa Mitte März vom Verbandsspielausschuss veröffentlicht werden«, vermutet Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg).

Zuschauerzahlen: Die bewegten sich hierzulande trotz der extrem langen Winterpause allenthalben in sehr überschaubaren Grenzen. 200 Fans oder mehr sind mittlerweile für jeden Kassierer die große Ausnahme und wohl nur noch in den Relegationsrunden, erreichbar. Als trauriges Beispiel seien an dieser Stelle die Zuschauerzahlen in den Sonntag-Heimspielen der Wetterauer Gruppenligisten genannt: 100 waren es beim FCO Fauerbach, 80 in Dortelweil, 70 beim VfB Friedberg und gar nur 50 beim Türkischen SV Bad Nauheim. Weiter unten, in den Kreisligen, sah es freilich keinen Deut besser aus. Hoffnungen, nach drei Monaten Enthaltsamkeit sei das Interesse für den Amateurfußball womöglich ein wenig gestiegen, erfüllten sich landauf, landab auf keinem Sportplatz.

Traumstart: Der 9:0-Kantersieg, erstritten über die KSG 1920 Groß-Karben, war für den Kreisoberliga-Zweiten FC Ober-Rosbach ein optimaler Jahreseinstieg. Jene fünf in dieser Partie erzielten Treffer, mit denen der routinierte FCO-Knipser Özkan Can die Führung in der KOL-Torjägerliste übernahm, verdienen gewiss ebenfalls höchsten Respekt. Aber die Fußballer der TSG Ober-Wöllstadt, punktgleicher Rangvierter in der höchsten Kreisliga, ließen durch einen 2:1-Husarenstreich beim dritten 38-Punkte-Klub FC Karben ebenso eindrucksvoll aufhorchen.

Die stolze Bilanz der Mannschaft von Trainer Stefan Schneider: Elf Siege und drei Remis in Serie – nächsten Sonntag empfängt der defensivstärkste Kreisoberligist den Liga-Leader SKV Beienheim. »Wir machen uns keinen Stress und sehen alles ganz locker. Konkrete Aufstiegsabsichten verfolgen andere Vereine, wir nicht«, erklärt der TSG-Coach und hält den Abgang von Torjäger Jake Hirst zum Gruppenligisten Türkischer SV Bad Nauheim für nicht weiter tragisch. »Das eröffnet uns in der Offensive neue Perspektiven«, lässt er wissen, »zumal unser Spiel nach vorne nicht mehr auf nur eine Person fixiert ist.« Nico Loppe, Tim Schütz, Lars Menzel, Max Brauburger, Sebastian Schlichting oder Niklas Roskoni seien Spieler, auf die er im Angriff bedenkenlos setzen könne: »Keiner ist verletzt, ich habe die freie Auswahl. Besser geht’s nicht.«

Fehlstart: Hohe Niederlagen sind für Trainer Michael Clarius, der Kreisoberligisten KSG 1920 Groß-Karben seit elf Jahren Regie führt und letzten Sonntag in Ober-Rosbach eine bittere Pille (0:9-Pleite) schlucken musste, diese Runde nichts Neues. Auswärts ging der Klub schon mehrmals tüchtig baden: 0:7 in Nieder-Weisel, 3:8 in Bruchenbrücken und 0:13 in Beienheim. Dass in Groß-Karben der Klassenerhalt dennoch das Ziel ist, versteht sich von selbst. Ausgebremst wurde Gruppenligist FCO Fauerbach durch zwei 1:3-Niederlagen, zunächst beim SV BKC Bosnien sowie jüngst zu Hause gegen den FC Neu-Anspach. Die Befürchtungen von FCO-Trainer Matthias Tietz, der das Jahresauftakt-Programm als knüppelhart bezeichnete, scheinen sich zu bewahrheiten: »Gehen wir auch Sonntag in Bornheim leer aus, wird’s wirklich gefährlich.«

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