14. September 2018, 06:00 Uhr

Deggendorfer SC

Deggendorfer SC: Fragezeichen in der Defensive

14. September 2018, 06:00 Uhr
RAP
Andreas Gawlik und der Deggendorfer SC wollen am einstelligen Tabellenplatz schnuppern. (Foto: Rappel)

Für den Deggendorfer SC beginnt ein neues Abenteuer. Nach elf Jahren in der Oberliga schaffte man in der vergangenen Saison, etwas überraschend, am Ende aber verdient den Aufstieg in die DEL2. Im Sommer wurde hart gearbeitet; sowohl an der Lizenzierung, als auch am Kader für die neue Saison.

Zugänge/Abgänge: Der DSC hat bereits während der abgelaufenen Saison Nägel mit Köpfen gemacht. Als man mit zahlreichen Leistungsträgern verlängert hat, war die Planung jedoch noch auf die Oberliga ausgerichtet. Ohnehin hätte es laut Coach John Sicinski jeder Spieler der Aufstiegsmannschaft verdient gehabt, in die DEL2 mitzugehen. Am Ende stehen sieben Abgängen acht Zugänge gegenüber. Wie bei jedem Aufsteiger üblich, konnte man mit zahlreichen neuen Spielern erst relativ spät in die Verhandlungen einsteigen. Die Neuzugänge verfügen fast alle über DEL oder DEL2-Erfahrung. Lediglich der Kanadier Josh Brittain war noch nicht in Deutschland aktiv, holte dafür letzte Saison die Meisterschaft in der Slowakei. Die Verteidigung wurde mit Christopher Kasten, Alex Roach und Mathias Müller verstärkt. Im Sturm kam neben Brittain der mehrfache DEL2-Meister Justin Kelly, Christoph Kiefersauer sowie Heimkehrer Christoph Gawlik. Im Tor hat setzt man auf ein Tandem. Björn Linda soll sich mit Cody Brenner um die Nummer eins duellieren. Die Leistungsträger aus dem Vorjahr wurden alle gehalten. Insbesondere das Trio Kyle Gibbons, Curtis Leinweber und René Röthke hatte in den Playoffs den Unterschied ausgemacht.

Stärken/Schwächen: Die Torhüterposition könnte zugleich der Schwachpunkt werden. Beide Keeper haben keine, beziehungsweise kaum DEL2-Erfahrung. Beide gelten allerdings auch als talentiert und haben durchaus das Zeug, um sich in der Liga etablieren zu können. Das Leistungsgefälle im restlichen Team kann derzeit im Liga-Vergleich noch nicht eingeschätzt werden.

Trainer/Umfeld: Auch für John Sicinski ist die DEL2 Neuland. Der 44-jährige Kanadier mit deutschem Pass gilt als akribischer Arbeiter. Auch er muss sich umstellen: In der Vergangenheit coachte Sicinski ausschließlich Teams, die in der Oberliga vorne mitgespielt haben. Nun muss er zeigen, wie flexibel er ist und seine Mannschaft auf einen Kampf einstellen. Das Umfeld wird seit mehreren Jahren Schritt für Schritt professionalisiert. Eishockey ist wieder zu einem Erlebnis geworden. Zudem sind ab diesem Herbst die Sanierungsarbeiten am Eisstadion endgültig abgeschlossen.

Fazit/Prognose: Der Kader der Deggendorfer kann sich auf den ersten Blick für einen Aufsteiger sehen lassen. Der Sturm dürfte in der DEL2 gut mithalten können. Fragezeichen stehen auf der Torhüterposition sowie in der Defensive.

Wenn das Gefüge im Team stimmt und alles glatt läuft, könnte durchaus an einem einstelligen Tabellenplatz geschnuppert werden. Dennoch darf man das eigentliche Ziel nicht aus den Augen lassen: den Klassenerhalt. Roland Rappel

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