24. März 2019, 23:47 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Saisonende nach Overtime

Sommerpause! Der EC Bad Nauheim verliert auch Spiel vier der Playoff-Viertelfinal-Serie der Deutschen Eishockey-Liga 2; auf dramatische Art und Weise.
24. März 2019, 23:47 Uhr
Die Enttäuschung steht den Roten Teufeln ins Gesicht geschrieben: (von links) Felix Bick, Steve Slaton, Andrej Bires, Mike Dalhuisen und Geschäftsführer Andreas Ortwein beim Handshake nach dem Ende der Serie. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Vor 3223 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion unterlagen die Roten Teufel den Ravensburg Towerstars am Sonntagabend mit 4:5 (2:1, 1:1, 1:2/0:1) nach Verlängerung. Für den Saison-Knockout sorgte ein Treffer von Robin Just in der 65. Minute. Zweimal hatten die Gastgeber in einem mitreißenden, fast vierstündigen Duell mit zwei Treffern geführt, 23 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aber noch den Ausgleich hinnehmen müssen.

EC Bad Nauheim: Erster Powerplay-Treffer in den Playoffs

Dennis Reimer traf zweimal für die Hessen, außerdem waren Radek Krestan und Zach Hamill erfolgreich. Den alles überragenden Part spielte einmal mehr Felix Bick, der vor der Partie als »DEL 2-Torwart des Jahres« ausgezeichnet worden war. Mit Beginn des zweiten Abschnitts war der Keeper mehr und mehr in den Fokus geraten und parierte mehrfach höchst spektakulär: Am Ende wurden 48 Schüsse für Ravensburg gezählt (27 für Bad Nauheim).

Trainer Christof Kreutzer dankt den Fans der Roten Teufel auf dem Eis für die Unterstützung.	(Foto: Chuc)
Trainer Christof Kreutzer dankt den Fans der Roten Teufel auf dem Eis für die Unterstützun...

»Insgesamt hat Ravensburg die Serie verdient gewonnen. Wir haben alles gegeben und den Towerstars alles abverlangt. Das hat eben nicht gereicht«, resümierte Christof Kreutzer, der Trainer der Wetterauer. Sein Ravensburger Kollege Rich Chernomaz war »stolz« und hatte viel Lob für den Kontrahenten: »Bad Nauheim hat bis zum Ende jeden Zweikampf durchgezogen.«

EC Bad Nauheim: Schlüsselszene in Minute 48

Schlüsselcharakter am Sonntagabend hatte rückblickend eine Szene aus der 48. Minute: Beim Zwei-gegen-Null-Konter verpassten Dustin Sylvester und Reimer die Möglichkeit, wohl vorentscheidend auf 5:2 zu erhöhen.

EC Bad Nauheim: Louke Oakley anstelle von Mike Dalhuisen

Kreutzer hatte nach nur drei Toren in drei Spielen (einem Treffer in den letzten 178 Minuten) alle Reihen durchgemischt und Louke Oakley anstelle von Mike Dalhuisen auflaufen lassen. Die Partie begann nach 48 Sekunden mit einer kalten Dusche, dem 0:1 durch Pavel Dronia. Binnen sechs (!) Sekunden drehten Reimer und Krestan aber das Blatt (13.). Bad Nauheim brachte diesmal deutlich mehr Schüsse als in den letzten Partien auf Jonas Langmann, der am Sonntag auch nicht die Souveränität der letzten Spiele ausgestrahlte. Mit dem einzigen Powerplay-Treffer in 20 Überzahl-Situationen in dieser Serie erhöhte Bad Nauheim durch Reimer auf 3:1 (24.), kassierte aber postwendend den Anschluss, als Mathieu Pompei zu viel Platz hatte (25.). Den Hausherren boten sich anschließend zwei Powerplay-Möglichkeiten, in denen es Dustin Sylvester schaffte, zwei »Hundertprozentige« gegen Langmann zu vergeben.

EC Bad Nauheim: Ausgleich fällt 23 Sekunden vor Schluss

Zu Beginn des Schlussabschnitts stand Zach Hamill goldrichtig, als Langmann einen Schuss hatte prallen lassen. Wieder führte Bad Nauheim mit zwei Toren. Zuvor hatte Bick gegen Robbie Czarnik irgendwie noch seinen Schoner dran bekommen und auch gegen Just geklärt. Kaum, dass Bad Nauheim sein Sylvester/Reimer-Break vergeben hatte, verkürzte Andreas Driendl auf 3:4. Elf lange Minuten zeigte die Uhr noch an. Ravensburg erhöhte kontinuierlich den Druck. Glück für Bad Nauheim: der vermeintliche Ausgleich fand fünf Minuten vor Schluss auch nach einem Videobeweis keine Anerkennung. Schließlich sorgte Czarnik aber doch für die erste Overtime in dieser Serie. Und hier hatte die EC-Defensiv Robin Just aus den Augen gelassen.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Ravensburg Towerstars

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Geitner, Slaton, Shevyrin, Stiefenhofer, Pruden - Cody Sylvester, Hamill, Oakley, Krestan, Dustin Sylvester, Reimer, Kahle, Hadraschek, Ratmann, Brandl, Nico Kolb.

Ravensburg Towerstars: Langmann - Sturm, Keller, Dronia, Povizil, Supis, Max Kolb, Kokes - Svoboda, Czarnik, Zucker, Mayer, Hinse, Pfaffengut, Just, Pompei, Brunnhuber, Schwamberger, Driendl, Pokorny.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (1.) Dronia (Pompei), 1:1 (13.) Reimer (Dustin Slyvester, Slaton), 2:1 (13.) Krestan, 3:1 (24.) Reimer (Kahle, Shevyrin – 5-4), 3:2 (25.) Pompei (Dronia), 4:2 (41.) Hamill (Cody Sylvester Ketter), 4:3 (49.) Driendl (Kolb, Supis), 4:4 (60.) Czarnik (Driendl, Pozivil – 6-5), 4:5 (65.) Just (Pozivil, Dronia). - Schiedsrichter: Aumüller/Kohlmüller. - Strafen: Bad Nauheim 10, Ravensburg 12. - Zuschauer: 3223.

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