12. September 2019, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Trainer Kreutzer und Plan B für die Abwehr

Am Freitag beginnt die DEL2-Saison für den EC Bad Nauheim. Im Training am Mittwoch haben Daniel Ketter und Daniel Stiefenhofer noch nicht trainiert.
12. September 2019, 07:00 Uhr
Kommunikativ: Trainer Christof Kreutzer sucht immer wieder das Gespräch mit seinen Spielern; hier mit Jesper Kokkila. (Foto: Chuc)

Jetzt wird’s endlich ernst! Mit dem Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers startet der EC Bad Nauheim am Freitag (19.30 Uhr) in die Deutsche Eishockey-Liga 2. Am Sonntag (18.30 Uhr) sind die Roten Teufel beim ESV Kaufbeuren zu Gast.

Daniel Ketter und Daniel Stiefenhofer waren am Mittwoch nicht dabei. Noch nicht! Am Donnerstag, im Abschlusstraining, sollen die beiden Verteidiger des EC Bad Nauheim, die am Sonntag verletzungsbedingt ausgeschieden waren, mit auf’s Eis gehen - um dann hoffentlich am Wochenende auch spielen zu können. Kader-Ergänzungen sind nicht in Sicht. Nicht extern - Ex-Löwe Mike Card ist aktuell kein Thema (mehr) - und auch nicht aus Köln. »Wenn wir reagieren, dann muss das auch Sinn machen und darf kein Aktionismus sein«, sagt Christof Kreutzer, der Trainer. Plan B: Stürmer Huba Sekesi hilft in der Verteidigung aus, sollte dort Unterstützung erforderlich sein.

Wie ist die Stimmung? Die misslungene Generalprobe ist abgehakt. Der Blick geht nach vorne. Und da warten mit Bietigheim und Kaufbeuren zwei Schwergewichte. Ist das zu diesem Zeitpunkt von Vor- oder von Nachteil? »Frag mich das nach dem Wochenende nochmal«, sagt Christof Kreutzer, der Trainer. »Bietigheim spielt mit sehr viel Tempo. Jeder weiß, was ihn in dieser Partie erwartet. Ich denke, das dürfte uns also eher entgegenkommen.«

Wie lief die Vorbereitung bei den Bietigheim Steelers? Abschließend wurde noch ein Ausrufezeichen gesetzt. Am Sonntag wurde DEL-Kooperationspartner Nürnberg mit 3:2 bezwungen. In der Reihe der sieben Testspiele gegen Klubs aus der DEL, Frankreich, Österreich und der Schweiz fehlt ein Vergleich mit einem unmittelbaren Konkurrenten aus der DEL2. Festzuhalten bliebt aber: Die Steelers haben nach ihrem Umbruch an Tempo (und wohl auch an Qualität) gewonnen. Die über Jahre gesetzten Bastian Steingroß, Marcus Sommerfeld, Tyler McNeely und Shawn Weller wurde durch Spieler wie Eric Stephan, Tim Schüle, Chris Owens, Lukas Laub oder Brett Breitkreuz ersetzt. »Die Ergebnisse der Vorbereitung lassen mich zuversichtlich auf den Saisonstart blicken«, sagt Trainer Hugo Boisvert, der Bestbesetzung aufbieten kann.

Warum hat ESV Kaufbeuren noch einen fünften Kontingentspieler verpflichtet? Den Namen kennt man in der Rhein-Main-Region. Antte Kerälä. Der Finne hatte in der letzten Saison bei den Löwen Frankfurt unter Vertrag gestanden. Jetzt ersetzt er im Allgäu Jere Laaksonen. Der beste Torschütze der Vorbereitung fällt mit einer Muskelverletzung acht bis zehn Wochen aus. Kerälä ist am Dienstag in München gelandet und stand schon am Abend in Kaufbeuren auf dem Eis. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Mike Miezkowski. Der Ex-DEL-Spieler (zuletzt Nürnberg) hat verletzungsbedingt einen Großteil der Vorbereitung verpasst und erst in dieser Woche das Training aufgenommen. Im Allgäu herrscht ansonsten gute Laune. Die Mannschaft, zuletzt dreimal im Halbfinale, hat eine starke Vorbereitung gespielt. In Frühform zeigte sich dabei die Paradereihe mit Branden Gracel, Sami Blomquist und Joey Lewis.

Wie ist der EC Bad Nauheim in der Vergangenheit gestartet? In den sechs Jahren nach dem Wiederaufstieg wurde den Fans der Roten Teufel bislang alles geboten. In Erinnerung ist vor allem der Euphorie-Start im Herbst 2013 mit sechs Punkten als Aufsteiger. Im September 2017 übernahm Bad Nauheim gleich nach dem ersten Spiel (3:0 gegen Heilbronn) die Tabellenführung. Allerdings ist die Mannschaft auch schon mit Null-Punkte-Wochenenden unter Petri Kujala und auch in der Vorsaison unter Christof Kreutzer) in den Startblöcken hocken geblieben.

Mit wie vielen Zuschauern ist am Freitag gegen Bietigheim sowie in der kommenden Woche gegen Frankfurt zu rechnen? Die Roten Teufel rechnen am Freitag gegen Bietigheim mit 2500 bis 2800 Zuschauern. Für das Derby mit den Löwen Frankfurt am Freitag der kommenden Woche zeichnet sich eine Zahl von 3800 Eishockey-Fans ab. Für beide Spiele sind noch Steh- und Sitzplätze in ausreichender Zahl verfügbar.

Unser Tipp: Tickets zu Vorverkaufspreisen noch vorab in der Geschäftsstelle kaufen oder online gleich mehrere Karten in einem Auftrag sammeln, um nur einmal die Print-at-Home-Servicegebühr (1,50 Euro) zu zahlen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Deutsche Eishockey-Liga
  • EC Bad Nauheim
  • Eishockey
  • Eishockeyfans
  • Löwen Frankfurt
  • Petri Kujala
  • Rote Teufel
  • Michael Nickolaus
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 12 x 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.