13. September 2019, 06:10 Uhr

EHC Freiburg

EHC Freiburg: Heinrizi verändert die Transferpolitik

Ex-Teufel Daniel Heinrizi hat beim EHC Freiburg einen neuen personellen Kurs eingeschlagen. Der Klassenerhalt bleibt das Ziel.
13. September 2019, 06:10 Uhr
Dreh- und Angelpunkt im Spiel des EHC Freiburg: Nikolas Linsenmaier. (Foto: Chuc)

Im vierten Jahr in der Deutschen Eishockey-Liga 2 hat der EHC Freiburg in den Playdowns den Abstieg gerade noch vermieden können (4:3-Erfolg in der Serie mit Deggendorf). Auf sportlicher Ebene leiteten die Südbadener schon zu Jahresbeginn einen Umbruch ein, woraus sich ein vorsichtiger Optimismus entwickelt hat.

Zugänge/Abgänge: Die Freiburger Transferpolitik erfuhr eine markante Änderung: Statt auf preiswerte Kontingentspieler zu setzen, wurde das Budget zugunsten höherer Qualität auf den Ausländerpositionen umgeschichtet. Neu geholt wurde das Nordamerika-Trio mit Nick Pageau, Luke Pither und Cam Spiro. Unter den zehn Neuzugängen finden sich junge Spieler wie Sebastian Christmann (EV Zug U 20) und in Ben Meisner (Bad Tölz) auch eine neue Nummer eins. Zwei der 14 Abgänge sind aufgrund ihrer gehobenen Stellung hervorzuheben: Stürmer Ryon Moser (Kassel) und Routinier Dennis Meyer (Karriereende).

Stärken/Schwächen: Das Gerüst bildet weiterhin ein Freiburger Kern mit spielstarken Akteuren wie Nikolas Linsenmaier oder auch Rückkehrer Chris Billich. In der Vorbereitung deutete sich an, dass der EHC von einem guten Tempo im Spiel zehren könnte. Der vergrößerte Kader garantiert zudem einen gesunden Konkurrenzkampf. In der Mannschaft schlummert viel Talent, was in der Defensive jedoch zu einer relativen Unerfahrenheit führt. Zudem ist fraglich, ob der EHC seine Schwachstelle - die im Ligavergleich unterdurchschnittliche physische Robustheit in den Zweikämpfen - ausmerzen konnte.

Trainer/Umfeld: Die EHC-Gemeinde lechzt nach einer erfolgreichen Saison. Auch wenn der Zuschauerzuspruch für Freiburger Verhältnisse hoch war: Die Geduld der Fans ist schon arg strapaziert. Einer der Hoffnungsträger ist nun der neue Coach Peter Russell. Der 45-jährige Schotte führte die britische Nationalmannschaft in die A-Klasse und dort zum Klassenerhalt. Russell könnte zum Glücksgriff eines anderen, potenziellen Glücksgriffes avancieren: Sportchef Daniel Heinrizi, der im Sommer aus Bad Nauheim gekommen war. Derweil treibt der Verein seine Professionalisierung voran, investiert in Personal und Infrastruktur. Doch droht dies zu Lasten des bisher - nicht zu unterschätzenden - familiären Charakters zu gehen.

Fazit/Prognose: Sicher, nach der Vorsaison kann sich der EHC fast nur verbessern. Entscheidend ist, dass der Verein hierfür auch aktiv die Voraussetzungen geschaffen hat, allen voran das Duo Heinrizi/Russell nährt die Hoffnungen. Das Konzept, sich als Sprungbrett für junge Spieler zu etablieren, erscheint aufgrund der Rahmenbedingungen sinnvoll. Wunderdinge sind heuer aber noch nicht zu erwarten, es bleibt das hehre Ziel: Klassenerhalt. Angesichts der Konkurrenz wäre der Einzug in die Pre-Playoffs ein Erfolg. Matthias Konzok

Schlagworte in diesem Artikel

  • A-Klasse
  • Charakter
  • Daniel Heinrizi
  • Deutsche Eishockey-Liga
  • Eishockey
  • Familien
  • Optimismus
  • Sparpreise
  • Vereine
  • Ziele
  • Matthias Konzok
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 12 x 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.