16. November 2019, 07:00 Uhr

Sportehrenpreis des Wetteraukreises

Ein »Vorbild des Miteinanders«: Familie Buchholz aus Dauernheim bekommt Sportehrenpreis verliehen

Seit 18 Jahren wird der Sportehrenpreis des Wetteraukreises an Menschen verliehen. Nun ging der Preis erstmals an eine ganze Familie - Familie Buchholz aus Dauernheim.
16. November 2019, 07:00 Uhr
Die Preisträger vom Dauernheimer Trampolinverein »Die Kängurus«: Familie Buchholz aus Ranstadt um (v. l.) Vater Oliver, Tochter Charmaine und Mutter Jessica. (Foto: Keßler)

Wir als Bürger müssen uns um unsere Belange auch kümmern.« Der Satz, den Jessica Buchholz vom Dauernheimer Trampolinverein »Die Kängurus« bei ihrer Dankesrede für die Verleihung des Sportehrenpreises des Wetteraukreises sagt, ist bezeichnend für die Leistung, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Oliver und ihrer Tochter Charmaine geleistet - und für die sie nun den mit 2500 Euro dotierten Preis erhalten haben. Es war in der 18-jährigen Geschichte des Preises, in dessen Jury auch die Wetterauer Zeitung einen Sitz hat, nach drei Ehepaaren die erste Übergabe an eine Familie. »Wir sind stolz, sagte Vater Oliver, betonte aber gleichzeitig auch: »Mit wir meine ich den Verein. Und dieser Verein ist nicht nur einfach ein Verein, sondern eine Solidargemeinschaft. Wir als Familie sind nur ein kleiner Teil davon.«

Wichtige Themen für Familie Buchholz: Integration, Inklusion und Bekämpfung von Kinderarmut

Ohne diesen »kleinen« Teil hätte es aber womöglich weder den 2008 gegründeten Verein je gegeben, noch wäre die Auszeichnung bereits nach elf Jahren an die Eltern Buchholz aufgrund ihrer Leistung als Mitgründer, Vorsitzender, Schatzmeisterin und Trainerin und ihre Tochter aufgrund von mehreren deutschen und internationalen Meistertiteln im Einzel- und Synchronspringen auf dem Trampolin überhaupt möglich gewesen. »Das finden wir in dieser Komplexität so gut wie nie«, sagte dementsprechend auch der Sportdezernent und Landrat des Wetteraukreises, Jan Weckler, bei seiner Begrüßung.

»Bei Familie Buchholz ist auch der Sport Familiensache. Ihr Engagement für die Leistungs- aber auch den Breitensport sei ein Vorbild für andere. Die Erfolgsbilanz der »Kängurus«: Nach elf Jahren wurden aus acht Kindern und einmal pro Woche Training über 50 Aktive zwischen fünf und 19 Jahren, etliche Meistertitel, drei Trainingseinheiten pro Woche und diversen Auszeichnungen und Kooperationen mit Schulen, Vereinen,Verbänden und sozialen Einrichtungen. Denn dies sei, so die Laudatorin Kerstin Rotter-Schmidt (siehe Artikel rechts), das Hauptaugenmerk von Familie Buchholz: »Ihr Einsatz ist eine Aufforderung zur Bewegung - für sich selbst und für andere. Es ist eine Aufforderung, etwas für die Gemeinschaft zu tun und dabei niemanden auszuschließen.«

Familie Buchholz aus Dauernheim als »Vorbild des Miteinanders« geehrt

»Wir bemühen uns, das Miteinander, nicht das Gegeneinander zu fördern«, sagte die Ranstädterin Jessica Buchholz, die sich bei Nachbarin und Freundin Rotter-Schmidt für die gefühlvolle Laudatio mit Blick in die Familiengeschichte des ursprünglich in Berlin-Spandau beheimateten Buchholz-Clans herzlich bedankte. »Unser Lohn ist, wenn Eltern mir erzählen, wie gerne ihre Kinder zu uns in die Halle kommen. Daher freue ich mich auch heute Abend auf das nächste Training und den nächsten Wettkampf.« Wichtig auch für Vater Oliver war die Betonung von Bereitschaft, Einsatz und Zusammenhalt im Verein, um sich gemeinsam für Integration, Inklusion und die Bekämpfung von Kinderarmut einzusetzen.

Entsprechend passend nannte die Ranstädter Bürgermeisterin Cäcilia Reichert Dietzel die Familie ein »Vorbild des Miteinanders«, die durch den Verein von »unschätzbarem Wert« für ihre Gemeinde geworden sei. Und genau diese, in Form einiger Sportlerinnen und Trainerinnen der »Kängurus« bedankte sich mit einem eigens einstudierten Überraschungsauftritt bei Familie Buchholz. Anschließend konnte die »Familienfeier in mehrfachem Sinne« (Weckler), nämlich die von Familie Buchholz, die der wieder reichlich vertretenen Ehrenpreisträger der vergangenen Jahre und die des Sportes im Wetteraukreis allgemein richtig starten.

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