10. September 2019, 21:23 Uhr

Entspannt, aber ohne Ersatz

10. September 2019, 21:23 Uhr
Kerstin Wirkner steht mit der SG Rodheim vor einer Saison in der Hessenliga mit vielen Fragezeichen. (Foto: Nici Merz)

Die SG Rodheim tritt auch in der kommenden Tischtennis-Saison 2019/2020 wieder in der Hessenliga der Damen, Gruppe Nord/Mitte, an. Damit sind die SG-Damen nach dem Abstieg des TTC Höchst/Nidder in die Verbandsliga endgültig die am höchsten spielende Mannschaft des Sportkreises Wetterau. Dabei haben die Rodheimerinnen aber ihre zweite Mannschaft in der Verbandsliga verloren, da nach dem Abgang von Josephina Neumann zum Regionalligisten TTC Grün-Weiß Staffel kein Ersatz mehr für sie gefunden werden konnte. Somit hat die SG Rodheim jetzt nur noch ein Team und damit keine Möglichkeit mehr, neue Spielerinnen wie zuletzt Eileen McChesney, an die Hessenliga-Mannschaft heran zu führen.

Die Auflösung des Teams war auch deshalb zustande gekommen, da Svenja Köckeritz, die in der gesamten letzten Saison keine Partie bestritten hatte, ihren Status als Stammspielerin verloren hat. Somit werden die Rodheimerinnen jetzt zu fünft an den Start gehen, da Johanna Klitsch in der Kreisliga der Herren zum Einsatz kommen wird. Als Ersatz kommt sie auch nicht infrage, da die Regelung, dass Damen bei den Damen und den Herren mitspielen können, nur bis zur Verbandsliga möglich ist.

Sportlich scheint die Situation fast identisch zur vergangenen Saison zu sein, da die Hessenliga aufgrund vieler Zurückziehungen des NSC Watzenborn-Steinberg, des NSC Watzenborn-Steinberg II und des TTC Richelsdorf nicht nur wieder nur acht Mannschaften ausweist, sondern da mit dem verstärkten Aufsteiger TTC Wißmar und Oberliga-Absteiger SC Niestetal II zwei Teams den Meister und den Relegations-Teilnehmer unter sich ausmachen dürften. Für die SG in der Besetzung Cordula Munzert, Kerstin Wirkner, Jeanette Möcks, Christine Gohla und Eileen McChesney dürfte wieder nur Rang drei übrig bleiben. Der Klassenerhalt sollte hingegen erneut kein Thema sein, da sowohl der TTC Schönstadt als auch Nachrücker Eschweger TSV keine echte Konkurrenz für die Rodheimerinnen darstellen dürften. Die wieder zur Mannschaftsführerin gewählte Kerstin Wirkner äußerste sich vor der Saison über die Situation des Teams.

Von der Papierform her scheint es, als würde für Sie am Ende wieder nicht mehr als Platz drei hinter dem TTC Wißmar und dem SC Niestetal II herausspringen können. Wie schätzen Sie das ein?

Kerstin Wirkner: Cordula Munzert hat schon scherzhaft gesagt, dass die kommende Saison wieder entspannt für uns werden dürfte, da wir weder auf- noch absteigen können. Doch der Aufstieg hat ohnehin nicht die oberste Priorität für uns. Aber wir werden natürlich auch versuchen, die beiden favorisierten Teams zu ärgern. Wir geben bekanntlich immer unser Bestes und wir werden sehen, was am Ende dabei herauskommt. Doch wenn der Aufstieg nicht klappen sollte, werden wir auch nicht heulend unter dem Tisch liegen.

Durch die Auflösung der zweiten Mannschaft werden Sie jetzt fest zu fünft spielen. Wie ist da die Planung?

Wirkner: Eileen McChesney wird wegen einer Operation bis zum Ende der Vorrunde ausfallen, sodass die Mannschaft ohnehin zunächst nur aus exakt vier Spielerinnen bestehen wird. Zum Glück sind wir alle nicht sehr krankheitsanfällig, sodass dies hoffentlich gut gehen wird. Danach werden wir uns abwechseln.

Finden Sie es gut, dass die Klasse wieder nur aus acht Mannschaften besteht?

Wirkner: Da wir in der Vorrunde ohnehin nur zu viert sein werden, sind wir darüber natürlich eher froh, da die Wahrscheinlichkeit, dass wir nicht komplett antreten können, somit schon statistisch sinkt. So konnten wir auch einige Spiele, die wir mit Eileen eingeplant hatten, problemlos verlegen. Außerdem ist es auch ganz schön, wenn man auch einmal ein Wochenende frei hat.

Warum war es nicht möglich, die Auflösung der zweiten Mannschaft zu verhindern, indem man Spielerinnen aus Watzenborn-Steinberg holt, die sich aus Streitigkeiten ja in alle Winde verstreut haben?

Wirkner: Wir hatten zwar immer wieder lose Kontakte nach Watzenborn-Steinberg, doch dass es so zusammenbrechen würde, hatten wir nicht geahnt. Somit hatten wir keine wirklich ernsthaften Gespräche geführt. Natürlich ist es jetzt sehr schade, dass die zweite Mannschaft nicht mehr existiert, da wir nun keine Spielerin mehr holen können, die sich dann etablieren kann. Aber am Ende hat jeder im Verein eingesehen, dass es nicht mehr geht. Und Johanna Klitsch wollte auch gerne bei den Herren spielen.

Wird es somit jetzt wirklich eine eher entspannte Spielzeit?

Wirkner: Wir wollen gute Spiele bestreiten und allen Gegnerinnen das Leben am Tisch richtig schwer machen.

Damen: Hessenliga, Gruppe Nord/Mitte: SG Rodheim, SC Niestetal II, TTG Margretenhaun Künzell, SV Rennertehausen, TTC Schönstadt, TTC Wißmar, TTC Bottenhorn, Eschweger TSV.

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