26. Juli 2019, 14:55 Uhr

Fußball

FV Bad Vilbel: Fluktuation und Konkurrenzdruck

26. Juli 2019, 14:55 Uhr
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Von Uwe Born
FV BAD VILBEL: (hintere Reihe von links) Kay Schäfer, Asmir Hajdarovic, Idris Sarssar, Ernad Dananovic, Aljoscha Atzberger, Mohamad Mouma, Alexander Bauscher, Maximilian Brauburger, Dominik Emmel; (Mitte) Trainer Amir Mustafic, Fitnesstrainer Jens Schmidl, Physiotherapeutin Dunja Pest, Torwarttrainer Muzafer Dolovac, Niklas Biehrer, Moubarak Affo, Hiroto Tochihara, Misaki Saso, Farid Affo, Mohamed Youssef, Fatbardh Citaku, Lukas Knell, Andreas Schlatter (2. Vorsitzender), Klubchef Willi Eckhardt, Betreuer Zlatan Salihagic, Sportlicher Leiter Harald Wilke; (vorne) Davor Babic, Jonas Grüter, Julian Cichutek, Ajdin Maksumic, Gian-Luca Klahr, Sadra Sememy, Adnan Alik, Alexandr Railean, Ahmet Dogan, Darren Lee Hare. (Foto: Born)

Dass der FV Bad Vilbel in der vergangenen Saison als Aufsteiger zu keiner Zeit in der Hessenliga-Spitzengruppe zu finden war, störte keinen der beteiligten Akteure. Man hatte nach elf Jahren Verbandsliga-Dasein und dem Sprung in eine sportlich noch anspruchsvollere Umgebung andere Prioritäten: Sich in der »Beletage« der hessischen Fußball-Szene aus dem Abstiegsgerangel heraushalten und mit überschaubaren finanziellen Mitteln attraktiven Fußball bieten, war im Lager der Grün-Weißen viel wichtiger. Gesagt, getan. Position zehn entsprach in der Endabrechnung ziemlich genau der eigenen Erwartungshaltung - so richtig tief im Tabellenkeller steckte die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic eigentlich nie. Für die neue Runde, die den Brunnenstädtern nach dem Auftaktmatch gegen Hessen Dreieich im August drei Auswärtsduelle (FC Hanau 93, Hessen Dreieich, FSV Fernwald), aber nur ein Heimspiel (TuS Dietkirchen) beschert, gelten ähnliche Vorgaben. »Als Team noch besser funktionieren und das Leistungspotential der Spieler effektiver zur Entfaltung bringen«, lautet das Motto des FV-Übungsleiters.

Ob dieser Fahrplan eingehalten werden kann, bleibt offen. Sicher ist: Auf dem Bad Vilbeler Niddasportfeld haben sie in Sachen Personalausstattung Veränderungen eingeleitet, wie sie ähnlich umfangreich unter den Direktiven von Amir Mustafic als Ausbilder und Koordinator des vorhandenen Potenzials in den vergangenen Jahren bereits des Öfteren vollzogen wurden. Der 44-jährige FV-Coach sieht das im achten Jahr seiner Tätigkeit in Bad Vilbel nicht ganz so drastisch: »Von einem kompletten Neuaufbau kann keine Rede sein. Ein Umbruch? Meinetwegen. Der war von mir und der Klubführung mit Willi Eckhardt an der Spitze durchaus so gewollt.«

Das Datenblatt bringt Aufklärung: 13 Spieler des letztjährigen Kaders haben sich verabschiedet - elf sind geblieben. Hinzu gesellen sich nicht weniger als 20 vorwiegend junge und talentierte Neuzugänge, von denen gewiss nicht allen eine längere Verweildauer prognostiziert werden kann. Amir Mustafic hat da klare Vorstellungen: »Es herrscht Konkurrenzkampf. Wer im Training nicht mitzieht, hat keine Chance.« Klingt gar nicht einladend und entspricht eher einem knallharten Auswahlverfahren, ist aber im Hinblick auf die anspruchsvolle Umgebung durchaus üblich.

Dass sich Amir Mustafic in der Vorbereitungsphase insbesondere über die Fertigkeiten der neuen Leute einen Überblick zu verschaffen versuchte, liegt auf der Hand. Dass dieser Vorgang noch nicht abgeschlossen sein kann, ist ebenso logisch. Erste Eindrücke haben ergeben: In der Offensive, wo akuter Handlungsbedarf bestand, gelten Farid Affo und Aljoscha Atzberger, aber auch Alexandr Railean, Moubarak Affo und Rückkehrer Zino Zampach als Hoffnungsträger. »Ob wir im Angriff tatsächlich gut aufgestellt sind, muss sich erst noch zeigen. In der Breite sieht es aber gegenüber der vergangenen Runde definitiv besser aus«, sagt der FV-Coach. Defensive Stärken ließen Misaki Saso und Hiroto Toshihara erkennen. Zwei weitere Abwehrspieler, die Rückkehrer Davor Babic und Ernad Dananovic, werden gewiss versuchen, dort ebenfalls ihre Ansprüche geltend zu machen. Laut Mustafic jedoch für alle Kaderspieler bindend: »Wer spielen will, muss im Training richtig Gas geben.«



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