23. Oktober 2019, 07:00 Uhr

Eintracht Frankfurt

Gießens Anteil am Wachstum von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt und die Volksbank Mittelhessen zeigen am Montagabend ihre enge Verbundenheit. Der Fußball-Bundesligist wächst und wächst - und hat viele Pläne in der Tasche.
23. Oktober 2019, 07:00 Uhr
Dr. Peter Hanker (r.), Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen, ist seit Kurzem lebenslanges Eintracht-Mitglied und bekommt von Charly Körbel ein Trikot übergestreift. (Foto: sno)

Auch Gießen hat seinen Anteil am zuletzt schier unglaublichen Wachstum von Eintracht Frankfurt. Die Region stellt nicht nur viele SGE-Fans, mit der Volksbank Mittelhessen finanziert nun auch ein heimisches Unternehmen mit Sitz in Gießen den Bau des neuen Proficamps der Bundesliga-Fußballer.

Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker wird zunehmend zum Eintracht-Fan: »Dem Verein ist es gelungen, gewisse Fesseln zu lösen. Die Eintracht hat in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung hingelegt. Der DFB-Pokal-Sieg gegen Bayern München war weit über das Sportliche hinaus so wichtig.«

Die Volksbank Mittelhessen, die am Montagabend zum Business-Talk der Eintracht ins hauseigene Forum lud, begleitet den rund 35 Millionen Euro teuren Bau des Proficamps als Kreditgeber. Die neuen Räumlichkeiten, die einen modernen Lizenzspielerbereich und eine neue Geschäftsstelle bieten, sollen im Mai 2020 bezugsfertig sein und rund 300 Mitarbeitern Platz bieten. 1989, als Rekordspieler Charly Körbel, am Montag in Gießen anwesend, mit den Hessen den UEFA-Pokal gewann, »da hatten wir sieben Mitarbeiter in der Geschäftsstelle«. Heute sind es rund 200 - Ausdruck der Entwicklung.

Seit 2017 hat sich die Mitgliederzahl der Frankfurter auf rund 80 000 verdoppelt. Anfried Lemmle, vor rund einem Jahr von der TSG Hoffenheim gekommen und seitdem Bereichsleiter Sales und Marketing bei der Eintracht, erklärte das Wachstum: »Wir haben im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit den Verkäufen von Luka Jovic, Sebastian Haller und Ante Rebic werden wir das im nächsten Jahr noch einmal steigern.« Rund 800 Unternehmen sind Partner der Eintracht, die sich seit der letzten Saison selbst vermarktet. »Wir haben in wesentlichen Bereichen Anwächse von 30 bis 40 Prozent. Das macht demütig. Es liegt an uns, den Erfolg zu konservieren. Wir sollten uns nicht zurücklehnen.«

Als Vater des wirtschaftlichen Aufschwungs gilt gemeinhin Vorstandsmitglied Axel Hellmann. »Er hat es wunderbar verstanden, die Entwicklung voranzutreiben«, lobte Körbel bei der Talkrunde, die von Stefan Ball moderiert wurde. So will die Eintracht der »digitalste Bundesligist« werden - und hat viele Pläne in der Schublade. Dazu zählen: Der Bau des Proficamps, die Hauptnutzung der Commerzbank-Arena, der Stadionaus- und umbau, das Schaffen weiterer Businessfelder, die Digitalisierung und das Etablieren einer Frauenfußball-Abteilung. Der 1. FFC Frankfurt soll ab der Saison 2020/21 unter dem Dach der Eintracht spielen. »Für so viele Strategiekonzepte brauchen andere Vereine 15 Jahre«, sagte Lemmle.

Im Stadion der Zukunft sollen digitale Bezahlung, freies W-LAN und das Anzeigen der Wartezeit an Toiletten und Verpflegungsstationen zur Gewohnheit werden. »Es gilt, das mittelständische Unternehmen voranzubringen, weiter zu internationalisieren«, sagte Lemmle - das Rückgrat der Eintracht aber soll die Region bleiben.

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