Lokalsport

HFV setzt Betrieb weiter aus und entlastet Vereine

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) setzt seinen Spielbetrieb im Zuge der Coronavirus-Krise wie erwartet weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. Das wurde im Rahmen der Sitzung des Verbandsvorstandes am Samstag verkündet. »Wir orientieren uns damit an der behördlichen und staatlichen Verfügungslage«, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß. Bereits am Freitag hatte der Deutsche Fußball-Bund entschieden, dass die Saison ab der 3. Liga abwärts so lange wie nötig verlängert werden darf und nicht am 30. Juni automatisch beendet sein wird.
06. April 2020, 12:50 Uhr
Redaktion

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) setzt seinen Spielbetrieb im Zuge der Coronavirus-Krise wie erwartet weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. Das wurde im Rahmen der Sitzung des Verbandsvorstandes am Samstag verkündet. »Wir orientieren uns damit an der behördlichen und staatlichen Verfügungslage«, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß. Bereits am Freitag hatte der Deutsche Fußball-Bund entschieden, dass die Saison ab der 3. Liga abwärts so lange wie nötig verlängert werden darf und nicht am 30. Juni automatisch beendet sein wird.

Darüber hinaus will der HFV, wie es in einer Pressemitteilung hieß, seinen Vereinen in der Coronavirus-Krise finanziell entgegenkommen. So würden unter anderem die Geldstrafen aus der vergangenen Saison bei Nichterfüllung des Schiedsrichterpflichtsoll ausgesetzt. Für die aktuelle Spielzeit werde es keine Bestrafung geben, da das Soll nicht erhoben werden könne, teilte der HFV mit. In der Saison 2018/19 nahm der HFV dadurch nach eigenen Angaben 154 705 Euro ein. Dazu würden dem Verband eine sechsstellige Abgabe aus den Zuschauereinnahmen der hessischen Bundesligisten sowie Einnahmen aus Veranstaltungen und dem Betrieb der Sportschule Grünberg fehlen. Dennoch habe man sich »als Zeichen der Solidarität« für die Entlastung der Vereine entschieden.

Szenarien für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, die möglichst hessenweit einheitlich mit 14 Tagen Vorlauf erfolgen soll, wurden »im Hinblick auf mögliche wirtschaftliche und rechtliche Konsequenzen« erörtet, hieß es. »Wir können erst Entscheidungen treffen, wenn es eine gesicherte juristische Grundlage gibt«, sagte HFV-Vizepräsident Torsten Becker.

Fakt ist: Die Wiedereinführung der Zeitstrafe bei Seniorenspielen auf Kreisebene soll - vorbehaltlich der Abstimmungen - zur kommenden Saison umgesetzt werden.

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