22. Februar 2018, 17:17 Uhr

Leichtathletik-Kreismeisterschaften

Hallen-Kreismeisterschaften: Ein Quartett räumt vier Titel ab

Bei den Hallenkreismeisterschfaten der Leichtathleten sammelten die Sportler der LG OVag/TSV Friedberg-Fauerbach 28 Goldmedaillen. Ein Quartett war besonders dominant.
22. Februar 2018, 17:17 Uhr

Die LG Ovag/TSV Friedberg-Fauerbach hat bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften in der Kalbacher Halle wie gewohnt abgeräumt. Bei der zweitägigen Mammutveranstaltung in Kooperation mit den Kreisen Main- und Hochtaunus landeten die Athleten aus der Kreisstadt im Einzel 28 Mal auf dem ersten Platz – einsame Spitze. Dazu kamen elf Siege bei den Senioren, die auch kürzlich bis hin zu den Deutschen Meisterschaften gute Ergebnisse erzielt hatten.

 

Dominanz in den Staffeln

Richtig dominant waren die Fauerbacher mal wieder in den Staffeln. Nur in der U18 und bei den Männern gingen die Titel von der U12 bis zu den Aktiven nicht nach Fauerbach, neun von zwölf Altersklassen dominierten damit die Kreisstädter. Dass sie bei den Männern keine Staffel stellten, lag daran, dass die zwei besten Athleten zeitgleich bei den Deutschen Titelkämpfen sprinteten und dort mit Platz eins (Steven Müller) und fünf (Lars Hieronymi) sehr starke Ergebnisse erzielten. Zwölf Titel wurden in den Mehrkämpfen der U12 und U14 vergeben, hier ging die Hälfte an den TSV.

Zweite Kraft im Kreis war am vergangenen Wochenende der TV Assenheim, der elf Einzeltitel verbuchte. Deutlich weniger Podiumsränge als im vergangenen Jahr gingen an den TV Rendel, der im vergangenen Jahr noch 18 Kreismeister stellte. Die weitere Reihenfolge in der Siegerliste hinter der LG Ovag/TSV Friedberg-Fauerbach (Einzel/Senioren/Staffel/Mehrkampf): Fun-Ball Dortelweil (7/1/1/0), TV Rendel (5/0/0/3), TG Groß-Karben (4/0/1/0), Eintracht Glauberg (3/2/0/2), VfL Altenstadt (2/0/0/0), TG Melbach (1/1/0/0), LG Rosbach-Rodheim (1/0/0/1), LSC Bad Nauheim (1/0/0/0) und die Staffeln der Startgemeinschaft LSC Bad Nauheim/TG Melbach, die bei den Männern und in der M30 ohne Konkurrenz waren. Insgesamt waren über 500 Athleten aus den drei Kreisen am Start.

 

Packendes Duell auf hohem Niveau

Fleißigste Titelsammler waren ein Trio von der LG Ovag/TSV Friedberg-Fauerbach sowie Linus Krüger von Fun-Ball Dortelweil. Das Quartett war jeweils in drei Einzeldisziplinen und mit der Staffel ganz vorne. U18-Athlet Krüger dominierte über 60 Meter mit und ohne Hürden sowie im Weitsprung. Lucy Peter (W14), Sayana Wilhelm (W15) und Jonas Smolka (M14) schnürten ebenso den Viererpack. Dreimal ganz oben auf dem Treppchen standen Lynn Hamburger (U20/Eintracht Glauberg), Jan Dillemuth (M14/TV Assenheim), Abike Tabel und Anna Hülsmann. Die Athletinnen der LG Ovag Friedberg-Fauerbach, in der Staffel schon bei Deutschen Meisterschaften am Start, lieferten sich über 60 und 200 Meter der Frauen jeweils ein packendes Duell auf hohem Niveau. Abike Tabel gewann über die kurze Distanz mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung, über die Hallenrunde setzte sich Anna Hülsmann in 26,08 zu 26,12 Sekunden knapp durch. Gemeinsam führten sie ihre Vereinsstaffeln der U20 und der Frauen zur Titelverteidigung.

 

Sechs Zentimeter fehlen

Für die wertvollsten Leistungen sorgten überwiegend die Athleten der LG Ovag/TSV Friedberg-Fauerbach und des TV Assenheim. Fabienne Fliedner sprintete in der U18 in 7,86 Sekunden über 60 Meter zum Sieg, während Malin Stavenow von der TG Groß-Karben in der gleichen Altersklasse im Vergleich zum Vorjahr fast 40 Zentimeter draufpackte und 5,64 Meter weit sprang. Ihr fehlen damit nur sechs Zentimeter zu den Top Ten in Deutschland. In der U20 zeigte die frühere Hallen-Hessenmeisterin über 200 Meter, Michelle Macker vom TV Assenheim, ihre Klasse über diese Distanz trotz Trainingsrückstand (26,20 sec).

Hier gewann bei den Frauen Hülsmann vor Tabel. 800-Meter-Kreisrekordler Jan Dillemuth vom TV Assenheim gelang in der M14 das Double aus 300 und 800 Meter, wobei insbesondere die 40,37 Sekunden über die kurze Strecke imponieren. Der Fauerbacher Manuel Christof, eigentlich hessenweit erfolgreicher Langsprinter und »Kurz-Mittelstreckler«, testete über 200 Meter in 23,54 Sekunden. Das Sprint-Double bei den Männern gelang Tobias Trupp vom TV Assenheim, der über 60 Meter trotz angezogener Handbremse in 7,09 Sekunden sein Potenzial zeigte. Über 200 Meter war er ebenfalls knapp schneller als im Vorjahr (22,66 zu 22,68 sec).

In den Mehrkämpfen verteidigten fünf Athleten ihre Titel aus dem Vorjahr. Noah Bornmann und Ben Gerlach vom TSV Friedberg-Fauerbach waren bei den Jungs erneut eine Klasse für sich. Bens Bruder Luke verpasste nach seinem Wechsel von der TG Melbach nach Fauerbach in der M10 den Titel nur um zehn Punkte, hier siegte Ole Gottschalk von der LG Rosbach-Rodheim. Im Vorjahr war Ray Kabuya (Friedberg-Fauerbach) im Dreikampf der M12 das Maß aller Dinge, im Dreikampf der M13 musste er nun um siebten Punkte seinem Vereinskollegen Myles Howell den Vortritt lassen. In der M11 gab es einen Dreifachsieg für den TV Rendel, wobei Luca Wörner nur sieben Zähler vor Teamkollege Nick Cerny landete. Bei den Mädchen rückten die W11- und W12-Gewinnerinnen aus 2016 eine Altersklasse hoch und waren erneut nicht zu schlagen. Dies waren Helena Schneeberger und Lena Harbich (beide W13) sowie Lilly Peter (W12 Vierkampf).

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