06. Oktober 2019, 21:11 Uhr

Fußball-Hessenliga

Hessenliga: Türk-Gücü Trainer Carsten Weber »ärgert sich maßlos«

Das war nichts! 50 Minuten mit zehn Mann gut gespielt, am Ende aber 0.3 verloren. Türk Gücü Friedberg verpasst gegen Rot-Weiß Hadamar etwas Zählbares aus seinem Heimspiel mitzunehmen.
06. Oktober 2019, 21:11 Uhr
Einen schweren Stand hat Türk-Gücü-Angreifer Shelby Printemps (Mitte) gegen die Hintermannschaft von Rot-Weiß Hadamar um David Sembene (r.). (Foto: Jaux)

Die Stimmung von Carsten Weber, dem Trainer von Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg, passte sich immer dem Wetter an: Im Ober-Rosbacher Dauerregen hatte seine Mannschaft gegen den Tabellennachbarn Rot-Weiß Hadamar über weite Strecken gut mitgespielt, stand am Ende beim 0:3 (0:0) aber mit leeren Händen da.

Hessenliga: Zwei Standardsituationen entscheiden das Spiel zugunsten von Rot-Weiß Hadamar

Die Partie vor gerade einmal 50 tapferen Zuschauern hatte zwei Schlüsselmomente: Die erste war nach 40 Minuten, als Türk-Gücü-Abwehrmann Julian Dudda nach einer Notbremse mit »Rot« des Feldes verwiesen wurde - eine umstrittene Entscheidung nach einem vermeintlichen Allerwelts-Zweikampf in einer Kontersituation. »Ich habe erst gedacht, es wäre ein Stürmerfoul gewesen«, sagte etwa RW-Coach Stefan Kühne nach der Partie. Und sein Gegenüber Weber fügte hinzu: »Die Entscheidung war hart, denn beide Spieler klammern, aber für mich war Julian Dudda auch nicht der letzte Mann von uns. Vielleicht hätte es die Gelbe Karte auch getan.«

Doch spielbestimmend war für den Oberurseler Übungsleiter der Kreisstädter etwas anderes: Zwei Eckbälle, die Marco Dimter in der 53. Minute und in der Nachspielzeit jeweils per Kopf zum 1:0 bzw. 3:0 für seine Farben veredelte. Beide Male war die Abwehr der Wetterauer nicht konsequent genug gegen den Hadamarer Abwehrhünen vorgegangen. »Diese Gegentore ärgern mich maßlos. Denn so nehmen wir uns die Möglichkeit, hier zu punkten. Das sind die Dinge, die ich auch in Unterzahl einfach verteidigen kann«, sagte Weber.

Hessenliga: Türk Gücü Friedberg präsentiert sich stark in Unterzahl

Die weitere Geschichte der Partie ist schnell erzählt: In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit auf dem engen Kunstrasen am Eisenkrain hatte es neben vielen Zweikämpfen, etlichen Stockfehlern und seltenen guten Spielzügen wenig Sehenswertes gegeben. Die Gäste waren wenn überhaupt mit Fernschüssen gefährlich, Türk Gücü Friedberg verpasste es, im Gegenpressing den letzten Meter zu gehen und im Spiel nach vorn den entscheidenden Pass zu spielen. Bei der größten Chance nach einem Dudda-Stellungsfehler verhinderte Friedbergs solider Keeper Tolga Sahin gegen den heranrauschenden Leon Burggraf Schlimmeres (11.).

Nach dem Wechsel waren die Hausherren in Unterzahl aggressiver, dichter am Gegenspieler und konsequenter in den Zweikämpfen, doch das Tor wollte einfach nicht fallen. Der umtriebige Shelby Printemps wurde nach einem Pass von Erdinc Solak, den er mithilfe des Pfostens im gegnerischen Kasten untergebracht hatte, wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (47.).

Hessenliga: Gegentreffer mitten in der Drangphase von Türk Gücü Friedberg

Mitten in diese Drangphase fiel das 0:1, von dem sich die Weber-Truppe zunächst nicht beirren ließ. Doch Hadamar nahm nun Printemps mit Sonderbewachung weitgehend aus dem Spiel und kam durch einen Konter von Iddris Sedy und Burggraf zum vorentscheidenden 2:0, ehe in der Schlussminute auch noch das dritte Tor fiel.

Hessenliga: Die Niederlage von Türk Gücü Friedberg gegen Rot-Weiß Hadamar auf einen Blick

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Marra (ab 66. Dinler), Weigand, Dudda, Ouattara - Usic (ab 77. Miric), Eren - Gürsoy, Solak, Bell Bell (ab 45. Biber) - Printemps.

Rot-Weiß Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene, Neugebauer, Burggraf, Zey (ab 77. Oriana), Gschwender, Rücker, Sedy (ab 86. Kröner), Pandza (ab 68. Noguchi), Herdering.

Im Stenogramm / Schiedsrichterin: Schneider (Birstein). - Zuschauer: 50. - Tore: 0:1 (53.) Dimter, 0:2 (79.) Burggraf, 0:3 (90.+1) Dimter. - Gelbe Karten: Ouattara, Printemps, Marra / Sembene, Gschwender, Zey.

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