06. November 2018, 11:36 Uhr

Löwen Frankfurt

Löwen Frankfurt: Ausbalanciert in die erste Pause

Matti Tiilikainen und sein Trainerteam haben sich bei den Löwen Frankfurt schnell akklimatisiert. Mit einem Sechs-Punkte-Wochenende ging es in die DEL2-Pause. - Eine Zwischenbilanz.
06. November 2018, 11:36 Uhr
Trainer Matti Tiilikainen und die Löwen Frankfurt haben sich mit einem Sechs-Punkte-Wochenende in die Länderspielpause. (Foto: Storch)

Vier freie Tage? So etwas kommt bei Puckjägern eher selten vor. Weil aber die Nationalmannschaft um den Deutschland-Cup spielt, sieht der sonst so eng getaktete Terminplan in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys am nächsten Wochenende eine Pause vor. Ihre Frankfurter Löwen trommeln Headcoach Matti Tiilikainen und seine Trainerkollegen auch zu Übungszwecken am Freitag erst wieder zusammen. Zeit zum Durchschnaufen, das haben sie sich verdient: Nun, da das erste Drittel in der Hauptrunde der DEL 2 schon fast geschafft ist, fällt die Zwischenbilanz sehr zufriedenstellend aus. Nach 17 Spieltagen werden die Löwen auf dem zweiten Tabellenplatz geführt, mit zwölf Siegen nur Ravensburg steht noch besser da – das hätte nach dem großen Umbruch des Sommers auch anders anfangen können.

»Wir sind voll im Soll: »Die ersten Monate sind sehr gut verlaufen«, urteilte Sportdirektor Franz Fritzmeier am Sonntagabend, während der sonst nicht zum Überschwang neigende Tiilikainen aus aktuellerem Anlass fast schon schwärmerisch klang. »Das war bis jetzt unser bestes Wochenende. Wir haben einen großen Schritt gemacht hin zu dem, was wir spielen wollen«, lobte er und war nach dem 3:1 gegen die Dresdner Eislöwen. Zusammen mit dem 4:0 am Freitag bei den alten Rivalen von den Kassel Huskies im stets besonders brisanten Hessen-Duell ergab das gegen Ende des ersten Saison-Drittels nicht nur ein schönes Sechs-Punkte-Paket für die freien Tage. Gerade das erste Zu-Null-Spiel war besonders bemerkenswert, weil die Frankfurter sich bislang immer wieder arg leicht Gegentore einfingen, sich Scheibenverluste leisteten, die prompt bestraft wurden. »Wir haben so viele Konter kassiert, das war zu einfach. Wir müssen ausbalancierter sein. Daran haben wir gearbeitet, das sieht man jetzt«, stellt Tiilikainen fest. »Gerade im Puckbesitz sind wir besser geworden.«


Löwen Frankfurt: 2:6 war "im Nachhinein eine wichtige Niederlage"

In den 14 Wochen, die vergangen sind, seit er, Marko Raita und Valtteri Salo die Mannschaft erstmals gemeinsam aufs Eis baten, haben auch die Trainer dazugelernt, gerade in diesem Punkt. »Wir wissen jetzt besser, worauf es ankommt, um in dieser Liga erfolgreich zu sein«, räumt Tiilikainen ein.

Dabei hätte der Saisonstart von den Ergebnissen her besser kaum verlaufen können, mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen – und das, obwohl fast alles runderneuert worden war nach der enttäuschenden Vorsaison mit dem Halbfinal-Aus gegen Bietigheim: das finnische Trainer-Trio, zwei Drittel des Kaders, selbst der Betreuerstab. »Alle haben hart gearbeitet, um schnell reinzukommen und zusammenzufinden«, lobt Fritzmeier. Nur: Vielleicht ging es am Anfang fast ein bisschen zu einfach.«

Ließ sich über eine oder andere Nachlässigkeit noch hinwegblicken, ging das nach dem 2:6 in Bad Tölz nicht mehr. »Im Nachhinein war das eine wichtige Niederlage«, sagt Fritzmeier. »So konnten wir Schlüsse ziehen, wo wir uns verbessern müssen.« Den Puck verlieren die Löwen seitdem nicht mehr so schnell – und wenn doch, sind sie besser abgesichert. »In der Liga kann jeder jeden schlagen«, hat Matti Tiilikainen festgestellt. »Es ist erst November. Wir sind in einem Prozess, müssen jeden Tag weiter arbeiten.« Ab Freitag dann wieder: Bis dahin darf das Löwen-Rudel die ungewohnte Freizeit genießen, ausnahmsweise. Markus Katzenbach

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