20. September 2017, 12:00 Uhr

Gipfeltreffen

Mit weißer Weste zum Spitzenreiter

In der Fußball-Kreisoberliga wirft das Gipfeltreffen in Rödgen seine Schatten voraus. Mit Blick auf den Winter sind die Planungen für den Futsal-Cup angelaufen. 1000 Euro winken dem Sieger.
20. September 2017, 12:00 Uhr
Henry Anton Schoon (links, im Zweikampf mit FCO-Torjäger Andreas Baufeldt) und der SV Nieder-Wöllstadt haben in sechs Kreisoberligaspielen die maximal möglichen 18 Zähler geholt. Am Sonntag sind die »Roten« beim Türkischen SV zu Gast. Die Bad Nauheimer haben einen Punkt mehr auf dem Konto, aber auch ein Spiel mehr absolviert. (Foto: Nici Merz)

Fußballtabellen lügen zwar nicht, aber sie können durchaus verwirren, weil speziell in den Kreisligen die Klubs seit Anfang August unterschiedlich oft im Einsatz waren. Auf die Kreisoberliga Friedberg bezogen bedeutet dies: 19 Punkte, die der Spitzenreiter TSV Bad Nauheim aus erst sieben absolvierten Partien holte, sind definitiv besser zu bewerten, als ebenfalls 19 Zähler des Rangzweiten SV Nieder-Weisel, der dafür bereits acht Spiele benötigte. Als eigentliches Maß aller Dinge kommen beide Klubs im Friedberger Fußball-Oberhaus dennoch nicht in Frage. Diese Rolle gebührt dem Tabellendritten SV Nieder-Wöllstadt: Nur sechs Spiele bestritten, aber schon optimale 18 Punkte ergattert – besser geht’s nicht. Ob die »Roten« unter Coach Torsten Hertz tatsächlich so gut drauf sind, wie es die bisherige Ausbeute vermuten lässt, wird sich am kommenden Sonntag zeigen, denn die Nieder-Wöllstädter Truppe muss ihre blütenweiße Weste auf dem Rödgener Sportplatz im Gastspiel beim Bad Nauheimer Liga-Leader verteidigen.

Lässt man den aktuellen Spielbetrieb außen vor und blickt ein wenig voraus, steht fest: Die Winterpause kommt bestimmt und als traditioneller Höhepunkt der draußen fast dreimonatigen Fußballpause im Januar der »Sparkassen-Futsal-Cup 2018«. Unter Futsal-Bedingungen ist es nach 28 Jahren herkömmlicher Indoor-Duelle zwar erst die dritte Auflage, doch das bleibt sich eigentlich gleich: Wer gewinnt, darf sich Hallenkreismeister nennen. Titelverteidiger ist der Verbandsligist Türk Gücü Friedberg, in 2016 stand der SV Nieder-Weisel auf dem Siegertreppchen ganz oben. Derzeit laufen die Planungen für das ligaübergreifende Winterspektakel unterm schützenden Hallendach auf Hochtouren. Dass sie abgeschlossen sind, kann aber nach Angaben von Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg) nicht bestätigt werden.

40 Teilnehmer sollen es sein

Teilnehmer-Rückgang: In 2016 starteten 38 Teams, 2017 waren es 40. Für Januar 2018 haben jedoch erst 32 Mannschaften gemeldet. »Meldeschluss ist Ende Oktober. Ich gehe davon aus, dass noch einige Vereine aufspringen. 40 Teilnehmer wären ideal«, meint Bastian. Kandidaten, auf die er noch setze, seien der FV Bad Vilbel, Burg-Gräfenrode, Ilbenstadt, Kloppenheim, Staden, Steinfurth, Ostheim und der Traiser FC. Definitive Absagen gab’s aus Ober-Mörlen, Nieder-Wöllstadt, Leidhecken und Melbach.

Vorläufiges Starterfeld: Neben Titelverteidiger Türk Gücü Friedberg ist auch das Gruppenliga-Trio SC Dortelweil, VfB Friedberg und SKV Beienheim dabei. Hinzu gesellen sich die Kreisoberligisten TSV Bad Nauheim, SG Dorn-Assenheim/Weckesheim, SV Bruchenbrücken, FCO Fauerbach, SV Gronau, FC Karben, SV Nieder-Weisel, FC Ober-Rosbach, TSG Ober-Wöllstadt und VfB Petterweil. Zehn A-Ligisten (Spvgg. 08 Bad Nauheim, FSV Dorheim, KSG 1920 Groß-Karben, FC Nieder-Florstadt, SV Ockstadt, FC Rendel, TuS Rockenberg, SG Rodheim, FC Massenheim, SG Wohnbach/Berstadt), sechs B-Ligisten (KSV Bingenheim, SVP Fauerbach, Inter Reichelsheim, SV Schwalheim, FSG Wisselsheim, SG Oppershofen) sowie die C-Liga-Vertreter SV Ossenheim und SV Echzell haben ebenfalls zugesagt.

Auftakt am 5. Januar in Butzbach

Modus: Um auf 40 Mannschaften zu kommen, erwägt Bastian auch die Einbindung von Reserve-Auswahlen: »Aber nur dann, wenn es nicht anders geht.« Gespielt werden soll zunächst in acht Vorrundengruppen, bestückt mit jeweils fünf Teams, die sich unter regionalen Gesichtspunkten in den Sporthallen Butzbach (5. Januar/Ausrichter SV Nieder-Weisel), Petterweil (7. Januar/Ausrichter VfB Petterweil), Echzell (14. Januar/Ausrichter SV Echzell) und Ober-Rosbach (21. Januar/Ausrichter FC Ober-Rosbach) treffen. Die Gruppenplätze eins und zwei bringen den Sprung in die Zwischen- und Endrunde (16 Klubs), die am 27. Januar unter der Federführung des FC Karben in der Petterweiler Sporthalle über die Bühne gehen soll.

Siegprämien: Als federführender Ausrichter des Vier-Wochen-Events kann sich der Kreisfußballausschuss in Sachen finanzieller Ausstattung einmal mehr auf die Unterstützung der Sparkasse Oberhessen verlassen. Bleibt beim monetären Verteilerschlüssel alles wie im Januar 2017, erhält der Gewinner imposante 1000 Euro, während auf den Vizemeister 500 Euro entfallen. Beide Turnierdritten dürfen jeweils 250 Euro mit nach Hause nehmen, und selbst die im Viertelfinale gescheiterten Vereine gehen nicht leer aus (50 Euro).

Lethargie: Anreize ähnlicher Art sind im heimischen Amateurfußball kaum zu finden. Eben deshalb sollten vermeintliche Außenseiter, die in früheren Turnieren stets für Überraschungen sorgten, den nicht ganz so wichtigen Wettbewerb als quasi kostenlose Chance sehen, erstens Eigenwerbung zu betreiben sowie zweitens mit etwas Glück die eigene, in vielen Fällen klamme Portokasse womöglich ein wenig aufzufrischen. Unter diesen Vorzeichen bleibt rätselhaft, weshalb Chef-Organisator Thorsten Bastian Jahr für Jahr alle Hebel in Bewegung setzen muss, um möglichst viele Vereine des Fußballkreises Friedberg zum Mitmachen zu bewegen.

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