14. August 2020, 22:48 Uhr

Saisonstart vertagt

14. August 2020, 22:48 Uhr

6. November statt 2. Oktober: Die Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) wird einen Monat später als geplant starten. Das ist die Quintessenz einer Pressemitteilung der Liga vom Freitagabend, nachdem den gesamten Tag über Gespräche in den Gremien gelaufen waren.

Grund dafür sind »regional unterschiedliche behördliche Verordnungen und fehlende Genehmigungen für einen Spielbetrieb mit Zuschauern« für Anfang Oktober. »Zuschauer sind für den Sport und unsere Klubs eine wirtschaftliche Notwendigkeit, auch unter Beachtung grundlegender Hygienekonzepte«, ließ sich DEL 2-Geschäftsführer René Rudorisch zitieren.

Andreas Ortwein, Geschäftsführer des Wetterauer Zweitligisten EC Bad Nauheim, »bedauert die Entscheidung natürlich«, hält sie aber dennoch für richtig: »Wir müssen die Liga als Ganzes sehen, und auch für uns in Bad Nauheim geht es nur gemeinsam. Ich hoffe, wir können ab Anfang November mit einer annehmbaren Zahl an Zuschauern unter annehmbaren Hygienekonzepten spielen.«

Kritisch sei vor allem die Situation an den Standorten in Bayern und Baden-Württemberg gewesen, aus denen insgesamt acht der 14 Mannschaften kommen. Zudem gilt bundesweit nach wie vor das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober. Auch deshalb hatte die DEL als deutsches Oberhaus ihren Saisonstart bereits frühzeitig auf Mitte November verlegt, nun muss auch die zweite Liga nachziehen.

Die Hoffnungen der Liga und der Klubs liegt nun vor allem auf einem Treffen der Ministerpräsidenten Ende dieses Monats, in dem das Thema Profisport auf der Agenda stehen soll. Dies sei das Ergebnis guter Lobby-Arbeit, sagte Ortwein: »Es scheint angekommen zu sein, dass es nicht nur Fußball gibt. Wir hoffen nun, dass unsere Empfehlungen dort aufgegriffen und gut umgesetzt werden.« Seine Forderung: Es muss eine bundeseinheitliche Lösung für den Profisport geben.

In der Zwischenzeit gehe die Arbeit in der Geschäftsstelle der Roten Teufel weiter: Das Hygienekonzept soll in Absprache mit den Behörden finalisiert, die Kommunikation mit Sponsoren und Fans aufrechterhalten und auch die sportlichen Planungen weiter vorangetrieben werden.

Zu Details will sich Ortwein in der kommenden Woche nach Gesprächen mit Mannschaft, Trainer-Team, Aufsichtsrat und Beirat äußern. »Wir müssen jetzt auf verschiedensten Ebenen umdenken. Deshalb bitte ich, uns ein paar Tage Zeit zu lassen«, sagte Ortwein. Tendenziell werde sich alles vier Wochen nach hinten verschieben. Das dürfte sich auch auf den Start der Saisonvorbereitung beziehen, der nun wohl erst Anfang Oktober statt Anfang September erfolgt.

Positiv sei laut des Geschäftsführers, dass vier weitere Wochen bis zum Start auch allen Beteiligten weitere Zeit gebe, »sich auf die Umstände einzustellen«, so Ortwein. »Jetzt ist Krisenmanagement gefragt. Wir werden die dafür nötige Ruhe bewahren und weiterhin versuchen, das Maximale für uns herauszuholen.«

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