05. Oktober 2018, 22:48 Uhr

Derbysieger

Sensationell! 18-jähriger Torhüter hält Bad Nauheimer Derby-Sieg in Frankfurt fest

Der EC Bad Nauheim das Hessen-Derby der DEL2 bei den Löwen Frankfurt mit 4:3 gewonnen. Neben dem Blitzstart stand der Hauptgrund für den Sieg im Tor: Der 18-jährige Hendrik Hane.
05. Oktober 2018, 22:48 Uhr
Der Mann des Spiels lässt sich anschließend von der Mannschaft und den Fans feiern: Keeper Hendrik Hane hält in seinem ersten Einsatz bei den Senioren den 4:3-Derbysieg des EC Bad Nauheim bei den Frankfurter Löwen fest. (Foto: Hübner)

EC Bad Nauheim


Derby-Sieg! Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend bei den Löwen Frankfurt mit 4:3 (3:0, 0:1, 1:2) gewonnen. Dank Effektivität, enormer Leidenschaft, einem Blitzstart – und nicht zuletzt dank Hendrik Hane. Der 18-Jährige stand am Freitagabend vor 6015 Zuschauern in der Eissporthalle am Rastweg erstmals im Profi-Bereich zwischen den Pfosten und avancierte nach einem famosen Auftakt der Roten Teufel mit einer 3:0-Führung nach 13 Minuten zum Matchwinner für die Wetterauer.

EC-Trainer Christof Kreutzer schreit nach Spielende seine ganze Freude über seinen ersten DEL 2-Derby-Sieg heraus. (Foto: Hübner)
EC-Trainer Christof Kreutzer schreit nach Spielende seine ganze Freude über seinen ersten ...

Bad Nauheims Trainer Christof Kreutzer hatte seine Formationen neu zusammengestellt und dabei fast keinen Stein auf dem anderen gelassen. In der Abwehr wie im Angriff – und selbst auf der Torwart-Position. Hendrik Hane, 18-jähriger Keeper im Nachwuchs der Düsseldorfer EG und die Nummer drei im DEL-Kader der Rheinländer, kam bei den Roten Teufel überraschend zu seinem ersten Einsatz im Profi-Bereich. Stattdessen musste Jan Guryca auf der Bank Platz nehmen.


EC Bad Nauheim: Nach 12:07 Minuten führt Nauheim mit 3:0 - und Bick muss vom Feld

Die Fans – auf beiden Seiten wohlgemerkt – trauten in der Anfangsphase ihren Augen nicht. Frankfurt war nach dem sportlichen Schützenfest vom Mittwoch nicht wiederzuerkennen, hatte die Aufgabe »Bad Nauheim« offenkundig zu leicht genommen, während sich der EC gnadenlos effektiv präsentierte und die Vorlagen der Gastgeber dankend annahm. Nach nur 18 Sekunden hatte Vorjahres-Teufel Felix Bick hinterm eigenen Kasten unfreiwillig aufgelegt, und Dustin Sylvester traf ins leere Tor zur Gäste-Führung – 1:0. In der neunten Minute – im Bad Nauheimer Powerplay – schlenzte Cody Sylvester aus zentraler Position einfach mal in Richtung Tor – und traf (0:2). Keine vier Minuten später fiel ein abgefälschter Pass Marvin Ratmann auf den Schläger, der wie selbstverständlich auf 3:0 erhöhte. 12:07 Minuten waren da gespielt, die Fans der Roten Teufel aus dem Häuschen, die Löwen irritiert und der Arbeitstag von Bick beendet.

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Ihre größte Chance hatten die Wetterauer zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht genutzt. Marcel Kahle hatte den Puck nach einem Break am leeren Tor vorbeigeschoben. Auf der anderen Seite zeigte sich Hane bei seinem Debüt unbeeindruckt von Kulisse und Derby-Atmosphäre. Der Keeper fischte das, was da so auf ihn zukam, scheinbar mühelos weg und ließ kaum etwas prallen.


EC Bad Nauheim: Viele Strafen im zweiten Drittel, Reimer sorgt für viertes Nauheimer Tor

Der zweite Abschnitt war durch insgesamt neun Hinausstellungen gänzlich zerrissen. Wirklicher Spielfluss kam nicht auf. Die Roten Teufel machten sich mit insgesamt zwölf Strafminuten selbst das Leben schwer und standen gleich zweimal mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Das kostete ordentlich Energie. Auf der Gegenseite konnten fast vier Powerplay-Minuten hintereinander aber auch nicht genutzt werden, um die Führung weiter auszubauen. In der 38. Minute sollte es im Gäste-Tor klingeln. Dan Spang hatte im Powerplay dann doch einmal die Lücke gefunden, nachdem die Löwen bis dahin wieder und wieder höchst fahrlässig und fast schon arrogant mit ihren Chancen umgegangen waren – 1:3.

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Die Frage vor dem Schlussdrittel: Würden die Kräfte der Gäste reichen? Bad Nauheim stellte mit vier Spielern auf Höhe der Mittellinie die neutrale Zone effektiv zu, bremste die Löwen aus und lauerte auf ein vielleicht vorentscheidendes Break. Bis zur 50. Minute: Da tankte sich Dennis Reimer über die rechte Seite durch und verlud auch noch Basti Kucis im Löwen-Tor – 1:4.


EC Bad Nauheim: 107 Sekunden beim Stande von 4:3 waren zu überstehen

Nun griffen die Gastgeber in die Trickkiste. In einer Vier-gegen-vier-Situation nahmen die Hausherren den Torwart vom Eis, schufen somit eine Überzahl und verkürzten auf 2:4 durch Eddy Lewandowski (51.). Die Schlussphase wurde zum Kraftakt, zur echten Zitterpartie. Wieder hatten die Löwen ihren Torwart vom Eis genommen, da traf Max Faber zum 3:4. 107 Sekunden waren noch auf der Tor. Doch diese wurden mit großer Leidenschaft von den Gästen verteidigt. Am Sonntag geht es für den EC Bad Nauheim vor heimischer Kulisse gegen Ravensburg weiter.

 

DEL2: Das Spiel Löwen Frankfurt - EC Bad Nauheim im Überblick

Löwen Frankfurt: Bick (ab 13. Kucis) – Spang, Faber, Schüle, Yorke, Maginot, Hüttl, Erk – Tousignant, Lewandowski, Mitchell, Breitkreuz, Koziol, Pistilli, Fischer, Proft, Max Eisenmenger, Magnus Eisenmenger, Köhler, Bindels.

EC Bad Nauheim: Hane – Dalhuisen, Mannes, Slaton, Pruden, Ketter, Stiefenhofer, Geitner, Woidtke – Livingston, Dustin Sylvester, Krestan, Cody Sylvester, Bires, Reimer, Brandl, Hadraschek, Kahle, Ratmann, Kolb, Strodel.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (1.) Dustin Sylvester (Livingston), 0:2 (9.) Cody Sylvester (Dustin Sylvester – 5-4), 0:3 (13.) Ratmann, 1:3 (38.) Spange (Lewandowski, Mitchell – 5-4), 1:4 (50.) Reimer, 2:4 (51.) Lewandowski (Tousignant, Mitchell – 4-4, Empty-Net), 3:4 (59.) Faber (Lewandwoski, Pistilli – Empty-Net). – Schiedsrichter:Kohlmüller/Westrich. – Strafminuten: Frankfurt 14, Bad Nauheim 18. – Zuschauer: 6015.


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