02. Mai 2019, 16:21 Uhr

Sportkreis

Sportkreis wappnet sich für die Zukunft

Die Bevölkerung des Wetteraukreises soll in den kommenden Jahren um rund zehn Prozent wachsen. Umso wichtiger sind die Zukunftsthemen, die beim jährlichen Sportkreistag besprochen worden sind.
02. Mai 2019, 16:21 Uhr
Der Sportwart des Sportkreises Wetterau, Thomas Golla (l.), zeichnet Franz Stanzel (Mitte) und Alfred Keller für jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit als Sportabzeichenprüfer mit Ehrenurkunden des Deutschen Olympischen Sportbundes aus. (Foto: pv)

Die Bevölkerung des Wetteraukreises soll in den kommenden Jahren um rund zehn Prozent wachsen. Bleibt die Quote von derzeit rund einem Drittel aller Bewohner, die im organisierten Sport Mitglied sind, müssten sich die Vereine bei einem Bevölkerungswachstum von 30 000 Menschen somit auf rund 10 000 neue Mitglieder einstellen. Umso wichtiger sind die Zukunftsthemen, die am Freitagabend beim jährlichen Sportkreistag im Steinfurther Rosensaal besprochen worden sind.

 

Wie war die Veranstaltung seitens der Vereine besucht?

43 Vereine waren mit 61 Delegierten in Steinfurth vertreten. Das macht angesichts von insgesamt 451 Vereinen im Wetteraukreis eine Quote von unter zehn Prozent. »Das ist aber durchaus so üblich«, sagte Sportkreis-Pressesprecher Mark Kannieß. Zum einen standen nach der Vorstandswahl im vergangenen Jahr und dem Turnus von drei Jahren keine neuen Wahlen auf dem Programm, zum anderen variierten die Teilnehmer auch je nach Ort der Veranstaltung, außerdem waren noch Osterferien.

Welche Themen wurden auf dem Sportkreistag besprochen?

Bereits in ihren Grußworten verwiesen die Ehrengäste auf die wichtigsten Themen: Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident Schule, Bildung und Personalentwicklung beim Landessportbund Hessen, betonte die Bedeutung des Ausbaus der Zusammenarbeit von Schule und Vereinen, der Kreisbeigeordnete Matthias Walter (CDU) verwies auf die Chancen, die die Vereine angesichts des Bevölkerungswachstums im Wetteraukreis hätten. Ihre Themen spiegelten sich auch im Jahresbericht wider, den Sportkreisvorsitzender Jörg K. Wulf präsentierte, sowie in der Darstellung der Arbeitsschwerpunkte für das kommende Jahr. Hierbei soll weiter am Programm »Sportkreis 2020« gearbeitet werden, das den Sportkreis noch mehr in die Rolle des Dienstleisters für die Vereine bringen soll. Bei der geplanten Klausurtagung zur Evaluation und Ausgestaltung der Agenda soll außerdem über eine Verlängerung der Maßnahmen über das Jahr 2020 hinaus gesprochen werden. Des Weiteren gehören eine bessere Außendarstellung und eine größere Präsenz in der Öffentlichkeit ebenso zu den Zielen wie der Ausbau der Zahlen bei den Sportabzeichen. Ein Pfeiler dafür sollen Aktionen rund um den Hessentag 2020 in Bad Vilbel bilden, die in diesem Jahr ebenfalls in die Planung gehen sollen. Ebenfalls ein Zukunftsthema ist die Digitalisierung, wo der Sportkreis aus dem Zuschuss des Wetteraukreises Notebooks für Vereine finanziert.

Welche personellen Veränderungen gab es am Freitagabend zu vermelden?

Auch ohne eine turnusgemäße Wahl gibt es in personeller Hinsicht eine Veränderung: Gudrun Neher, Beauftragte für Gesundheitssport, hat ihren Posten aus familiären Gründen aufgegeben. Sie wurde verabschiedet. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Welche Personen wurden auf dem Sportkreis geehrt?

Gleich zweifach gab es die Ehrenurkunde des Deutschen Olympischen Sportbundes. Sportwart Thomas Golla verlieh sie Alfred Keller von der TG Ober-Rosbach und Franz Stanzel von der SU Nieder-Florstadt für 56 bzw. 57 Jahre Tätigkeit als Sportabzeichenprüfer. »Das ist fast ein ganzes Menschenleben. Ein solches Engagement ist nicht alltäglich«, sagte Kannieß zu den Ehrungen.

Was gibt es für außerdem Neues im laufenden Jahr?

Annamaria Peter von der Sportjugend Hessen stellte in einem Impulsvortrag die Pläne ihrer Institution vor, im Herbst dieses Jahres in Bad Nauheim oder Friedberg einen Lehrgang zum »Interkulturellen Übungsleiter« ausrichten zu wollen, der sich explizit an Migranten und Geflüchtete in Vereinen richtet. Sie bat die Vereine diesbezüglich um Unterstützung, etwa durch einen Mentor, der die rund einjährige Maßnahme begleitet.

Welche Punkte standen außerdem auf der Tagesordnung?

Nach Eröffnung samt Tanzeinlage der Tanzsportgruppe 2 der Gesamte Gedern, den Grußworten der Gäste, der Feststellung der fristgerechten Einladung und Genehmigung der Tagesordnung sowie der Beschlussfähigkeit hatte Sportkreisvorsitzender Wulf den Jahresbericht präsentiert, der mangels Nachfrage ohne Aussprache blieb. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Die Beschlussfassung über Anträge entfiel mangels entsprechender Eingaben. Es folgten die Ehrungen sowie Vorstellung der Arbeitsschwerpunkte und Bekanntgabe der wichtigsten Themen. Letzteres beschränkte sich auf das bereits veröffentlichte Jahresprogramm der Seminar- und Fortbildungsangebote des Sportkreises.

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