15. Juni 2018, 20:28 Uhr

Leichathletik

Steven Müller sprintet zum Titel

Im Sprint wie auch im Mittelstreckenlauf setzten sich die Wetterauer Athleten bei den Leichtathletik-Hessenmeisterschaften der Aktiven und U18-Jugend in Fulda hervorragend in Szene.
15. Juni 2018, 20:28 Uhr
Lars Hieronymi (l.)

Landestitel gab es über 100 und 200 Meter für Friedberg-Fauerbach, über 800 Meter trumpften die beiden kleineren Vereine TV Assenheim und TV Rendel auf.

LG ovag/TSV Friedberg-Fauerbach

Steven Müller hat Doppelgold geholt. Auf der schnellen Bahn in Fulda zeigte der Sprinter sein Können und triumphierte zunächst über 100 Meter. Im Finale rannte er deutlich vorneweg, finishte in 10,34 Sekunden und stellte damit seine erst vor kurzem erzielte Bestleistung ein. Toll für den Verein: Mit Lars Hieronmyi stellte man auch den Zweitplatzierten. Der LG-Athlet kam in Saisonbestzeit von 10,60 Sekunden als Zweiter ins Ziel. Goldmedaille Nummer zwei machte Steven Müller dann über 200 Meter klar, wo er in der Hallensaison bereits den Deutschen Meistertitel feiern konnte. Bei guten 20,78 Sekunden stoppte die Zeit im Ziel. Damit ist Müller bislang weiterhin der einzige Deutsche, der mit seinen 20,60 Sekunden bereits die Norm für die Europameisterschaften in Berlin geknackt hat.

Freuen konnte sich auch Lars Hieronymi, der die restliche Konkurrenz im Finale abschütteln und hinter Müller erneut Vizemeister werden konnte – in neuer Saisonbestzeit von 21,44 Sekunden.

Teamkollege Alexander Decher konnte sich im Zwischenlauf auf 11,36 Sekunden steigern und blieb damit nur zwei Hundertstel von seiner diesjährigen Bestzeit weg. Janis Schmidt kam im Vorlauf auf 11,43 und Dirk Leiacker auf 11,70 Sekunden. Die beiden erfolgreichen LG-Senioren Bernd Lachmann und Lars Klingenberg finishten in 11,73 bzw. 12,20 Sekunden.

Über 400 Meter hätte der Traditionsverein aus der Kreisstadt sicherlich auch eine Medaille sicher gehabt, doch Lars Hieronymi ging leider einen Tick zu früh aus dem Startblock und wurde disqualifiziert. Bernd Lachmann kam über die Stadionrunde auf schnelle 53,70 Sekunden, was gleichzeitig eine neue hessische Bestleistung in der M50 ist. Dieselbe Strecke über Hürden bewältigte Gunnar Habl als Fünfter in 58,94 Sekunden.

Im Stabhochsprung überquerte Teetje Thomas vier Meter auf Anhieb, scheiterte dann aber an 4,20 Meter und wurde Siebter.

Einen großen Erfolg feierte Alina Schneider über 100 Meter der Frauen. Zum ersten Mal in ihrer Karriere blieb sie unter der magischen Zwölf-Sekunden-Marke, schnappte sich im Ziel in 11,99 Sekunden die Silbermedaille. Monika Rieschel wurde Gesamt-13. in 12,82 Sekunden. Nah ran an die Medaillen liefen Abike Tabel als Vierte über 200 Meter in 25,84 Sekunden sowie Anna Hülsmann, die in 25,97 Sekunden Fünfte wurde. Rang sechs gab es für Hülsmann zudem über 400 Meter (59,90 sec.).

Eine erneute Steigerung schaffte Sophie Burkhardt in Fulda. Das Lauftalent in Reihen der LG ovag lief über 1.500 Meter eine neue Bestzeit in 4:34,23 Minuten und wurde Vizemeisterin. Bronze holte Teamkollegin Jasmin Stowasser mit einer Steigerung auf 3,10 Meter im Stabhochsprung. Dana Prada lief die 100 Meter Hürden im Finale in 15,32 Sekunden (Rang sechs). Im Vorlauf ging es mit 14,99 Sekunden sogar noch einen Ticken schneller.

Mit einem neuen persönlichen Rekordlauf von 64,16 Sekunden sprintete Nachwuchstalent Fabienne Fliedner über 400 Meter Hürden ins Ziel. Damit wurde sie nicht nur hessische Meisterin mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz, sondern demonstrierte auch im nationalen Vergleich ihre Stärke in dieser Disziplin.

Zwei weitere Medaillen holten die Mädels in der U18. Anne Schröder lief in 25,68 Sekunden über 200 Meter zu Bronze. Mit dieser Zeit qualifizierte sie sich auch für die deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock. Ebenfalls Dritte wurde Karolin Leiacker im Stabhochsprung, mit überquerten 3,35 Meter. Teamkollegin Amrei-Rieke Thomas wurde Siebte mit 2,55 Metern. Laura Schien holte im Finale über 200 Meter Rang sechs in 26,32 Sekunden. Wiebke Linek und Sayana Wilhelm brauchten im Vorlauf 26,56 bzw. 26,91 Sekunden.

400m Hürden-Meisterin Fabienne Fliedner schaffte es nach 12,37 Sekunden im Zwischenlauf über 100 Meter ins Finale der schnellsten Acht. Hier kam sie in 12,43 Sekunden auf Rang fünf. Direkt dahinter landete Anne Schröder mit 12,45 Sekunden. Wiebke Linek finishte im Zwischenlauf in 12,95 Sekunden, Lilli Thomalla in 13,06 Sekunden. In den Vorläufen gingen die LG-Athletinnen Elena Rieschel, Chiara Neeb und Sayana Wilhelm an den Start.

Einzige Teilnehmer von LG-Seite her bei den Jungs in der U18 waren Tim Dillemuth und Linus Doufrain. Dillemuth wurde Fünfter über 400 Meter in neuer Bestzeit von 53,81 Sekunden, Linus Doufrain kam auf Platz elf (58,14 sec.). Im Weitsprung landete Doufrain bei 5,61 Meter und Rang zehn.

TV Assenheim

M14er Jan Dillemuth startete hochgemeldet in der MU18. Der Mittelstreckenspezialist stellte gleich zwei Kreisrekorde ein und lief zudem die bisher zweitschnellste Zeit des Jahres in der deutschen Bestenliste der M14. Der Florstädter wagte über 800 Meter mit 58 Sekunden einen forschen Angang in der ersten Stadionrunde und holte mit 2:03,93 Minuten Platz sieben in der U18. Diese Zeit bedeutet zugleih Kreisrekord in der M14 und M15.

Sprinter Tobias Trupp unterbot in der Klasse der Aktiven dreimal seine alte Bestzeit von 10,89 Sek. über 100 Meter. 10,82 Sekunden im Vorlauf, 10,78 Sekunden im Zwischenlauf und 10,82 Sekunden im Endlauf bedeuteten Platz vier im starken Feld. Einen Top Ten-Platz sicherte sich der 20-Jährige über den Langsprint von 200 Metern: Mit 22,07 Sekunden sicherte er sich Platz fünf.

TV Rendel

Zwei Landestitel verzeichnete der TV Rendel. Überragend und überraschend war das Abschneiden der W14-Athletin Johanna Ebert, die – hochgemeldet in die Altersklasse wU18 – eigentlich nur Erfahrung sammeln sollte, um am Wochenende bei den Meisterschaften der eigenen Altersklasse in Darmstadt nicht mehr mit der großen Nervosität zu tun zu haben. Bei den Titelkämpfen in der Halle zu Beginn des Jahres krankheitsgeschwächt noch durchgereicht, ging Johanna Ebert als jüngste Starterin das Rennen in Fulda von Anfang an offensiv und sehr mutig an und ging gleich an die Spitze des Feldes. So konnte sie das Tempo und ihre Mitstreiterinnen sehr gut kontrollieren. So erfolgreich, dass sie sich eingangs der Zielgeraden immer noch in Führung befand. Dank ihrer Sprintstärke konnte sie tatsächlich den Vorsprung ins Ziel retten, und lief in einer persönlicher Bestzeit von 2:20,27 Minuten – einer absoluten nationalen Topzeit für ihr Alter – zu ihrem ersten Hessenmeistertitel.

Lara Tortell, die über die Rendeler Paradestrecke 800 Meter in diesem Jahr bereits die Qualifikationsnorm für die Jugend-Europameisterschaften geknackt hat, ging über die lange Sprintdistanz von 400 Metern an den Start, um an ihrer Tempohärte zu arbeiten. Sie bewies einmal mehr, dass sie in Hessen auch hier zu den Besten gehört. 57,48 Sekunden bedeuteten die Silbermedaille, nur sechs Hundertstelsekunden hinter Siegerin Alisha Zwergel vom TV Gelnhausen.

Für den zweiten Titel des Tages sorgte Laras Bruder Marc Tortell. Dieser gewann bei den Männern souverän, ebenfalls über die 800 Meter, in 1:56,83 Minuten.

Die bronzene Medaille schnappte sich Espen Wick (Männerklasse) über 110m Hürden in 15,47 Sekunden. Tom Jurek (mU18) wurde Sechster im 1500m-Lauf in 4:48,51 Minuten. Die TVR-Mannschaft wurde komplettiert durch die Hochspringer Lisanne Heinze und Florian Kanert, Läufer Fynn Aurand (Bestleistung über 800 Meter) und Sprinter Sebastian Reuel (Bestleistung über 100 Meter)

TG Groß-Karben

Mit einem Sprung auf 5,86 m holte sich den Titel. Gleich im ersten Versuch sicherte sich Malin Stavenow, die seit vergangenem Jahr dem hessischen Weitsprung-Kader um Landestrainer Peter Rouhi angehört, mit einer Weite von 5,52 m den Einzug in den Endkampf. Den begann sie mit ihrem beeindruckenden Sprung auf die spätere Siegesweite.

Über eine gute Leistung konnte sich bei den Landesmeisterschaften auch Max Wilcke freuen. Seine Zeit von 11,53 Sekunden über die 100 m-Strecke bedeutete eine Bestleistung. Der 18-Jährige, der eigentlich in der Altersklasse U20 startet, war diesmal bei den Männern angetreten.

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