04. Mai 2020, 07:00 Uhr

Coronavirus-Krise

Tennisplatz, öffne dich: Ab heute darf wieder gespielt werden - unter Auflagen

In dieser Woche sollen die Tennisplätze in Hessen wieder zugänglich sein. In etwas mehr als einem Monat ist zudem der Start der Medenrunde geplant. Die Meinungen dazu sind vielfältig.
04. Mai 2020, 07:00 Uhr
Die Tennisplätze der Wetterau, hier in Ober-Mörlen, sind wieder freigegeben - unter strengen Vorgaben. (Foto: pv)

Die Anzeichen sind in den vergangenen Tagen immer deutlicher geworden. Spätestens am vergangenen Donnerstag herrschte Klarheit, als das Land Hessen die Ampeln an den Tennisplätzen wieder auf »grün« stellte.

Umfrage. Mehrheit der Vereine für Austragung der Medenrunde

»Die Leute brennen darauf wieder Tennis zu spielen«, sagen Terence Dürauer, Vorsitzender beim Ober-Mörler TC, und Amtskollege Raimund Klingl vom TC Wöllstadt unisono. Ob es die diesjährige Medenrunde aber zwingend bräuchte, stünde auf einem anderen Blatt, sagen beide Vereinsvorsitzende.

Zuvor hatten sich laut einer Umfrage des Hessischen Tennis-Verbandes (HTV) 63 Prozent der beteiligten 2770 Mannschaftsführerinnen und -führer der hessischen Vereine für die Durchführung einer Medenrunde ausgesprochen.

Unterschiediche Meinungen in den Mannschaften

Diese soll auf Landesebene am 15. Juni starten, in den Regionalligen soll bereits eine Woche zuvor mit Spielen begonnen werden. Die Bundesliga, in der die Damen des TC Bad Vilbel eigentlich ihren Titel verteidigen wollten, hatte der Deutsche Tennis-Bund bereits im April abgesagt.

Doch gerade in den höheren Altersklassen mischen werden nicht alle gemeldeten Mannschaften mitmischen: »Unsere Damen 60 haben zu große Angst und werden wohl zurückziehen. Das kann ich auch verstehen«, sagt der Wöllstädter Klingl. Dabei haben es die Damen um Mannschaftsführerin Margit Schulz als erstes Team des TCW geschafft, in die Hessenliga aufzusteigen. Der Trost: Laut HTV soll die Teilnahme freiwillig sein, Abmeldungen hätten keine Konsequenzen, die Mannschaften würden ihre Klasse für das Jahr 2021 beibehalten. Außerdem sollen nur Einzelpartien gespielt werden.

Einige Teams lassen sich noch etwas Zeit

In Ober-Mörlen lässt man sich mit der Entscheidung noch etwas Zeit: »Erst, wenn die Regularien klar sind, entscheiden wir, welche Mannschaften antreten«, sagt Dürauer.

Die Plätze sind schon bereit, die Instandsetzung im Frühjahr ist sowohl in Wöllstadt als auch in Ober-Mörlen abgeschlossen. »Jetzt müssen wir nur noch die hygienischen Vorgaben umsetzen«, sagt Klingl. Ob es die Medenrunde in diesem Jahr zwingend gebraucht hätte, wollen Klingl und Dürauer weder mit »Ja« noch mit »Nein« beantworten. »Es ist eine schwere Entscheidung und es gibt keine Blaupause dafür. Ein solche Situation haben wir noch nicht erlebt. Wir müssen uns damit abfinden, erst im Nachhinein zu wissen, was gut und was nicht gut war«, sagt Dürauer.

Verband vermeidet mit Medenrunde finanzielle Probleme

In der HTV-Mitteilung wurde die Öffnung der Tennisplätze auch damit begründet, dass bei einem anhaltenden Sportverbot das Risiko bestünde, dass die Nachfrage nach Trainingsstunden zurückginge, Trainer-Existenzen zerstört werden und Spieler dem Sport verloren gehen könnten. In den Verbänden in Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg sind die Plätze unter Auflagen schon wieder geöffnet, in Schleswig-Holstein war die Öffnung in der vergangenen Woche geplant.

Dem Verband würden ohne den hohen sechsstelligen Betrag, den er aus der Medenrunde einnimmt, finanzielle Probleme entstehen, was - neben dem Interesse am Wettkampf - wohl den Ausschlag für die Austragung geben sollte. Dass es aber keine normale Punktspielrunde sein kann, ist klar.

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