23. Oktober 2018, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

Trainer Christof Kreutzer erhöht Konkurrenzdruck beim EC Bad Nauheim

Ein Verteidiger hat bereits unterschrieben, ein 13. Stürmer ist plötzlich im Training - und der Name eines renommierten Torwarts macht die Runde. Beim EC Bad Nauheim verschärft sich der Konkurrenzdruck.
23. Oktober 2018, 07:00 Uhr
James Livingston und die Roten Teufel benötigen aktuell zu viele Chancen für einen Torerfolg. Hier scheitert der Kanadier, bedrängt von Markus Eberhardt, an Mirko Pantkowski im Tor der Heilbronner Falken. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Sami Blomquist hat Geschichte geschrieben. Der kleine, kernige Finne erzielte am Sonntag sieben (!) Treffer beim 9:2-Erfolg des ESV Kaufbeuren gegen den Deggendorfer SC. Sieben Tore in einer Partie - das hatte in der Deutschen Eishockey-Liga 2 vor ihm noch niemand geschafft. (Saison-)Rekordverdächtig ist auch das Resultat der Löwen Frankfurt: 10:2 gegen Bayreuth. Das erste zweistellige Resultat der Spielzeit 2018/19. In Bad Nauheim ist nach einem Zwischenhoch derweil Ernüchterung eingekehrt. Am Freitag gegen Heilbronn (3:4 nach Penaltyschießen) hatten sich die Roten Teufel nach einem unterhaltsamen Abend nicht für ihre Leistung belohnt, und am Sonntag war die Mannschaft in Crimmitschau (3:6) über weite Phasen schlichtweg physisch und gedanklich unterlegen. »Mit der Leistung vom Freitag verlieren wir so nicht. Das war gerade im zweiten Drittel erschreckend schwach. Wir haben defensiv zu viele Zweikämpfe verloren«, sagt Trainer Christof Kreutzer, der den Konkurrenzdruck im Kader erhöht.

Auf Verteidiger Denis Shevyrin folgt nun Stürmer Huba Sekesi. Der 25-Jährige ist auf Tryout-Basis in der Wetterau und soll in vier Spielen die Chance bekommen, sich vorzustellen. Sekesi spielte im Nachwuchs beim EC Bad Tölz, in U-Nationalmannschaften und wechselte 2013 nach Nordamerika (College-Liga NCAA III). In der Vorsaison absolvierte er zudem vier Partien in der drittklassigen ECHL. Jetzt will der 1,85 Meter große und 91 Kilogramm schwere Linksschütze wieder in Deutschland Fuß fassen. Für den DEL-Klub Nürnberg bestritt Sekesi zwei Spiele in der Champions Hockey League. Zuletzt absolvierte er ein Probetraining beim Erstligisten Schwenningen. »Ich habe ihn zuletzt vor rund zehn Jahren gesehen und möchte ihn mir anschauen«, sagt Kreutzer recht unverbindlich über den Deutsch-Ungar, der am Freitagabend das Heimspiel gegen Heilbronn im Colonel-Knight-Stadion verfolgt hatte.

EC Bad Nauheim: Wird Matthias Lange ein Kandidat für das EC-Tor?

Mit dem jungen Artjom Alexandrow, der bereits seit August zum Kader zählt, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht vor der November-Pause mitwirken kann, haben die Kurstädter ja noch eine weitere Tryout-Option in petto.

Am Freitag geisterte natürlich auch der Name Matthias Lange durch das Stadion. Der Bruder von Bad Nauheims Assistenztrainer Harry Lange ist Torwart beim DEL-Klub Iserlohn Roosters, könnte bei den Sauerländern künftig aber nur dritter Mann und damit wechselwillig sein. »Ich hätte auch Interesse an Sid Crosby«, sagt Kreutzer, angesprochen auf Matthias Lange, mit einem Schmunzeln. Das Thema sei »wirklich weit weg«, ergänzt der Coach der Roten Teufel schließlich ernsthaft. Erst recht, da bezüglich Jonathan Boutin noch keine neue Prognose vorliege. Der eigentliche Nummer-eins-Keeper der Roten Teufel ist zum sogenannten Brain Check in stationärer Behandlung. Ende der Woche erst erwarte man eine konkretere medizinische Einschätzung.

EC Bad Nauheim: Jannik Woidtke ist auf dem Abstellgleis gelandet

Abwehr-Neuzugang Shevyrin hat derweil - ohne eine echte Trainingseinheit mit dem Team absolviert zu haben - seine Qualitäten angedeutet. Intern ist nach dieser personellen Ergänzung Jannik Woidtke auf das Abstellgleis gerückt. Anfangs war der 27-Jährige im zweiten Powerplay gesetzt, zuletzt war er achter Verteidiger. Am Wochenende hatte er als überzähliger Abwehrspieler die vierte Sturmreihe ergänzt. Woidtke dürfte es angesichts des Überangebots schwer haben, auf Eiszeiten zu kommen. Neben Tryout-Spieler Sekeski sollte zum Wochenende auch wieder mit dem zuletzt erkrankten  Nico Strodel  zu rechnen sein, was die Zahl der Stürmer auf 13 erhöhen würde. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Dennis Reimer, der die Partie am Sonntag mit einer Armverletzung vorzeitig hatte beenden müssen und noch eingehender untersucht werden soll.

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