22. Juli 2019, 07:00 Uhr

Rückzug aus der Kreisoberliga

Vereine sind sich einig: SG Rodheim darf sich aus Kreisoberliga zurückziehen - und in der C-Liga spielen

Die Entscheidung ist gefallen: Die SG Rodheim darf weiterspielen - sich dafür allerdings aus der Fußball-Kreisoberliga Friedberg zurückziehen und in der C-Liga einen Neuanfang starten.
22. Juli 2019, 07:00 Uhr

Exakt eine Woche nach der Vorrundenbesprechung ist es beschlossene Sache: Die SG Rodheim darf sich aus der Fußball-Kreisoberliga Friedberg zurückziehen und den Startplatz ihrer zweiten Mannschaft in der Kreisliga C Friedberg, Gruppe 2, einen sportlichen und personellen Neuanfang wagen. Der Kreisfußballausschuss (KFA) Friedberg hat dem Antrag der Rodheimer von Mitte Juli zugestimmt, wie Sprecher Harald Wilke mitteilte. Die vom KFA befragten Kreisoberliga-Vereine hatten innerhalb einer Woche - und ohne Gegenstimme - dem Vorhaben der Rosbacher Stadtteilkicker zugestimmt.

Erleichterung bei Verantwortlichen der SG Rodheim

»Wir sind froh über den Ausgang unseres Antrags«, sagte SGR-Abteilungsleiter Uwe Wies. »Aus Vereinssicht sind wir vollkommen unverschuldet in diese Situation geraten.« Dennoch freue er sich über das Verständnis und die Solidarität der anderen Vereine. »Für uns geht es jetzt in der C-Liga einzig und allein darum, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und nicht in die sportliche Bedeutungslosigkeit zu fallen. Das werden wir auf alle Fälle packen«, sagte Wies. »Wir wollen die Saison vollständig spielen, dabei vernünftig auftreten und nach Möglichkeit das Norweger Modell zu vermeiden.«

Der Antrag war notwendig geworden, nachdem ab Mitte Juni innerhalb kürzester Zeit weite Teile der ersten Mannschaft der SG Rodheim dem Verein den Rücken gekehrt hatten. Die Verantwortlichen standen dieser Abwanderung ratlos gegenüber, als letzter Ausweg blieb angesichts mangelnder Konkurrenzfähigkeit nur noch der Gang zum KFA, der im Vorfeld der Vorrundenbesprechung am vergangenen Sonntag in Groß-Karben die Kreisoberliga-Vereine informiert hatte. Die Funktionäre wollten die Vereine in ihre Entscheidungsfindung miteinbeziehen, schließlich schrumpft so Friedbergs höchste Spielklasse auf de facto nur noch 14 Vereine. Der einzige feste Abstiegsplatz ist ebenfalls damit bereits im Vorfeld der am ersten Augustwochenende startenden Saison vergeben. Somit geht es für die verbliebenen Mannschaften im Kampf um den Klassenerhalt »nur« noch um die Vermeidung der Relegation zur Kreisliga A Friedberg.

Möglicher Neustart in der kommenden Saison in der Kreisliga A Friedberg?

Ebenfalls festgelegt wurde, dass die Rodheimer in der C-Liga zwar mitspielen dürfen, aber kein Aufstiegsrecht für die neue Saison haben. Allerdings: Als regulärer Absteiger wäre es möglich, in der darauffolgenden Spielzeit in der Kreisliga A Friedberg wieder mit einer Mannschaft an den Start zu gehen. Dies wäre nicht möglich gewesen, hätte sich die Verein vor ABlauf der Frist am 30. Juni zurückgezogen. Dann wäre das Team satzungsgemäß mindestens zwei Spielklasse nach unten gemusst, wäre also maximal in der B-Liga an den Start gegangen. »Wir werden alles versuchen, nächstes Jahr wieder in der A-Liga an den Start zu gehen. Doch dafür müssen wir unseren Kader fast vollständig erneuern«, sagte Wies. »Ich hätte es nie für möglich gehalten, in eine solche Situation zu geraten, aber wir konnten praktisch nur zuschauen, wie nach dem Abgang eines Spielers elf, zwölf weitere weggegangen sind. So etwas habe ich noch nie erlebt. Dabei hatten wir die letzten zehn Jahre eine super Aufbauarbeit geleistet und unsere Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft integriert.«

Die Vereine haben sich darüber hinaus - wie Wilke mitteilte - dazu entschlossen, trotz der Situation weiter ohne Richtzahlen, sondern mit festen Auf- und Absteigern zu spielen. Dies war 2004 erstmals entschieden worden, um den Vereinen im Vorfeld der Runde Klarheit um die möglichen Konsequenzen der Platzierungen an den beiden Enden der Tabellen zu verschaffen. »Im Namen des KFA Friedberg möchte ich mich sehr herzlich für die uns gewährte Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung in dieser Angelegenheit durch die Kreisoberliga-Vertreter bedanken«, schrieb Wilke in seiner Mitteilung. »Abschließend wünsche ich den Verantwortlichen der SG Rodheim ein glückliches Händchen bei der sportlichen Neuaufstellung, in welcher Spielklasse auch immer das in der Saison 2020/21 sein wird.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Friedberg
  • Fußball
  • SG Rodheim
  • Vereine
  • Philipp Keßler
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.