23. August 2019, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

Warum NHL-Star Leon Draisaitl beim EC Bad Nauheim mittrainiert

Für den EC Bad Nauheim geht es rund: Am Wochenende steht ein Marathonprogramm mit drei Spielen binnen drei Tagen auf dem Plan. Doch zuvor gab es noch einen besonderen Trainingsgast.
23. August 2019, 07:00 Uhr
Leon Draisaitl (Mitte, weißer Helm) hört mit den Spielern des EC Bad Nauheim den Ausführungen von Trainer Christof Kreutzer bei der Einheit in Köln zu. (Foto: pv/Humboldt)

EC Bad Nauheim


Wer ist denn das da mit den Spielern des EC Bad Nauheim auf dem Eis? Das werden sich wohl einige Fans am Mittwoch beim Klick durch die Social-Media-Kanäle des Wetterauer Zweitligisten gedacht haben. Denn mit den Roten Teufeln trainierte kein Geringerer als NHL-Superstar Leon Draisaitl, der sich beim Bundesligisten Kölner Haie wie schon öfter in der Vergangenheit im Sommer fit hält. Die Wetterauer hatten bei ihrem Kooperationspartner seit Montag den zweiten Teil ihrer Vorbereitung nach dem Trainingslager im österreichischen Dornbirn verbracht. Die beiden Förderlizenzspieler Dani Bindels und Simon Gnyp füllten den Kader auf und sorgen dafür, dass sich zwei Torhüter, sieben Verteidiger und 13 Stürmer in das Wochenende mit drei Spielen in drei Tagen stürzen. Denn auch Tyler Fiddler, der beim ersten Test gegen die Dornbirn Bulldogs (3:4) vergangenen Freitag noch krankheitsbedingt gefehlt hatte, ist wieder fit und hat die gesamte Woche voll trainiert.

EC Bad Nauheim: Kreutzer hofft auf »guten Test« gegen Herne und DEL 2-Konkurrenten

Nach der Rückkehr der Roten Teufel nach Bad Nauheim am Donnerstagabend geht es bereits am Freitagmittag wieder gen Westen - zum Kooperationspartner aus Herne. Der Oberligist ist Gastgeber und erster Gegner des ECN bei einem zweitägigen Vorbereitungsturnier. Erstes Bully ist am Freitagabend um 20 Uhr. Es folgt am Samstagmittag im Falle eines Sieges das Finale (18 Uhr) gegen den Sieger der Freitagpartie (17 Uhr) zwischen den Kassel Huskies und den Eispiraten Crimmitschau oder aber das Spiel um Platz drei (15 Uhr) gegen den Verlierer.

»Herne wird uns alles abverlangen«, schätzt Trainer Christof Kreutzer. »Sie sind Gastgeber und einziger Oberligist. Da wollen sie sich unbedingt beweisen. Aber natürlich sind wir Favorit und wollen gewinnen.« Einen weiteren Sieg wünscht er sich auch von der Samstagspartie, der ein »guter Test« werden könnte, bei dem man zudem auch gleich sieht, auf welchem Stand die beiden Konkurrenten aus der Deutschen Eishockey-Liga 2 sind. »Hauptsächlich geht es mir aber darum, dass wir das, was wir im Training gemacht haben, auf dem Eis umsetzen, dass wir die Spielsysteme verstehen und anwenden - auch wenn hier und da sicherlich auch mal etwas Müdigkeit auftreten kann.«

EC Bad Nauheim: Teambuilding beim Minigolfspielen

Denn: Geschont hat Kreutzer seine Mannen in der zweiten Trainingswoche auf Eis sicher nicht. Seit Montag waren die Roten Teufel in der Domstadt am Schwitzen. »Ich konnte ein bisschen Rücksicht auf die drei Spiele nehmen, aber auch nicht allzu sehr. Die Woche war insgesamt gut, die Jungs haben sehr gut mitgezogen«, erklärte er.

Zur Belohnung gab es am Mittwoch eine Partie Minigolf auf der Anlage des Vaters von Ex-Teufel Patrick Strauch. »Da hat man auf jeden Fall gesehen, wer Minigolfspielen kann - und wer nicht. Also ich kann’s«, sagte Kreutzer mit einem Lachen. Trotzdem hatte er als fünftbester Einzelspieler nicht das Glück, im Siegerteam zu spielen.

EC Bad Nauheim: Erster Eiskontakt in der Kurstadt am Sonntagmorgen vor dem Stadionfest

Ebenfalls eine Besonderheit war freilich die Trainingseinheit mit NHL-Profi Draisaitl. Der hatte sich per WhatsApp an Kreutzer gewandt und einfach gefragt, ob er mittrainieren könnte - und natürlich durfte er. »Auch wenn es nur eine kurze Einheit war, war es eine tolle Überraschung und selbst für unsere ausländischen Spieler etwas Besonderes. Leon Draisaitl ist für jede Mannschaft eine Bereicherung. Das sollte für jeden Eishockey-Spieler etwas Besonderes sein, auch wenn die Jungs aus Köln das aus der Vergangenheit vielleicht schon gewohnt sind«, sagte Kreutzer über die Stippvisite des 23-Jährigen, der bei den Edmonton Oilers unter Vertrag steht. »Wir haben ihn mal für das Winter-Derby angefragt, mal sehen, ob er einen Flug bekommt«, scherzte Kreutzer hinterher.

Zum ersten Mal auf’s Eis in der Kurstadt geht es übrigens am Sonntagmorgen als Pre-Game-Skate vor der Saisoneröffnungs-Partie gegen die Bayreuth Tigers (16.30 Uhr) - einen weiteren Ligakonkurrenten. »Mal sehen, was dann noch im Tank ist. Ich bin gespannt, auf welchem Stand Bayreuth ist. In der vergangenen Saison haben wir vier Mal gegen sie gewonnen, aber sie haben sich verstärkt«, meint Kreutzer. Dann kann das Eishockey-Wochenende ja kommen.

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