25. Juni 2019, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

Was Manuel Strodel vor dem Wechsel zum EC Bad Nauheim versprechen musste

Neuer Klub, neue Rolle. Manuel Strodel vom EC Bad Nauheim spricht über seinen Wechsel und ein Versprechen.
25. Juni 2019, 07:00 Uhr
Manuel Strodel (links) kommt von der Düsseldorfer EG zum EC Bad Nauheim. (Foto: dpa)

EC Bad Nauheim


Manuel Strodel ist mit 27 Jahren im besten Eishockey-Alter. Mehr als 300 Spiele in der DEL hat der Stürmer bestritten. Beim Antrittsbesuch in Bad Nauheim spricht der Stürmer über seinen Sommer und seine Lust auf die neue Saison.

Manuel Strodel, Sie sind in Ihrer Profi-Karriere moderne DEL-Arenen gewohnt. Hat man Ihnen auch erzählt, wie kalt es im Colonel-Knight-Stadion schon mal werden kann?

Manuel Strodel: Ich war - im Vorjahr, als ich verletzungsbedingt nicht spielen konnte - zweimal in Bad Nauheim, um meinem Bruder Nicolas zuzuschauen. Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie das im Winter sein kann. Deshalb musste ich meiner Freundin versprechen, ihr eine neue, dicke Winterjacke zu kaufen, wenn ich in Bad Nauheim unterschreiben (lacht). Den Deal bin ich eingegangen.

Sie sind im besten Eishockey-Alter, haben nun sechseinhalb Jahre in der DEL unter Vertrag gestanden. Wie geht man da mit dem Schritt in die zweite Liga um?

Strodel: Das ist mir recht leicht gefallen. Ich habe mit Bad Nauheim einen tollen Standort gefunden, weiß, dass die Rahmenbedingungen passen. Mit Christof Kreutzer spiele ich nun wieder unter dem Trainer, der mich vor elf Jahren nach Düsseldorf geholt hat. Und da freue ich mich wahnsinnig drauf.

Sie hatten sich im letzten Spiel gegen Augsburg den Mittelfuß gebrochen. Kann man unter diesen Umständen und angesichts der ungewissen Vertragssituation überhaupt den Sommer genießen?

Strodel: Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass dies nicht belastet. Ich bin ganz generell eher ein Typ, der sehr viel nachdenkt. Dann sitzt man zu Hause mit einem gebrochenen Fuß. Das stellt nicht gleich die Karriere infrage, dennoch reagieren Klubs doch eher zurückhaltend. Klar, da macht man sich seine Gedanken. Ich war sehr froh, dass sich Christof schon sehr früh gemeldet hat. Das gab mir ein gutes Gefühl. Und natürlich stellt man sich auch die Frage, ob man um jeden Preis in der DEL spielen muss, wo sich die zweiten Liga doch in den letzten Jahren so gut entwickelt hat. Hier haben wir ein tolles Team, mit Christof als Trainer oder auch mit Felix Bick, den ich schon sehr lange kenne, als Torwart. Ich bin überzeugt, dass die Entscheidung für Bad Nauheim der richtige Schritt ist, um mich auch persönlich noch mal weiter zu entwickeln.

Sie kommen aus der DEL. Da ist im Umfeld mit einer hohen Erwartungshaltung verbunden. Wie gehen Sie damit um? Zuletzt hatten Sie Ihre Rolle bei der DEG eher in den hinteren Reihen.

Strodel: Ich weiß, dass ich auch scoren kann. In der Saison mit Ken Olimb und Norm Milley beispielsweise habe ich viel Erfahrung gesammelt, 14 Tore geschossen. Zuletzt war meine Rolle bei der DEG eine andere. Unterzahl, hintere Reihen. Da lernt man, was es heißt, alles für das Team zu tun. Dennoch möchte ich künftig auch in Situationen auf dem Eis stehen, um Tore zu schießen, statt nur zu verhindern.

Auf welchen Spielertyp können sich die Fans freuen?

Strodel: Ich bin einer, der immer 110 Prozent für die Mannschaft gibt, und ich hoffe, dass ich jetzt auch wieder in den vorderen Reihen zeigen kann, was in mir steckt, dass ich Scoring-Qualitäten habe. Ich freue mich auf die neue Rolle, in der mich der Trainer sieht.

Haben Sie die DEL2 in der Vergangenheit verfolgt? Was ist drin für den EC Bad Nauheim?

Strodel: Klar, es gibt immer Freunde und ehemalige Mitspieler, deren Weg man verfolgt. Ich bin sehr guter Dinge. Mit Marc El-Sayed haben wir einen Top-Center bekommen, mit Andy Pauli und Huba Sekesi wurden individuell gute Spieler geholt. Ich denke, wir werden uns als sehr homogene Truppe präsentieren.

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