27. November 2019, 22:51 Uhr

Fußball-Hessenliga

Wie das Derby zwischen Türk Gücü Friedberg und dem FV Bad Vibel zur einseitigen Sache wurde

Alexander Bauscher hat dem Spiel des FV Bad Vilbel in der Fußball-Hessenliga bei Türk Gücü Friedberg den Stempel aufgedrückt.
27. November 2019, 22:51 Uhr
ACE
Dreifacher Torschütze: Alexander Bauscher (Mitte) entscheidet die Partie quasi im Alleingang. (Foto: A. Chuc (www.chuc.de))

Im Wetterauer Derby der Fußball-Hessenliga hat Türk Gücü Friedberg am Mittwochabend vor eigenem Publikum mit 0:4 (0:2) gegen den FV Bad Vilbel verloren. Unter widrigen Witterungsbedingungen kam dieses im Vorfeld nicht erwartete deutliche Resultat auf dem Ober-Rosbacher Kunstrasenplatz völlig berechtigt zustande. Keineswegs überraschend war dagegen die magere Derby-Kulisse bei teilweise ergiebigen Regenfällen, denn etwas weniger als 130 Besucher verliefen sich auf den Rängen. Die Gastgeber boten über die gesamte Spielzeit eine enttäuschende Vorstellung, obwohl sie zu Beginn durch Masse Bell Bell (1.) und Vuk Toskovic (11.) zwei Chancen zur Führung ausließen. Dann aber übernahm Bad Vilbel die Spielkontrolle und war gegenüber dem letzten Auftritt in Baunatal praktisch nicht wieder zu erkennen.

Spielerisch deutlich besser und angeführt vom überragenden Stürmer Alexander Bauscher, der drei von vier Toren markierte, zeigten die Brunnenstädter einen tollen Auswärtsauftritt. Die Tore der Vilbeler waren dabei auch schön herausgespielt. Beim ersten Tor leistete Maximilian Brauburger die Vorarbeit, seine Hereingabe hob Bauscher über den herausstürzenden TG-Torhüter Tolga Sahin ins Eck (19.). Sieben Minuten später öffnete Ernad Dananovic das Spiel mit einem Pass auf den Flügel, wieder gab Brauburger herein, und Bauscher war erneut zur Stelle. Bei den Friedbergern lief nach vorne ohne Jonatan Tesfaldet und Shelby Printemps wenig. Anders bei Bad Vilbel, wo Bauscher einen Sahne-Abend erwischte und kurz nach Wiederbeginn mit einem Abstauber das 3:0 markierte (47.). Kapitän Thorben Knauer hatte aus 20 Metern abgezogen und Sahin im Friedberger Kasten den Ball vor Bauschers Füße abgewehrt.

Die Bemühungen auf eine Wende waren den TG-Cracks nicht abzusprechen, doch es machte sich immer mehr Ratlosigkeit breit. Chancen entstanden mehr oder weniger zufällig, so als Erdinc Solak von der Mittellinie abzog und beinahe FV-Keeper Sadra Sememy überrascht hätte. Per Freistoß aus 35 Metern besorgte dann Jonas Grüter den Endstand (62.).

Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic zeigte sich nach dem Befreiungsschlag im Abstiegskampf erleichtert. »Zu Beginn hatten wir in zwei Situationen auch etwas Glück. Dieses Glück haben wir uns heute aber verdient, weil wir eben den Ton angegeben haben und spielerisch überzeugt haben.« Vor allem die Chancenverwertung habe gestimmt, sodass sein Team viele Sachen richtig gemacht habe. »Wir haben schon oft 2:0 geführt und noch verloren, von daher war mir erst nach dem 3:0 klar, dass wir das Spiel gewinnen«, sagte Mustafic.

Sein Kollege Carsten Weber war über den Spielausgang natürlich enttäuscht: »Wir sind nicht schlecht reingekommen und dann haben wir den ersten krassen Fehler gemacht, als wir drei Zweikämpfe in Folge verloren haben. Wir hatten eine katastrophale Zweikampfquote und haben entscheidende Duelle verloren. Nach vorne keine Durchschlagskraft, und insofern ist das alles extrem enttäuschend. Wir hätten uns mit einem Sieg in eine überragende Position bringen können.«

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Usic, Dinler, Dudda, Ouattara - Hagley, Eren - Bell Bell, Mitrovic (60. Marra), Toskovic (60. Miric) - Solak (80. Gürsoy).

FV Bad Vilbel: Sememy - Alik, Grüter, Saso - Dogan, Babic, Dananovic, Knauer (85. Farid Affo), Tochihara - Brauburger (80. Biehrer), Bauscher (88. Cichutek).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Weickenmeier (Bad Homburg). - Zuschauer: 128. - Tore: 0:1 (19.) Bauscher, 0:2 (26.) Bauscher), 0:3 (47.) Bauscher), 0:4 (62.) Grüter.

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