19. Januar 2021, 12:00 Uhr

Fußball

Armin Kling hat drei Wünsche zum 60. Geburtstag

Armin Kling ist fußballerischer Multi-Funktionär in der Wetterau. Am heutigen Dienstag feiert er 60. Geburtstag. Sein größter Wunsch hat sich schon im Herbst erfüllt.
19. Januar 2021, 12:00 Uhr
Fußball-Funktionär durch und durch: Armin Kling, seit 2006 Spielausschussvorsitzender beim FC Nieder-Florstadt, feiert heute seinen 60. Geburtstag. FOTO: CHUC

Spielausschussvorsitzender beim FC Nieder-Florstadt, Klassenleiter der Kreisoberliga Friedberg, Referent für Freizeit- und Breitensport im Kreisfußballausschuss, Mitglied in der Kommission »Fußball-Entwicklung und Nachhaltigkeit« beim Hessischen Fußball-Verband sowie Beisitzer im Regionalsportgericht. Armin Kling ist - den Amateurfußball betreffend - ein positiv Verrückter. Zu seinem 60. Geburtstag am heutigen Dienstag spricht der Technische Angestellte von Hessen Mobil über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Verein und den Kreis, Motivation im Ehrenamt und seine Wünsche zum neuen Lebensjahr.

Der Ball ruht seit Anfang November erneut. Haben Sie sich als Vollblut-Fußball-Funktionär inzwischen an ein Leben abseits des Sportplatzes gewöhnt?

Im Mittelpunkt unseres Handelns - und damit meine ich Verbands- und Kreisebene - steht die Gesundheit; von unseren Spielern, unseren Mitgliedern und Zuschauern. Von vielen Vereinen bekommen wir Rückmeldungen, die uns bestärken. Wir alle müssen nun eben diesen Weg gehen, auch wenn es in Bezug auf den Fußball und das Vereinsleben schmerzt. Wir schützen damit die Beteiligten und deren Familien.

Inwiefern hat sich durch Corona-Pandemie Ihre Funktionärstätigkeit verändert?

Die Arbeit an sich ist auf allen Ebenen inzwischen doch deutlich weniger geworden. Aber natürlich hält man auf freundschaftlicher Ebene Kontakte zu anderen Vereinen und tauscht sich aus.

Sie sind seit Oktober vergangenen Jahres als Nachfolger von Jürgen Ohl Referent für Freizeit- und Breitensport. Wie ist das Tätigkeitsfeld definiert?

Ich will die Arbeit im Kreisfußballausschuss unterstützen, wo ich nur kann. Deshalb habe ich mich bereiterklärt, die Wahl anzunehmen. Aktuell erfordert die Pandemie ungewohntes Denken und ungewohnte Entscheidungen, um auf neue Entwicklungen zu reagieren. Meine Aufgabe ist unter anderem die Organisation des Altherren-Fußballs, von Ü 35-Kreismeisterschaften und Futsal sowie die Beratung zu unseren Angeboten. Viele wissen gar nicht, was unsererseits alles angeboten wird.

Wie gelingt es, in der aktuellen Phase Ehrenamtler bei Laune zu halten?

Ich kann nur vom FC Nieder-Florstadt sprechen. Und in unserem Verein spüre ich eine große Solidarität. Wir pflegen intensive telefonische Kontakte, und wenn einer etwas auf dem Herzen hat, treffen wir uns auch zu einem Vier-Augen-Gespräch. Bei uns bleiben alle dabei.

Was motiviert Sie nach 15 Jahren noch? Gibt es nicht nervenaufreibende Momente, in denen man die Lust verliert?

Nervenaufreibend war einzig der Abstieg im Jahr 2016. Wir hatten sehr lange Zeit der Kreisoberliga angehört. Die Rückkehr in die Kreisoberliga ist sicher etwas, das mich antreibt. Andererseits: Wenn es Leute gibt, die an meine Stelle treten möchten, ziehe ich mich auch gerne etwas zurück, stehe aber weiter mit Rat und Tat zur Seite.

Sie gehen im Ehrenamt auf. Ist Ihnen das soziale Engagement in die Wiege gelegt worden?

Mein Vater war Schiedsrichter und hat mich sehr oft mitgenommen. Da war ich rasch vom Fußball infiziert. Ein Schlüsselerlebnis war sicherlich der Hessenpokalsieg des FC Nieder-Florstadt 1973; ein 2:1-Erfolg als Außenseiter gegen den SSV Bottenhorn. Wir haben damals einen Familienausflug zum Endspielort nach Alsfeld unternommen. Das hat mich sicherlich geprägt. Zudem war mein damaliger Konrektor der Trainer, Kapitän Ernst Fleischer zählte zur Verwandtschaft. Im 2005 wurde ich dann von Jürgen Biedenkopf angesprochen, ob ich ihm nicht ein bisschen helfen wolle. So hat es angefangen.

Wer einmal Ja gesagt hat, begleitet ein Amt oft über Jahre. Warum fehlt es der jüngeren Generation an Motivation?

Wir haben einen Leitfaden erstellt mit Dingen, die zu tun sind, wenn ich mal nicht da sein kann. Der Spielbericht wird dann oft angefertigt, in vielen anderen Fragen heißt’s dann aber: Der Armin ist ja noch da.

Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?

Mein größter Wunsch ist bereits in Erfüllung gegangen. Ich bin im vergangenen Herbst Opa geworden. Danach sehne ich mir natürlich das baldige Ende der Pandemie herbei. Und zum dritten hoffe ich, dass wir unser Kunstrasen-Projekt abschließen können. Die Stadt hat ihr Okay zum nächsten Planungsschritt gegeben. Ziel ist es, im September fertig zu sein und mit diesem Platz vielleicht auch den einen oder anderen Spieler nach Nieder-Florstadt locken zu können.

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