27. April 2021, 07:00 Uhr

eDEL-Titel verteidigt

Bad Nauheimer bleibt Maß aller Dinge im Eishockey an der Konsole

Der Bad Nauheimer Tim Heß bleibt das Maß aller Dinge im Eishockey an der Konsole - zumindest im deutschsprachigen Raum. Souverän verteidigte er am Wochenende seinen Titel in der eDEL.
27. April 2021, 07:00 Uhr
Tim Heß ist zum zweiten mal deutscher Meister im Eishockey auf der Playstation 4. (Foto: privat)

Per Sweep zur Titelverteidigung: Tim Heß aus Bad Nauheim bleibt auf dem virtuellen Eis der Video-Simulation »EA Sports NHL 21« mit der Playstation 4 der erfolgreichste Spieler im deutschsprachigen Raum. Am Sonntag gewann der 21-Jährige, der unter dem Gamer-Namen »Timasy« für den EHC Red Bull München an der Konsole sitzt, auch die zweite Auflage der offiziellen E-DEL-Meisterschaft. Die Best-of-five-Serie gegen Kevin Berg, der sich hinter dem NHL-Gamertag »Keuschemisch« verbirgt, entschied Heß überraschend deutlich zu seinen Gunsten: 8:2, 6:2, 5:1.

Aus über 2500 Teilnehmern des D-A-CH-Verbandes aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich die vier Halbfinalisten herauskristallisiert, die am Samstagnachmittag um den Einzug ins Endspiel kämpften. Für Heß kam es dabei zur Neuauflage des E-Spengler-Cup-Finales gegen den Schweizer Sven Julmi alias »originaL-SnuS«. Im Best-of-three-Modus eliminierte der Mittelhesse den Eidgenossen aus Zürich, der das Team der Adler Mannheim lenkte, mit zwei Siegen ebenfalls glatt (6:3, 6:4).

Enges Match erwartet

Seit mehreren Jahren zockt der Wetterauer Eishockey-Enthusiast mittlerweile auf höchstem Level. Im Finale wartete in Person von Berg ein Herausforderer auf Augenhöhe. Zumindest ließen die knappen Resultate der letzten Duelle beider Kontrahenten im Vorfeld enge Matches vermuten.

Taktisch wählte der amtierende Champion im Vergleich zu den vorangegangenen Qualifikationsrunden eine veränderte Marschroute. »Ich habe versucht, die Qualität seiner Chancen zu minimieren«, sagte Heß im Twitch.tv-Interview mit Moderator Alexander »Bl00dyLP« Blattmann, den die Zuschauer des »realen« Eishockeys auch von Sprade TV-Übertragungen des EHC Freiburg aus der DEL 2 kennen und der das Finale um die Meisterschaft kommentierte.

Heß, dessen Verpflichtung der EHC Red Bull München erst Anfang März auf allen Social-Media-Kanälen bekannt gemacht hatte, dominierte vom Start weg. »Es scheint so, als wäre ›Timasy‹ heute in Top-Form«, kommentierte Blattmann in Spiel eins und prognostizierte: »Es wird für Keuschemisch darauf ankommen, diese Angriffsflut irgendwie einzudämmen.«

Neues Equipment als Preis

Doch Widersacher Berg konnte die Schleusen nicht rechtzeitig schließen. »Ich habe alleine drei Tore direkt nach Bullys kassiert. Das war der Knock-out«, meinte der Unterlegene hinterher, der die Eisbären Berlin steuerte.

Heß bestätigte seinen Triumph aus dem Vorjahr, als er in der Kölner Lanxess-Arena bereits die E-DEL-Premiere - heute wie damals mit nur einer Niederlage - siegreich absolviert hatte, und sicherte sich damit einen Gamer-Stuhl und -Headset, das Spiel »NHL 22« sowie ein Playoff-T-Shirt und Magenta-Sneaker. FOTO: PV

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