Lokalsport

Bis zu acht Spieltage fehlen

Wann und wie kann 2021 auf den hessischen Sportplätzen der Fußball wieder rollen? Damit beschäftigt sich aktuell der Verbandsspielausschuss des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), der mehrere Denk-Modelle erarbeitet hat, die im Rahmen der nächsten Vorstandssitzung am 28. November diskutiert werden sollen. An einen Start im Januar glaubt Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg) allerdings nicht mehr.
23. November 2020, 11:30 Uhr
RG
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Der Hessische Fußball-Verband will in der kommenden woche verschiedene Szenarien für einen Wiedereinstieg in den Spielbetrieb diskutieren. FOTO: NICI MERZ

Wann und wie kann 2021 auf den hessischen Sportplätzen der Fußball wieder rollen? Damit beschäftigt sich aktuell der Verbandsspielausschuss des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), der mehrere Denk-Modelle erarbeitet hat, die im Rahmen der nächsten Vorstandssitzung am 28. November diskutiert werden sollen. An einen Start im Januar glaubt Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg) allerdings nicht mehr.

»Wir haben erst einmal alle Nachholspieltage an Einzelspieltagen herausgefiltert, die Blockspieltage waren eh schon klar. In den meisten Ligen fehlen sieben bis acht komplette Spieltage«, erklärt Radeck. Diese Information sei für die Kreisfußballwarte jedoch wichtig, um tatsächlich bemessen zu können, in welchen Klassen der Schuh wie sehr drückt. So stehen zum Beispiel in der Hessenliga mit den beiden Wetterauer Vertretern Türk Gücü Friedberg und FV Bad Vilbel noch bis zu 27 Spieltage aus. Das größte Sorgenkind hingegen ist die Gruppenliga Frankfurt Ost, wo mindestens noch 27 ausstehen, die Sportfreunde Seligenstadt beispielsweise müssen noch 31 Spiele absolvieren.

»Die große Frage ist: Wie können wir das in einer Restrunde einplanen? Das haben wir in Frankfurt ausgearbeitet und im Verbandsspielausschuss vorgestellt«, erklärt Radeck weiter. Hier gibt es mehrere Denk-Modelle: Eines sieht vor, die Saison regulär beenden zu können, wenn die Sportplätze ab Januar wieder freigegeben werden und so bis zum Ende der Winterpause alle ausgefallenen Spieltage nachgeholt werden könnten. Kann erst später gestartet werden, sollen erst alle Spiele der Hinrunde ausgetragen werden und die betroffenen Partien der Rückrunde über Fronleichnam und Pfingsten nachgeholt werden. Das Ziel dafür ist klar: Der HFV hat sich bekanntlich auf dem außerordentlichen Verbandstag im Juni das Recht zusichern lassen, in diesem Jahr durch einen Vorstandsbeschluss entscheiden zu können, wie mit der Saison verfahren wird.

Eine Annullierung ohne Wertung ist zwar denkbar und dürfe - so meinen viele - kein Tabubruch sein. Ziel ist aber, zumindest die Hinrunde durch zu bekommen und anschließend zu werten oder die Ligen in eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde einzuteilen. Dass es Auf- und Absteiger geben wird, hatte der HFV so vorher schon festgelegt.

»Jetzt geht es darum, sich mit den Kreisfußballwarten zu unterhalten, wenn man tatsächlich im Januar anfangen könnte. Das gibt ja gerade in Ost- und Nordhessen einige Probleme. Aber daran glaube ich momentan ohnehin nicht, es ist vermutlich eher die Frage: Gibt es einen Startschuss im Februar oder eher im März? Das hängt aber von den politischen Entscheidungen ab«, sagt Radeck, der ergänzt: »Wir können nur sagen: So können wir uns das vorstellen. Wir wollen bereit sein, wenn die Politik sagt, dass wieder Fußball gespielt werden darf.«

Davon, die Saison über das geplante Ende am 13. Juni hinaus zu verlängert, hält der Verbandsfußballwart übrigens nicht viel: »Das müsste über den DFB mitlaufen, weil es alle Landesverbände betrifft. Und dann hängt da einfach so viel dran wie Wechselfristen und ein wieder späterer Start der neuen Saison. Davon bin ich kein großer Freund«, sagt Radeck. Sein Wunsch: »Wir spielen so viele Spiele wie es geht und machen danach einen Cut, damit wir am 1. August wieder in eine hoffentlich normale Saison starten können.«

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