19. Oktober 2021, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Der X-Faktor im Spiel

Mick Köhler, Stefan Reiter und Fabian Herrmann bilden die nominell dritte Reihe beim EC Bad Nauheim. Sie haben in fünf von sechs Spielen getroffen und machen damit den Unterschied aus.
19. Oktober 2021, 07:00 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Stefan Reiter (rechts, im Zweikampf mit Brock Maschmayer) und seine Nebenleute Mick Köhler und Fabian Herrmann haben als dritte Angriffsreihe in fünf von sechs Spielen des EC Bad Nauheim getroffen. FOTO: CHUC

Die Wetterau feiert ihren »Kurstadtverein«. Platz drei nach sechs Spielen in der Deutschen Eishockey-Liga 2, aktuell gar Rang drei im Zuschauer-Ranking hinter Frankfurt und Kassel. Die Roten Teufel haben sich nach einer Saison ohne Fans rasch wieder in deren Herzen gespielt. Schnell, gradlinig und torhungrig - nur drei Klubs haben bislang öfter getroffen, das kann man angesichts der vergebenen Möglichkeiten kaum glauben - präsentiert sich der EC Bad Nauheim im Oktober 2021; und dies trotz der aktuell drei namhaften Ausfälle. »Wir sind auf dem richtigen Weg«, sagt Harry Lange, der Trainer und Kader-planer.

Der X-Fakor im Spiel: Stefan Reiter, Mick Köhler und - nach der Verletzung von Andreas Pauli - Fabian Herrmann haben in fünf von sechs Spielen getroffen (sogar öfter als das Nordamerkia-Duo Jerry Pollastrone/Jordan Hickmott mit Tobias Wörle); und das Torschießen gehört sicher nicht zur Kernaufgabe einer nominell dritten Angriffsreihe, die eher entlasten, das Ergebnis für die beide Scoring-Linien halten soll. »Die Jungs sind gut auf den Schlittschuhen unterwegs. Sie spiegeln uns als Mannschaft wieder«, sagt Lange.

Mick Köhler bescheingt er »einen guten Job, und er kann noch mehr«. Fabian Herrmann zeige, dass er »auch nach hinten arbeiten kann. Dass er im Spiel nach vorne Talent hat, wussten wir.« Und dann ist da noch Stefan Reiter, »der Motor der Reihe, im Fore- wie im Backcheching«, wie es Lange formuliert.

Zwei Treffer hatte Reiter am Wochenende erzielt, unter anderem bei seinem Ex-Klub Bad Tölz getroffen. »Das ist noch immer etwas Besonderes. Und es hat gut getan, nachdem ich in der vergangenen Saison gegen Tölz gar nicht getroffen hatte.« Das Erfolgsgeheimnis seiner Reihe: »Wir arbeiten durchgehend hart, haben viel Spaß und haben keine Angst.« Lob gab’s von ihm für den jungen Herrmann auf dem anderen Flügel. »Er macht seine Sache richtig gut. Noch ein bisschen Feinschliff - und wir können noch besser werden.«

Im Overtime-Erfolg gegen Heilbronn sieht er einen Punktverlust. »Wir haben gut angefangen, haben die Partie im letzten Drittel aber ein bisschen abgeschenkt, weil wir’s vorm eigenen Tor ein bisschen haben schleifen lassen. Das ist ärgerlich«, sagt der 25-Jährige.

In dieser Woche wird Neuzugang Patrick Seifert erstmals nach seiner Adduktoren-Operation die Schlittschuhe schnüren und langsam in das Eistraining einsteigen. Aus Köln werden die Leo Korus (19 Jahre) und Robin van Calster (18) erwartet. Michael Bartuli, zuletzt im EC-Kader, wird wohl wieder die U20-Mannschaft aus Köln ergänzen. Allerdings: Im DEL-Kader der Haie waren Verteidiger Maxi Glötzl und Stürmer Julian Chrobot am Sonntag überzählig. Vielleicht sieht man einen der beiden ja am Wochenende in Bad Nauheim.



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