17. Oktober 2021, 22:27 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Doppelte Verlängerung

Der EC Bad Nauheim bezwingt die Heilbronner Falken in der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit 4:3 nach Overtime. Am Sonntagmorgen hatte die Spielbetriebs GmbH einen Profi-Vertrag verlängert.
17. Oktober 2021, 22:27 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Tristan Keck erzielt mit diese Schuss den ersten Unterzahl-Treffer des EC Bad Nauheim in dieser Saison. Rechts: Kenney Morrison. FOTO: CHUC

Bad Nauheim führte zweimal und lag kurz vor Schluss doch in Rückstand. Bad Nauheim traf in Unterzahl und in zweimal Überzahl - und Bad Nauheim holte am Sonntag vor 1812 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion zwei Punkte, mit denen Tabellenplatz drei in der Deutschen Eishockey-Liga 2 behauptet werden konnte. Mit 4:3 (1:0, 1:1, 1:2/1:0) nach Verlängerung konnten sich die Roten Teufel gegen die Heilbronner Falken durchsetzen. Jerry Pollastrone setzte den Schlusspunkt unter eine ebenso wilde, wie tempo- und abwechslungsreiche Auseinandersetzung. Zuvor hatten Stefan Reiter, Tristan Keck und Tobias Wörle für die Hessen getroffen.

»Wir waren 40 Minuten lang nicht im Spiel. Bad Nauheim hat sehr viel Druck gemacht. Dann haben wir gutes Hockey gezeigt. Die Strafzeit am Ende war sicherlich glücklich für Bad Nauheim«, meinte Falken-Assistenz-Trainer Chrisoph Schubert, der Chefcoach Jason Jason Morgan in der Pressekonfernz vertrat. Harry Lange war seitens der Hausherren »heilfroh über die Punkte«. Nach »sehr gutem Beginn« habe man im zweiten Abschnitt »manches falsch gemacht« und sei in den letzten 20 Minuten »nicht gut gewesen«.

Am Morgen hatten die Roten Teufel den Tryout-Vertrag mit Nikonoar Dobryskin in ein Angestelltenverhältnis bis zum Saisonende modifiziert. Der Verteidiger fällt unter das U 23-Kontingent und kann im Bedarfsfall auch für Kooperationspartner EG Diez-Limburg auflaufen.

Dem entscheiden Treffer in der Verlängerung war eine Hinausstellung gegen Simon Thiel vorausgegangen, über die sich die Gäste-Bank kaum beruhigen konnte. Bad Nauheim spielte diese nummerische Überzahl sehr geduldig aus, am Ende hatte Pollastrone quasi das leere Tor vor sich.

Beide Mannschaften zeigten von der ersten Minute an Power-Eishockey, mit viel Wucht und Energie. Kein Durchschnaufen, kein Taktieren - Angriff war die Devise. Ein Spiel in der neutrale Zone fand quasi nicht statt. Die besseren Möglichkeiten hatten die Roten Teufel durch Keck (7.) und den jungen Fabian Herrmann, der sich zunehmend in der zweiten Liga akklimatisiert, aber an Florian Mnich scheiterte. Wieder war es die nominell dritte Reihe, die den Führungstreffer (Reiter) erzielte.

Im zweiten Durchgang ließen sich die Gastgeber dann mehrfach überlaufen, Heilbronn kam durch Judd Blackwater zum Ausgleich. Mit dem ersten Unterzahl-Treffer in dieser Saison sorgte der pfeilschnelle Keck anschließend für die erneute Führung - 2:1.

Im Schlussabschnitt leistete sich Bad Nauheim dann aber zunehmend leichte Fehler. Thiel (46.) und Lautenschlager (51.) nutzten diese Geschenke, drehten die Partie. Fünf Minuten vor Schluss fand Kapitän Wörle die Lücke in Überzahl, erzielte seinen ersten Saisontreffer. Mit dem zweiten Powerplay-Treffer - bislang eher ein Manko im Spiel der Roten Teufel - sicherte Pollastrone seiner Mannschaft den zweiten Punkt (63.).

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Wachter, Sekesi, Stephan, Tomas Schmidt, Dobryskin - Körner, Vause, Keck, Wörle, Hickmott, Pollastrone, Herrmann, Mick Köhler, Reiter, Leon Köhler, Bartuli.

Heilbronner Falken: Mnich - Maschmeyer, Morrison, Mapes, Fischer, Hadamzik, Preto - Williams, Blackwater, Fabricius, Della Rovere, Lautenschlager, Lambacher, Dunham, Klos, Thiel, Volkmann.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (12.) Reiter (Herrmann, Stephan), 1:1 (24.) Blackwater (Lautenschlager, Williams), 2:1 (29.) Keck (Vause - SH), 2:2 (46.) Thiel (Lautenschlager, Lambacher), 2:3 (51.) Lautenschlager (Thiel, Fabricius), 3:3 (58.) Wörle (Körner, Tomas Schmidt - PP), 4:3 (63.) Pollastrone (Vause, Kevin Schmidt - PP). - Schiedsrichter: Falten/Schmidt. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Heilbronn 8. - Zuschauerr: 1812.



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