04. März 2021, 22:41 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim hadert mit »Voodoo-Puppe«

Erneut verliert der EC Bad Nauheim in der 2. Eishockey Liga knapp: In der Schlussminute trifft Bietigheim zum schmeichelhaften 4:3-Heimsieg gegen den EC.
04. März 2021, 22:41 Uhr
Es bleibt eine unglückliche Situation für den EC Bad Nauheim und Christoph Körner (r.), der hier Bietigheims Schlussmann Leon Doubrawa nicht überwinden kann. FOTO: BRITSCH (Foto: Hansjürgen Britsch (Pressefoto Baumann))

EC Bad Nauheim


Es ist wie verhext. 47 Sekunden vor der Sirene landete Bietigheims Max Prommersbergers Schuss im Netz und Bad Nauheims Trainer Harry Lange musste einmal mehr seinem Gegenüber zum Sieg gratulieren.

Am Donnerstagabend hat sich die gewohnte Prozedur für den EC-Coach wiederholt - zum siebten Mal in Folge seit Amtsantritt. In Bietigheim unterlagen die »Roten Teufel« mit 3:4 (1:3, 2:0, 0:1) und bleiben DEL2-Tabellenschlusslicht.

»Irgendwo sitzt einer mit der Voodoo-Puppe. Der soll bitte mal aufhören«, sagte ein zerknirschter Lange bei der Pressekonferenz. Sechs der letzten sieben Niederlagen endeten mit einem Tor Unterschied.

Den Hessen fehlte beim Auftritt in der EgeTrans-Arena neben Andreas Pauli (Armverletzung) weiterhin der schwedische Neuzugang David Aslin (noch im Quarantäne-Quartier). Leon Köhler wurde aus Diez-Limburg zurückbeordert.

Die Steelers mussten im Vergleich zur 4:7-Niederlage in Bayreuth auf Torwart Cody Brenner sowie die Verteidiger Tim Schüle und Benjamin Hüfner verzichten, dafür stand Prommersberger wieder im Aufgebot.

Zu beobachten war ein gleiches Schema wie in den letzten Spielen: Zu leicht geriet der EC in Rückstand. Ein Pass ins Leere im eigenen Drittel von Daniel Ketter begünstigte das 1:0 durch Yannick Wenzel, dann steuerte Norman Hauner alleine auf Keeper Bad Nauheims Felix Bick zu - 2:0. Kelsey Tessier verkürzte zwar auf Vorlage von EC-Topscorer Cason Hohmann, aber in Überzahl stellte die beste Powerplay-Mannschaft der Liga den alten Abstand wieder her. »Jeder kleine Fehler landet momentan in unserem Tor«, resümierte Ex-Steeler Freddy Cabana im Pausen-Interview.

Ohne Bietigheims Kapitän Nicolai Goc, der ebenso wie Robert Kneiseler verletzt ausgeschieden war, ging es in den zweiten Abschnitt. Engagement, Laufbereitschaft und Einsatz waren den Gästen nicht abzusprechen. Tessier traf zwischen die Schoner des 19-jährigen Goalies Leon Dubrawa und Luis Üffing fasste sich kurz darauf ein Herz. Per Handgelenkschuss traf der Kölner Förderlizenz-Akteur zum Ausgleich.

Im letzten Drittel waren die Wetterauer das aktivere Team, wollten die Trendwende erzwingen, aber zweimal Hohmann und Christoph Körner ließen gute Gelegenheiten liegen. Das rächte sich in der Schlussminute, als Prommersberger der Lucky Punch für die Gastgeber glückte.

Bietigheim: Doubrawa - Schoofs, Renner, Prommersberger, Ribnitzky, Goc, Pokorny - Sheen, McKnight, Jasper, Breitkreutz, Preibisch, Hauner, Just, Kneisler, Wenzel, Kuqi.

Bad Nauheim: Bick - Richardson, Glötzl, Gnyp, Sekesi, Ketter, Schmidt, Reinig - Hohmann, Tessier, Körner, Niedenz, Arniel, Cabana, Bettahar, Reiter Üffing, Köhler, Cornett, Bartuli.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (6.) Wenzel (Goc), 2:0 (9.) Hauner (Breitkreutz, Ribnitzky), 2:1 (15.) Tessier (Hohmann, Körner), 3:1 (17.) Preibisch (Just, Wenzel - 5-4), 3:2 (34.) Tessier (Hohmann, Gnyp), 3:3 (36.) Üffing (Bettahar, Reiter), 4:3 (60.) Prommersberger (McKnight, Sheen). - Schiedsrichter: Aumüller/Haupt. - Zuschauer: keine. - Strafen: Bietigheim 0, Bad Nauheim 6.

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