31. Oktober 2021, 22:03 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: »Zwei Drittel lang nicht gut genug«

Der EC Bad Nauheim unterliegt den Dresdner Eislöwen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit 1:2
31. Oktober 2021, 22:03 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Tobias Wörle und der EC Bad Nauheim rennen gegen die Dresdner Eislöwen (rechts, Tomas Andres) vergeblich an und kassierten eine erneute Heimniederlage. FOTO: CHUC

So verliert die makellose Auswärtsbilanz an Bedeutung. Zu Hause tut sich Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim derzeit schwer. Gegen die Dresdner Eislöwen kassierten die Roten Teufel am Sonntag vor 2020 Zuschauern im Colonle-Knight-Stadion eine 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)-Niederlage. Die Mannschaft von Harry Lange steht damit bei nur sechs Punkten aus sechs Heimspielen. Den einzigen Treffer der Hessen erzielte Top-Torjäger Tristian Keck.

»In den ersten beiden Dritteln waren wir nicht gut genug. Dennoch hatten wir bis zum Schluss die Chance auf einen Punkt, da Felix Bick uns im Spiel gehalten hat«, sagt Lange.

Die Roten Teufel lebten gegen die Eislöwen einzig von Kampf, bissen sich an der gut strukturierten Defensive der Gäste vor dem jungen Kristian Hufsky - er bestritt sein erstes DEL2-Spiel über 60 Minuten - fest und hatte sicher auch in der Offensive kein Scheibenglück. Hufsky bekam die Pucks zu oft bei freier Sicht zu fassen, konnte zu selten zu wirklichen Paraden gezwungen werden. Mit hohem Aufwand liefen sich die Hausherren immer wieder fest, konnten selten nur Druck erzeugen und mussten immer wieder einen neuen offensiven Anlauf nehmen

Arturs Kruminsch erzielte in der zehnten Minute die Führung der Gäste. Vergeblich hatten die Teufel Sekunden zuvor auf eine Icing-Unterbrechung gewartet. Bad Nauheim rannte ungestüm an, hatte durch Keck (12.) und Fabian Herrmann (18.) seine besten Chancen im ersten Abschnitt.

Keck erzielte nach 30 Minuten, zwischen zwei Verteidigern angespielt, den Ausgleich. Nur drei Minuten später nutzten die Gäste aber einen schlechten fliegenden Wechsel der ohnehin in Unterzahl agierenden Gastgeber und übernahmen erneut die Führung durch Davids Suvanto. Keck und Stefan Reiter hatten anschließend im Powerplay den Ausgleich auf dem Schläger, blieben glücklos. Auf der Gegenseite verhinderte Torwart Bick bei einem Alleingang von Vladislav Filin einen höheren Rückstand (38.).

Zum Schlussabschnitt - und nochmal zu den letzten zehn Minuten - puzzelte Lange die Sturmreihen neu zusammen. Die klarste Chance vergab aber auf der Gegenseite Jordan Knackstadt, der per Penalty an Bick scheiterte (54.). Turbulent entwickelten sich die letzten Sekunden, als Bad Nauheim den Torwart vom Eis genommen hatte, der Puck aber nicht über die Linie wollte. Das hätte auch nicht zum Verlauf der Partie gepasst.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Wachter, Sekesi, Stephan, Tomas Schmidt, Dobryskin - Keck, Vause, Körner, Pollastrone, Hickmott, Reiter, Herrmann, Mick Köhler, Wörle, Leon Köhler, El-Sayed, Van Calster.

Dresdner Eislöwen: Hufsky - Mannes, Karlsson, Schmitz, Kolb, Suvanto, Uplegger, Flade - Walther, Knackstedt, Filin, Porsberger, Kruminsch, Andres, Mrazak, Drews, Knobloch, Petersen, Kuhnekath, Knobloch.

Tore: 0:1 (10.) Krumisch (Andres), 1.1 (30.) Keck (Sekesi), 1:2 (33.) Suvanto (Knackstedt, Karlsson - PP). - SR.: Klein/Steinecke. - Strafen: Bad Nauheim 8, Dresden 6. - Z.: 2020.



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