12. Februar 2021, 22:53 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Zweimalige Führung verspielt

Der EC Bad Nauheim unterliegt bei den Dresdner Eislöwen nach Verlängerung. Für einen Stürmer der Roten Teufel war die Partie vorzeitig beendet.
12. Februar 2021, 22:53 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Niedergeschlagen: Nach zweimaliger Führung muss sich der EC Bad Nauheim in Dresden nach Verlängerung geschlagen geben. FOTO: HEIDE

Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend mit 2:0 und 3:2 geführt. Am Ende reichte es für den Eishockey-Zweitligisten aus der Wetterau bei den Eislöwen aber nur zu einem Zähler. Mit 3:4 (2:0, 1:2, 0:1/0:1) nach Verlängerung unterlagen die Roten Teufel bei den Sachsen und kassierten die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen.

Mit zwei Toren und einer Vorlage war Cason Hohmann an allen Treffern der Gäste beteiligt. Beim spielentscheidenden Gegentor saß der US-Amerikaner allerdings auf der Strafbank.

»Ich bin unterm Strich natürlich nicht glücklich, aber auch nicht ganz unzufrieden«, sagte Hannu Järvenpää, der Trainer des EC Bad Nauheim. Seine Mannschaft hatte in Dresden von ihrer Effektivität im Abschluss gelebt. Im Schlussdrittel musste neben Julian Chrobot (im DEL-Kader von Köln), Christoph Körner (angeschlagen) und dem noch nicht kompensierten Ausfall von Marc El-Sayed (Herzmuskelentzündung) auch noch Freddy Cabana ersetzt werden. Dieser war nach einem harten Zusammenprall mit Mitspieler Nouri Bettahar im ersten Abschnitt benommen.

Bad Nauheim lebte von seiner Effektivität in der Offensive. Hohmann schloss in der 16 Minute einen Drei-gegen-eins-Konter erfolgreich ab, und Aaron Reinig - nach Denkpause wieder mit Eiszeit - traf gegen den ohnehin erneut wackligen Riku Helenius zur Zwei-Tore-Führung der Gäste, die den Spielverlauf nach 20 Minuten auf den Kopf stellte. Dresden war die tonangebende Mannschaft, verbrachte viel Zeit im Verteidigungsdrittel des EC Bad Nauheim, der sich mit teils ungenauen, teils halbherzigen Spiel immer wieder selbst unnötig in Verlegenheit brachte. Zunächst steuerte Roope Ranta alleine auf Felix Bick zu (4.), später zielte Jordan Knackstedt von halblinks am langen Eck vorbei (13.), und schließlich verhinderte Bick gegen Ranta den möglichen Ausgleich (17.).

Das zweite Drittel bot ein ähnliches Bild. Dresden hatte mehr Spielanteile, Bad Nauheim fuhr seltene Entlastungsangriffe. Einen Scheibenverlust der Hessen in der neutralen Zone nutzte Steven Rupprich zum Anschluss (31.). Sieben Minuten später traf Nick Huard - nach einem leicht vertändelten Puck der Gäste in der eigene Zone - zum umstrittenen Ausgleich. Die Unparteiischen wollten nach Ansicht der Videobilder keine aktive Torwartbehinderung erkannt haben. Glück hatten die Teufel dann sechs Sekunden vor der Pausensirene. Hohmann war - im nunmehr dritten Powerplay - per Rebound erfolgreich, und erneut nahm man eine Führung mit in die Pause.

Im Schlussabschnitt wurde die Partie zunehmend taktisch wilder. Nick Huard nutzte ein cleveres Zuspiel von Vladislav Filin zum Ausgleich. Das Zittern begann. Kaum hatten die Gäste ihre erste Unterzahl der Partie überstanden (50.) hatte Jamie Arniel das leere kurze Eck vor sich, brachte den Puck diesmal aber nicht unter.

In der Verlängerung nutzte Dresden durch den dritten Treffer von Huard seine zweite Powerplay-Situation zum Sieg. Hohmann bekam wegen Reklamierens nach Spielende eine Disziplinarstrafe aufgebrummt.

Dresdner Eislöwen: Helenius - Dotzler, Kramer, Supis, Lavallee, Hanusch, Flade, Uplegger - Ritter, Knackstedt, Ranta, Trupp, Huard, Filin, Kiss, Knobloch, Swinnen, Neuert, Rupprich, Mrazek.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Glötzl, Richardson, Schmidt, Gnyp, Ketter, Reinig - Reiter, Tessier, Cabana, Hohmann, Arniel, Pauli, Ratmann, Cornett, Bettahar, Üffing.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (16.) Hohmann (Arniel, Pauli), 0:2 (20.) Reinig (Pauli, Hohmann), 1:2 (31.) Rupprich (Ritter, Knobloch), 2:2 (38.) Huard (Trupp), 2:3 (40.) Hohmann (5-4), 3:3 ((47.) Huard (Filin, Supis), 4:3(61.) Huard (Ranta- Dotzler - 4-3). - Schiedsrichter: Brill/Haupt. - Strafminuten: Dresden 6, Bad Nauheim 4 plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Hohmann).



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